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Sendung vom 22.09.2006 11:00:

Tierschutzprogramm der Grünen

Anlässlich der Nationalratswahl steht die Tierschutzsprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, Rede und Antwort.

TIERRECHTSNACHRICNTEN VON 15. – 21. SEPTEMBER 2006

Tierrechtsdemo.
Am 16. September wurden in der Nacht am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand vorgeführt.

Schweineskandal in OÖ.
Ein Schweinehalter, der bereits mehrfach wegen der Vernachlässigung seiner Tiere verurteilt worden ist und ein Halteverbot angedroht bekam, wurde am 18. September erneut von TierrechtlerInnen angezeigt. Die AktivistInnen hatten am 14., 16. und 18. September in der Tierfabrik dieses Mannes gefilmt und dabei dokumentiert, dass ein totes Schwein die ganze Zeit über unter den lebenden Tieren in der Bucht verrottete. Die Schweine haben keine Stroh-Einstreu und müssen auf Vollspaltenböden leben. Der Amtstierarzt verteidigte den Halter und behauptete entgegen den filmischen Belegen, dass das Schwein nur 1 Tag lang tot sein könne.

SPÖ-Pressekonferrenz zum Tierschutzwahlprogramm.
Am 15. September hielt der Tierschutzsprecher der SPÖ Jan Krainer im Parlament eine Pressekonferenz zum Wahlprogramm Tierschutz der SPÖ ab. Darin werden vor allem eine Einschränkung der Tiertransporte, eine Reform des Tierversuchsgesetzes, eine Förderung biologischer und tierschutzgerechter Landwirtschaftund sogar eine Diskussion über Menschenrechte für Menschenaffen in Aussicht gestellt. Auf der Webseite der SPÖ findet sich das Tierschutzprogramm allerdings nur als Punkt 11 des Umweltschutzprogramms u.a. mit den Punkten Verbot von Vollspaltenböden und einstreuloser Haltung bei Schweinen sowie der Ferkelkastration ohne Narkose.

Anschläge gegen Tierausbeutungsgeschäfte in Wien.
Erst jetzt wurde durch ein Bekennerschreiben bekannt, dass die ALF Anfang September in Wien die Scheiben des Pelzgeschäftes Schiwago in der Fasangasse in Wien 3 mit Kieselsäure veräzt und die Schlösser verklebt hatte.
Am 16. September wurden dem Pelzgeschäft Trachtenmaus in Wien 23 alle Auslagenscheiben eingeschlagen.
Am 20. September wurde eine Auslagenscheibe der Fleischerei „Fleisch, Speck, Käse“ in Wien 5 eingeschossen.

Jagdunfälle.
Am 15. September erlegte ein Jäger im südtiroler Schnalstal einen extra bezahlten Hirsch. Beim Abtransport stach das Geweih des toten Tieres dem Jäger so schwer ins Bein, dass dieser per Hubschrauber gerettet und im Spital genäht werden musste.
Am 16. September schoss ein Jäger in Reichenau in Kärnten ein Kalb auf der Weide ab. Er hatte es für ein Wildtier gehalten.

Tausende Fische befreit.
In Schottland gibt es zahllose Fischfarmen, in denen Fische auf engem Raum für die Fleischerzeugung gezüchtet werden. Sie bekommen routinemässig Antibiotika verabreicht, um unter diesen Bedingungen zu überleben. Am 18. September befreiten AktivistInnen tausende Fische und zerstörten alle Fischgitterbuchten. Ein Schaden von mehreren 100.000 Euro entstand.

Gefängnis für das Betreiben einer Webseite.
Nachdem bereits 4 AktivistInnen in den USA bis zu 6 Jahren Gefängnis für das Erstellen einer Webseite gegen HLS, Europas grösstes kommerzielles Tierversuchslabor, erhalten hatten, wurden nun weitere Gefängnisstrafen ausgesprochen. Am 19. September erhielten 2 weitere Aktivisten für dasselbe Vergehen jeweils 3 und 1 Jahr. Alle Beteiligten müssen dem Unternehmen 1 Million US-Dollar an Schadenersatz bezahlen.
Am 21. September wurde ein Aktivist in England für Aktionen wie das Aufstechen von Reifen und das Verkleben von Schlössern von HLS zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt.

P&C Belgien verkaufte versehentlich Pelz.
Während P&C in Österreich erst kürzlich den Pelzausstieg mit Anfang 2007 bekannt gab, hatte sich P&C in Belgien schon vor geraumer Zeit pelzfrei erklärt. Als AktivistInnen dennoch in den P&C Filialen in Belgien Tierpelze fanden, wurden diese von der Geschäftsleitung als Versehen bezeichnet und entfernt.

Wiener Landesgericht sieht Tiere als Sachen.
Im März 2003 hatte ein Tierrechtler eine Legebatterie betreten und wegen mehrfacher Übertretungen des Tierschutzgesetzes angezeigt. Während der Betreiber zuletzt zu 150 Euro Strafe verurteilt wurde, klagte er den Tierrechtler auf Besitzstörung. Das Wiener Landesgericht gab dem Kläger am 15. September recht und verurteilte den Aktivisten zu 1000 Euro Kostenersatz. Tiere seien Sachen und daher wäre auch eine reine Betretung fremden Grundes nicht durch übergesetzlichen Notstand zu rechtfertigen, selbst wenn sie zum notwendigen Schutz von Tieren gesetzt wurde.

Versuchstierbefreiung.
Am 19. September befreite die ALF 23 Kaninchen aus dem Massachusetts Laboratory, einer Zuchtfarm für Versuchstiere, in Hardwick, USA. Die Tiere wurden in liebevolle Pflege übergeben, weitere Kaninchen wurden im Areal freigelassen.

Vorankündigungen:

14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien, www.animalconference.eu