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Globale Dialoge
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Sendung vom 29.03.2005 13:00:

Lindsey Collen: Literatur zwischen Alltag und Weltpolitik

Im Rahmen der Reihe " Literatur von Frauen aus dem Süden " der Zeitschrift Frauensolidarität stellen Sarita Jenamani - Lyrikerin aus Indien - und die Kulturanthropologin Sonja Rappold im Rahmen der Globalen Dialoge die afrikanische Schriftstellerin Lindsey Collen vor.

Lindsey Collen ist eigentlich gebürtige Südafrikanerin und lebt seit den 70er Jahren in Mauritius im Indischen Ozean, wo sich die engagierte Feministin im Bildungs- und Kulturbereich, aber vor allem auch als Friedensaktivistin gegen Militärbasen einsetzt. Ihre politische Arbeit spiegelt sich in all ihren Büchern wider. Protagonistinnen sind großteils einfache Frauen aus der Arbeits- und Alltagswelt Mauritius und ihr ökonomischer und sozialer Kontext wird literarisch fesselnd dargestellt und immer historisch und global eingebettet. Mit ihrem Roman " Sita und die Gewalt " - greift sie das tabuisierte Thema Frauen und Gewalt in der indisch-mauritianischen Bevölkerung auf. Für diesen Roman wird ihr 1994 der Commonwealth Writers Price verliehen und sie schafft ihren literarischen Durchbruch. Fast 11 Jahre und viele faszinierende Romane später erreicht uns die Nachricht, dass der diesjährige Commonwealth Writers Preis für den besten Roman Afrikas wiederum an Lindsey Collen verliehen wird: Wieder ein Roman - " Boy " - mit Blick auf die indische Bevölkerungsgruppe Mauritius - diesmal aus dem Blickwinkel eines Jungen. In der Zeitschrift " Frauensolidarität " sind mehrere Beiträge über und von Lindsey Collen erschienen - Infos dazu unter: www.frauensolidaritaet.org