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Sendung vom 03.12.2004 11:00:

Besetzung des Büros der Landeshauptfrau von Salzburg

Am 18. November besetzten 16 TR-AktivistInnen das Büro der Landeshauptfrau von Salzburg, Gabi Burgstaller, um die Schliessung einer Schweinefabrik in Salzburg zu erreichen, die noch immer ihre weiblichen Zuchtschweine ángekettet hat, obwohl das seit 2002 in Salzburg endgültig verboten ist. Nach 5 1/2 Stunden Besetzung garantierte die Landeshauptfrau, dass die Schweinefabrik bis Weihnachten geschlossen werden wird. 2 beteiligte AktivistInnen live am Telefon.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VOM 3. DEZEMBER 2004

Bürobesetzung gegen Schweinefabrik. Am 18. November betraten 16 Tierrechts-AktivistInnen des Verein Gegen Tierfabriken VGT und von RespekTiere um 11 Uhr vormittags das Büro der Landeshauptfrau Burgstaller von Salzburg, ketteten sich an und forderten die Schließung der illegalen Schweinefabrik Neumayr. Der Schweinezüchter Franz Neumayr aus Seekirchen in Salzburg hält seine Schweine noch immer einstreulos und an kurzer Kette angebunden, obwohl das in Salzburg seit 2002 verboten ist. Bisher hat er alle entsprechenden Bescheide der Behörde einfach ignoriert und sich nicht an das Tierschutzgesetz gehalten. Die Landeshauptfrau Burgstaller verschob alle ihre Termine und ließ sich bereitwillig von den BesetzerInnen informieren. Sichtlich vom Schicksal der Schweine persönlich berührt, erklärte sie sich sofort bereit zu versuchen eine Lösung für das Problem zu finden. Nach stundenlangen Verhandlungen u.a. mit dem Schweinezüchter selbst verkündete sie nach 5 ½ stündiger Besetzung, dass sie garantieren kann, dass diese Anbindehaltungs-Schweinefabrik bis Weihnachten 2004 schließen wird. Die AktivistInnen applaudierten spontan und räumten sofort das Büro.

Schweinestall brannte nieder: 30 Tiere starben. Innerhalb von sechs Wochen ist im Wallenhorster Ortsteil Lechtingen zum zweiten Mal ein Gebäude niedergebrannt. Am 13. November ging an der Mühlenheide ein Schweinestall in Flammen auf. Mehr als 30 Tiere – alle schwangere Frauen und Kinder – verendeten. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen der Polizei rund 70.000 Euro.

Frau stirbt in Schweinefabrik. Eine 47-jährige Landwirtin aus Kettlasbrunn bei Mistelbach, NÖ, stürzte am 13. November in einer Schweinefabrik von einer Leiter in die Tiefe. Der Ehemann brachte die noch ansprechbare Frau ins Haus, wo sie kurz darauf verstarb.

Legebatterie Wolf besucht. Am 13. November liefen überraschend ca. 30 TierrechtlerInnen auf die Nudelfabrik Wolf, in der auch 30.000 Hühner in 3 Legebatteriehallen gehalten werden. Die AktivistInnen filmten in den 3 Hallen und verliessen danach die Fabrik. Die ArbeiterInnen und der Fabriksbesitzer versuchten sie aufzuhalten und zu blockieren. Die Polizei blockierte einen Tierrechtsbus beim Wegfahren, doch von den 10 Insassen konnten 5 entkommen. Nur 5 Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Jagdsabotage bei Ministerin Rauch-Kallats Ehemann. Am 13. November trafen sich ca. 35 Jagdsaboteure bei Luising im Südburgenland, um die Fasanjagd des Ehemanns der Frauenministerin Rauch-Kallat, die zukünftig für Tierschutz verantwortlich sein wird, zu stören. Aufgrund der großen Anzahl an AktivistInnen verliess die Jagdgesellschaft das Jagdschloss nicht. Stattdessen wurde die Polizei geholt. Rauch-Kallats Ehemann züchtet ca. 25.000 Fasane, um sie an zahlende Jagdgäste zum Abschuss zu verkaufen. 12.800 Euro kosten garantierte 400 Fasane. Den Fasanen wird in den dortigen Fasanerien eine Eisenspange in den Schnabel eingezogen, um sie daran zu hindern, sich gegenseitig zu Tode zu pecken. Zusätzlich werden dort tausende Enten gezüchtet, sowie unzählige Fallen aufgestellt.

5000 Fasane befreit. Am 13. November wurden ca. 5000 Fasane aus einer Fasanerie des Ehemannes der Ministerin Rauch-Kallat beim Schloss Luising im Südburgenland befreit.

Ministerin Rauch-Kallat klagt Verein Gegen Tierfabriken. Am 1. Dezember ging eine Klage der Ministerin Rauch-Kallat gegen den Verein Gegen Tierfabriken ein. Darin wird gefordert, dass der Tierrechtsverein es unterlässt, die Ministerin mit Tierquälerei durch Fasanerien und der Jagd auf zahme Fasane in Verbindung zu bringen. Einen entsprechenden Widerruf soll der Verein im österreichischen Rundfunk schalten müssen.

Verein Gegen Tierfabriken wegen Veganem Sommerfest verurteilt. Am 16. November wurde der Verein Gegen Tierfabriken wegen der Abhaltung des Veganen Sommerfestes im Jahr 2003 in Wien verurteilt. Nach Ansicht der Stadt Wien und des Gerichts hätte der Verein für das Sommerfest Abgaben wie für kommerzielle Verkaufsveranstaltungen leisten müssen. Nach Ansicht des Vereins handelt es sich beim Veganen Sommerfest um eine politische Veranstaltung.

Pelzgrossdemo Wien. Am 20. November marschierten 200 TierrechtlerInnen gegen Pelz durch die Wiener Innenstadt. Bei allen Pelzgeschäften sowie Kaufhäusern mit Pelz wurde halt gemacht und jeweils 10 Minuten lang lautstark demonstriert. Nach 3 Stunden gab es eine Abschlusskundgebung am Stefansplatz.

Pelzgrossdemo Graz. Am 27. November wurde in diesem Jahr erstmals auch ein Demonstrationszug gegen Pelz durch die Grazer Innenstadt abgehalten. Die Pelzgeschäfte Mangold, Schwarz und Kettler wurden belagert. Beim Geschäft Mangold brach ein Handgemenge aus, weil der Pelzhändler eine Gegendemo veranstalten wollte. Auch Kastner und Öhler wurde wegen deren Pelzhandel 2 Mal besucht. Etwa 70 Personen haben an der Demonstration teilgenommen.

Pelzdemos. In Wien wurde am 12., 23., 24., 26. und 30. November, sowie am 2. Dezember auf der Mariahilferstrasse und am 2. Dezember auch am Stefansplatz gegen Pelz demonstriert. Am 12. und am 20. November gabs auch in Salzburg am Alten Markt Pelzdemos. In Linz wurde am 19., 20., 26. und 27. November demonstriert und am 2. Dezember in Graz.

Pelzgeschäfte und Fleischereien beschädigt. Am 13. November wurden im Raum Wr. Neustadt einer unbekannten Anzahl von Pelzgeschäften und Fleischhauereien die Auslagenscheiben durch Glaskleber beschädigt.

Finnische Staatsanwaltschaft fordert Gefängnis für österreichischen Tierrechtler. Nachdem ein österreichischer Tierrechtler im Herbst 2003 in Finnland Pelzfarmen gefilmt hatte wurde er verhaftet und 3 Tage lang im Gefängnis verhört. Im November 2004 wurde er in 4 Punkten wegen Störung der öffentlichen Ordnung und in 1 Fall wegen Fotografierens eines Pelzfarmers ohne dessen Erlaubnis angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Gefängnisstrafe wegen der Schwere des Vergehens. Einige Pelzfarmer verlangen 500 Euro Schadenersatz pro Farm wegen der seelischen Belastung, die sie durch das Filmen ihrer Pelzfarm erlitten hätten.

Aktionen gegen Pelzfarmen. Am 12. November wurden 2500 Nerze aus der Nerzfarm in Villa del Conte bei Padua in Italien, in der 8000 Nerze festgehalten werden, freigesetzt. Der Pelzfarmer hatte allerdings das Bellen der Wachhunde gehört und war zur Farm geeilt, worauf die AktivistInnen flüchten mussten. Etwas später wurden 4 Personen festgenommen.
In der Nacht auf den 18. November wurden auf der Insel Aland in Finnland 2000 Füchse einer der zwei dortigen Pelztierfarmen, die sogar einen Preis für besonders qualitativ hochwertige Pelze gewonnen hatte, von AktivistInnen eingefärbt, um die Pelze der Füchse wertlos zu machen. Die Zuchtkarten wurden auch zerstört.
Am 27. November wurde ein Pelzfarmgebäude in Uusikaarlepyy in Westfinnland niedergebrannt. Das ist mit 300 Pelzfarmen der Ort mit den allermeisten Pelzfarmen Finnlands.
Am 1. November wurde in Fidenza, Italien, ein Transport-LKW einer Pelzfarm angezündet. Die Medien zeigten Fotos mit dem völlig zerstörten Fahrzeug.

Tierrechtsdemos. Am 19. November wurde vor der japanischen Botschaft gegen das Abschlachten der Delfine demonstriert. Ebenso am 19. November gab es zum Thomas D Konzert eine vom Künstler selbst veranlasste TR-Demo beim Gasometer in Wien.

Zirkusangestellter wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt. Am 17. November verurteilte das Bezirksgericht Bad Ischl einen Angestellten des Zirkus Belly-Wien wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Er hatte am 15. September 2001 bei einer Demonstration einen Tierrechtler von hinten angegriffen und mehrmals mit der Faust ins Gesicht und auf den Körper geschlagen, wie ein vor Gericht vorgeführtes Video bestätigte. Das Opfer musste im Spital wegen einem blauen Auge, einem Cut unter dem Auge und einem geprellten Brustkorb behandelt werden. Der Richter verurteilte den Zirkusangestellten zu 80 Euro bedingt und zu 100 Euro Schmerzensgeld. Vor einigen Jahren waren 4 TierrechtlerInnen von der Polizei beim Entfernen eines illegal aufgehängten Zirkusplakats erwischt und zu insgesamt 5000 Schilling wegen Sachbeschädigung verurteilt worden.

Delfine retten Menschen. Am 23. November hat ein Schwarm Delfine vor der Küste Neuseelands vier Schwimmer vor einem Weißen Hai gerettet. Zunächst sei er überrascht gewesen, als sechs oder sieben der Meeressäuger plötzlich auf die Gruppe zugerast seien und „sehr aufgeregt“ einen Kreis um ihn sowie drei junge Frauen gebildet hätten, sagte Rettungsschwimmer Rob Howe später. Bei einem kurzen Blick unter Wasser habe er dann den drei Meter langen Hai nur in wenigen Metern Entfernung gesehen. Schließlich hat ein Rettungsboot die Vier aus dem Wasser geholt.

Kaninchen befreit. Am 4. November wurden in Ramiseto, Italien, alle 14 Kaninchen einer kleinen Kaninchenfarm für Fleischproduktion von TierrechtlerInnen befreit.

Kuh aus dem Schlachthof geflohen – erschossen. Am 16. November hat eine Kuh aus Angst vor ihrer Tötung im städtischen Schlachthof Linz die Flucht ergriffen. Auf einer Böschung am Donauufer war der Lauf in die Freiheit dann jedoch zu Ende: Ein Polizist entdeckte die Kuh und tötete sie mit zwei Gewehrschüssen.

7.000 salmonellenverseuchte Hühner verkauft – 33 TierärztInnen angezeigt. In Lanzendorf bei Wien soll ein Schlachthof 7000 mit Salmonellen verseuchte Hühner nach Deutschland verkauft haben. 30 TierärztInnen und 3 Fleischuntersuchungs-Veterinäre wurden wegen Amtsmissbrauchs angezeigt. Sie sollen nachlässig kontrolliert haben. Das verseuchte, gesundheitsschädliche Fleisch dieser Hühner konnte so auf den deutschen Markt gelangen. Die Eier dieser Hühner dürften in Österreich verkauft worden sein.

1. ALF Aktion in der Türkei. In einem Bekennerschreiben wurde jetzt die wahrscheinlich erste ALF-Aktion in der Türkei beschrieben: Am 15. Oktober haben die AktivistInnen die Schlösser 3er Ledergeschäfte in der Fetiye Strasse in Izmit verklebt.

46-jähriger Mann bei Treibjagd angeschossen. Ein 46-jähriger Angestellter aus Ternberg ist am 20. November bei einer Treibjagd in Steinbach an der Steyr, Bezirk Kirchdorf OÖ, angeschossen worden. Er wurde am Bein verletzt.

JägerInnen attackieren Tierrechtler. Am 22. November wurden 3 Jagdsaboteure in South Devon, England, von JägerInnen angegriffen und schwer verletzt. Die 3 wurden wurden ins Spital gebracht, nachdem sie durch Schläge mit Prügeln und Schaufeln Knochenbrüche und Kopfverletzungen erlitten hatten.

Satellitenüberwachung von Tiertransportern. Tiertransporte sollen künftig mit modernster Technik lückenlos überwacht werden. Um die Einhaltung der Ruhezeiten zu kontrollieren, müssen ab 2007 alle neuen LKW mit speziellen Navigationssystemen ausgestattet werden.

Versuchstierbefreiungen und Aktionen gegen Versuchslabors. Am 8. November befreite die russische ALF ein Kaninchen mit in den Kopf einoperierten Elektroden aus dem biologischen Versuchslabor der Moskauer Staatsuniversität. Die Laborwände wurden mit Sprüchen beschmiert und es wurden die Türschlüsser zerstört und anderer Schaden angerichtet.
Am 14. November befreite die ALF insgesamt 88 Mäuse und 313 Ratten und damit alle Versuchstiere des 3. Stockes des Instituts für Psychologie der Universität von Iowa in Iowa City, USA. Zusätzlich wurde viel Sachschaden vor allem an mehr als 30 Computern in 4 weiteren Labors in anderen Stockwerken des Gebäudes angerichtet, wo u.a. an Tauben und Primaten Tierversuche durchgeführt werden. Nach Aussagen des Labors vernichtete diese Aktion die Tierversuchsdaten vieler Jahre.
Am Wochenende des 15. November zerstörten unbekannte TäterInnen das Rohgebäude eines im Bau befindlichen Tierversuchslabors der Universität von Minnesota, USA, mit einem Schaden von 1,3 Millionen Euro, indem sie durch ein Fenster eingebrochen waren und von Freitag abend bis Montag früh alle Wasserhähne aufgedreht und gleichzeitig die Abflüsse verstopft hatten. Die Fertigstellung des Gebäudekomplexes bis September 2005 würde nicht mehr garantiert sein, gab die Universität bekannt.

Demo gegen Versuchshundezucht Morini von Polizei attackiert. Am 20. November gabs wieder eine internationale Anti-Morini Demo in Reggio Emilia, Italien. Etwa 1500 DemonstrantInnen nahmen daran teil. Gegen Ende der Demo kreiste die Polizei die Demonstration grundlos ein und griff die TRlerInnen an. 20 Personen wurden spitalsreif geschlagen, es gab gebrochene Arme und Finger und blutende Köpfe. Sogar körperbehinderte DemonstrantInnen wurden angegriffen. Nachdem der Bürgermeister der Versuchsbeaglezüchterin von Morini wieder eine Lizenz gegeben hat, versucht die Behörde offenbar durch Kriminalisierung der TR-Kampagne ein Demonstrationsverbot zu erreichen.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag Pelzdemos von 12 – 22 Uhr am Stefansplatz in Wien, bis April 2005
5. Februar 2005: Gedanktag in Coventry, England, an Jill Phipps, TR-Aktivistin, die am 1. Februar 1995 von einem Tiertransporter anlässlich einer Blockade absichtlich überfahren worden ist.
17. – 18. März 2005: Konferenz zur Leidensfähigkeit von Tieren im Queen Elisabeth II Conference Centre, London.