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Tierrechtsradio
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Sendung vom 17.12.2004 11:00:

Ministerin Rauch-Kallat klagt den Verein Gegen Tierfabriken

Nachdem der Verein Gegen Tierfabriken verbreitet hatte, dass der Ehemann der Ministerin Rauch-Kallat auf seinem Jagdschloss in Luising im Südburgenland den Abschuss von ihm gezüchteter zahmer Fasane für 12.800 Euro pro Tag verkauft, klagte die Ministerin den Verein. Es sei nur ihr Mann und nicht sie, der diese Jagden und Fasanerien betreibt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 10. - 16. DEZEMBER 2004

Pelzdemos. In Wien wurde am 10., 11., 15. und 16. Dezember vor dem P&C in der Mariahilferstrasse, zusätzlich am 10., 11., 13., 14., 15. und 16. Dezember mit Pelzfilm auf Grossleinwand im Stadtzentrum und am 13. Dezember zeitgleich vor Konzerthaus, Akademietheater, Burgtheater, Volksoper, Volkstheater, Raimundtheater, Theater an der Wien und Staatsoper gegen Pelz demonstriert. In Graz gabs am 11. und 12. Dezember eine Demonstration am Eisenen Tor und vor dem Landhaus in der Herrengasse. Am 12. Dezember wurde auch am Salzburger Christkindlmarkt und am 11. Dezember vor dem P&C in Linz gegen Pelz demonstriert.

Menschenaffenversuchsverbot in Österreich. Am 10. Dezember kam das Menschenaffenversuchsverbot im Parlament zur Abstimmung. Die Tierschützsprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, verdeutlichte in ihrem Redebeitrag die Ähnlichkeit zwischen Menschen und anderen Tieren. Die ÖVP-Tierschutzsprecherin lehnte daraufhin die Gleichsetzung von Mensch und Tier ab. Anschliessend wurde dennoch einstimmig ein grundsätzliches Verbot aller Tierversuche an Menschenaffen beschlossen.

Verordnungen zum Tierschutzgesetz präsentiert. Die aufgrund der Fasanerien ihres Ehemannes ins Gerede gekommene zukünftige Tierschutzministerin Maria Rauch-Kallat präsentierte am 13. Dezember in einer bezeichnenderweise im Zoo Schönbrunn abgehaltenen Pressekonferenz die neuen Verordnungen zum Tierschutzgesetz. Einige Verschlechterungen für die Tiere, wie z.B. das Verwässern der Schmerzausschaltung beim Enthornen oder Ausnahmen für den Kuhtrainer sind darin enthalten. Überrascht hat allerdings, dass plötzlich und unerwartet auch ein Absatz über die gesetzliche Regelung von Fasanerien in den Verordnungen enthalten ist. Darin wird das Schnabelkupieren und –durchbohren verboten und eine Maximalbesatzdichte von 8 m² pro Fasan festgelegt.

Tag der Menschen- und Tierrechte. In Wien wurde am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, demonstriert, um zu betonen, dass dieser Tag auch der internationale Tag der Tierrechte ist. Laut Aussendung der VeranstalterInnen werden weltweit im Moment 16 Milliarden Hühner, eineinhalb Milliarden Rinder, jeweils eine Milliarde Schweine, Enten und Schafe sowie zahllose andere Tiere in Gefangenschaft gehalten, um sie danach für den Fleischkonsum zu töten.

16 Kaninchen befreit. Am 14. Dezember wurde ein Bekennerbrief der ALF öffentlich. Darin bekennt sie sich zur Befreiung von 16 Kaninchen aus einer Kaninchenmastfabrik in Süddeutschland vom 28. November.

Fleischverpackungsfirma abgebrannt. Am 15. Dezember brannte der ehemalige Geflügelhof Fehringer, in Fehring bei Feldbach in der Steiermark, der heute eine Fleischverpackungsfirma beherbergt, ab. Auch der Löscheinsatz von 19 Feuerwehren konnte das Gebäude nicht mehr retten.

Brandanschlag gegen HLS. Am 26. November zündete die ALF einige Lastwagen und Bürogebäude der Firma International Product Supplies, die sowohl HLS als auch einige andere Tierversuchslabors weltweit beliefert, in Mansfield, England, an. Aus dem Bekennerschreiben: "This attack is a further warning to companies involved in animal cruelty that there is no hiding place. If you deal in animal abuse, you will also be dealing with the ALF, no amount of injunctions or legislation will prevent that."

40 Hausdurchsuchungen in Italien. In den frühen Morgenstunden des 9. Dezember wurden die Häuser von 30 TR-AktivistInnen in Turin und von 10 weiteren in anderen Städten Italiens, wie Florenz, Mailand und Padua, von der Polizei überfallsartig durchsucht. Dabei kamen sogar MitarbeiterInnen von Katzenheimen und alle bekannten TR-SympathisantInnen zum Handkuss. Diese Polizeiaktion hängt mit der in Turin laufenden Kampagne gegen das Tierversuchslabor RBM zusammen. In letzter Zeit ist es zu einigen Sachbeschädigungen und Drohungen gegen RBM gekommen. 13 AktivistInnen wurden wegen Verschwörung angezeigt.

Acht Meerschweinchen nach Brand wiederbelebt. Feuerwehrmänner retteten 8 Meerschweinchen bei einem Brand in Puckeridge, Großbritannien. Mit Sauerstoffmasken und Herzmassagen gelang die Reanimation.

Großpelzdemo in Mailand. Am 8. Dezember fand eine Grosspelzdemo in Mailand mit 400 TeilnehmerInnen statt. Ein massiver Polizeieinsatz schirmte die Öffentlichkeit ab und versuchte die AktivistInnen auf Nebenstrassen abzudrängen. Mailand ist die Pelzhauptstadt Europas.

P&C Belgien pelzfrei. Am 16. Dezember wurde bekannt, dass sich P&C Belgien pelzfrei erklärt hat. Allerdings wollen die Verantwortlichen diese Aussagen nicht schriftlich garantieren. Die P&C Filialen in Belgien sind bereits ohne Pelze.

Gefängnis für Zirkusschläger. Am 20. August hatten mehrere Angestellte des Zirkus Mustang in Schweden eine friedliche Tierrechtsdemo angegriffen und einige TierrechtlerInnen verletzt. Nach einem 2-tägigen Prozess wurden 2 Angreifer verurteilt. Einer erhielt 6 Monate Gefängnis, der andere eine Bewährungsstrafe.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag Pelzdemos von 12 – 22 Uhr am Stefansplatz in Wien, bis April 2005
5. Februar 2005: Gedanktag in Coventry, England, an Jill Phipps, TR-Aktivistin, die am 1. Februar 1995 von einem Tiertransporter anlässlich einer Blockade absichtlich überfahren worden ist.
17. – 18. März 2005: Konferenz zur Leidensfähigkeit von Tieren im Queen Elisabeth II Conference Centre, London.