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Tierrechtsradio
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Sendung vom 14.01.2005 11:00:

Tieranwaltschaft

Nach langer Kampagne gelang es der Tierrechtsbewegung die Regierung zur Einführung einer Tieranwaltschaft, genannt Tierschutzombudsschaft, zu zwingen. Im Gespräch mit der Tierschutzsprecherin der Grünen wird ergründet, ob diese neue Institution das halten wird, was sie versprochen hat.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 7. – 13. JÄNNER 2005

Pelzdemos. Am 7., 8. und 12. Jänner protestierten TierrechtlerInnen vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen den Pelzhandel. Am 8. Jänner fand am Stefansplatz die samstägliche wiener Pelzdemo statt. Am 8. Jänner gabs in Freilassing und am 13. Jänner in der Salzburger Altstadt Kundgebungen gegen Pelz.

Aktionen gegen Pelzgeschäfte. Am 13. Jänner wurden der Meisterkürschnerei Petrasek in Wien 6 und dem Pelzgeschäft Vitasek in Wien 12 die Auslagenscheiben mit Kieselsäure verätzt.

Pelzmodeschauen in Seefeld reduziert. Im Jahr 1999 begann eine Kampagne gegen die damals noch 13 Pelzmodeschauen im Nachtklub „Kanne“ in Seefeld in Tirol. Nach zahllosen Demos mit Pelzfilmvorführungen und Demozügen durch die Strasse konnte die Anzahl der Pelzmodeschauen auf 1 in der Saison 2004/2005 reduziert werden. Der Bürgermeister und die Gemeinde hatten vergeblich mit allen Mitteln versucht, die Demos und Aktionen zu unterbinden, um den Ruf von Seefeld als Touristenmetropole nicht zu gefährden.

Pelzplakatkampagne in Wien. Seit 12. Jänner sind an 120 Stellen in Wien Anti-Pelz Plakate von United Creatures auf Rolling Boards und in verschiedenen Zeitungen wie dem VOR-Magazin ganzseitig zu sehen. Die Sujets sind auf der Webseite http://www.united-creatures.at zu sehen. Diese Aktion konnte durch den Idealismus aller in den beteiligten Firmen vollkommen kostenlos durchgeführt werden.

Fuchsfarmen in Finnland in schlechter Wirtschaftslage. Eine Umfrage der Zeitung „Norlic“ in Finnland hat ergeben, dass 50% der Fuchsfarmen im Jahr 2003 einen Verlust geschrieben haben. Bei den Pelzfarmen mit ausschliesslich Füchsen ist der Prozentsatz sogar 60%. Weil der Preis für rohe Fuchspelze 2004 nicht gestiegen ist, spricht die Pelzindustrie von einer „grossen Krise“. Der Hauptgrund für diese Krise scheint das Ausbleiben asiatischer KundInnen bei der grossen Pelzauktion in Vanda zu sein. Es wird erwartet, dass eine grosse Zahl an PelzfarmerInnen in Frühpension gehen wird.

Internationale Pelzkampagnen. Von England, Deutschland, Holland und Skandinavien ist man Tierrechtsaktivismusberichte gewohnt. Aber jetzt setzen auch in Frankreich, Italien und Belgien intensive Kampagnen gegen Pelz ein, die alles bisher dagewesene bei weitem übertreffen. So haben AktivistInnen von GLAS, Groupe de Liberation Animale Surprise, in der Nacht auf den 8. Jänner gleichzeitig bei 150 Pelzgeschäften in Paris die Auslagenscheiben mit den Sprüchen „Pelz = Qual“ und „Pelze tragen ist Tierquälerei“ versehen. In Italien werden derzeit jeden Samstag zumindest in Bologna, Mailand, Turin, Bergamo und Monza Pelzdemos vor den Kaufhausketten Rinascente und Upim abgehalten. Und am 9. Jänner marschierten mehr als 100 TierrechtlerInnen in Hasselt, in Belgien, gegen Pelz.

Hunde und Katzen in Zoohandlungen verboten. Seit 1. Jänner 2005 ist das Zurschaustellen von Hunden und Katzen in Zoohandlungen verboten. Dennoch sind diese Tiere noch in vielen Zoohandlungen zu sehen. Nach Auskunft der Wiener Stadtverwaltung wurde noch eine Frist bis Mitte Februar für den Abverkauf noch vorhandener Tiere gewährt.

Fleischdemo. Am 7. Jänner wurde am Taubenmarkt in Linz vor dem McDonalds gegen den Fleischkonsum demonstriert.

Weitere Großküchen ohne Käfigeier. Während weitere Großküchen wie das Landeskrankenhaus Salzburg angeben in Hinkunft ohne Käfigeier auskommen zu wollen, konnte sich die Wiener Konditorei AIDA nur zu der schriftlichen Bestätigung durchringen, ab 2009 mit dem Legebatterieverbot keine Käfigeier mehr verwenden zu wollen. Angaben aus Tierrechtkreisen zufolge wäre aber das Legebatterieverbot in Gefahr, wenn alle Betriebe bis zuletzt weiterhin Käfigeier verwenden würden, weshalb eine diesbezügliche Kampagne gegen AIDA in verstärktem Masse weitergeführt werden könnte.

JägerInnen erschiessen einander. Am 11. Jänner wurde in Coburg in Deutschland eine Strafe von 4800 Euro verhängt, weil ein Jäger einen anderen angeblich versehentlich erschossen hatte. In Cicarovce in der Slowakei wurde ein Jäger bei einer Treibjagd von seinen KollegInnen mit 4 Schüssen, davon eine in den Kopf, niedergestreckt.

Notwehr gegen Jäger. Am 12. Jänner verletzte ein Kärntner Jäger ein Wildschwein in Oradea in Rumänien durch 2 Schüsse, worauf dieses in Notwehr den Jäger angriff und waidwund schlug. Das Wildschwein erlag etwas später seinen Verletzungen.

Regierung fördert Tiertransporte. Im Jahr 2004 stellte das Landwirtschaftsministerium in einer Exportoffensive erstmals gezielt Budgetmittel zur Verfügung, um Tiertransporte in Österreich zu fördern. Franz Sturmlechner, Geschäftsführer von der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter, verkündete am 11. Jänner, dass Österreichs Rinderexporte nach Rumänien verdreifacht und nach Albanien signifikant erhöht werden konnten. Nach Bulgarien, Serbien und die Ukraine sollen zukünftig ebenfalls Tiertransporte rollen. Neben erwachsenen Rindern werden heute jährlich 80.000 Kälber aus der Milchindustrie lebend aus Österreich transportiert. Zusätzlich zu diesen Tiertransporten exportiert Österreich auch 40% seines Rindfleisches, vor allem nach Italien und Ungarn.

Brandanschlag gegen Hare Coursing Arena. Hare coursing ist eine Veranstaltung, bei der Hunde jeweils paarweise auf Hasen gehetzt werden, wobei einE PunkterichterIn festlegt, welcher Hund „besser“ gejagt hätte, und nach einem k.o.-System werden so die TagessiegerInnen bestimmt. Die irische ALF bekannte sich in einem Schreiben zu einer zweistündigen Aktion am 8. Jänner 2005, bei der der Powerstone Park Racecourse in Clonmel County Tippary, Irland, durch Brandsätze zerstört wurde. Ende Jänner waren die National Hare Coursing Finale in dieser Arena vorgesehen gewesen.

Vorankündigungen:

Jägerballdemos:
Freitag 21. Jänner 19 Uhr Parkhotel Schönbrunn;
Montag 31. Jänner 18:30 Uhr Hofburg das 23. Jahr!

5. Februar 2005: Gedanktag in Coventry, England, an Jill Phipps, TR-Aktivistin, die am 1. Februar 1995 von einem Tiertransporter anlässlich einer Blockade absichtlich
überfahren worden ist.

17. – 18. März 2005: Konferenz zur Leidensfähigkeit von Tieren im Queen Elisabeth II Conference Centre, London.

15. – 18. Juli 2005: internationales Grassroots TR-Treffen in England