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Tierrechtsradio
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Sendung vom 11.03.2005 11:00:

Kampagne gegen Käfigeier

Nachdem ein Verbot von Legebatterien ab 2009 erreicht worden ist, gibt es jetzt eine intensive Kampagne um Großküchen und die Industrie dazu zu bringen, nicht mehr Käfigeier zu verwenden. Ein Tierrechtsaktivist spricht im Studio über diese Kampagne und ihre bisherigen bemerkenswerten Erfolge.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 4. – 10. MÄRZ 2005

Pelzdemos. Am 4. und 5. März wurde in Wien vor dem P&C in der Mariahilferstrasse, am 5. März auch am Stefansplatz in Wien und auf der Landstrasse vor dem P&C in Linz, gegen Pelz demonstriert.

Aktionen gegen P&C auf der Berufsinformationsmesse. Von 3. – 6. März fand in der Stadthalle in Wien die Berufsinformationsmesse statt. Dort warb auch P&C mit einem eigenen Stand um neue Angestellte. Am 4. März erkletterte ein Tierrechtler die Galerie in der Stadthalle, befestigte ein Transparent, kettete sich an und sprach dann mit Megaphon zur Menge in der Halle über das Leid der Pelztiere und die Mitschuld von P&C durch deren Pelzhandel. Gleichzeitig wurden Flugblätter gegen P&C überall verteilt. Erst nach 6 Minuten entfernten Socherheitskräfte seine Demonstrationsmittel entfernt. Am 5. und 6. März gab es eine Reihe weiterer Störaktionen gegen P&C auf der Berufsinformationsmesse und zahllose weitere Flugblätter konnten verteilt werden.

Fleischdemo. Am 4. März gab es eine Demonstration gegen Fleisch am Grazer Hauptplatz.

Kühe intelligenter als erwartet. Kühe sind sanftmütig, schwerfällig und – zumindest im Vergleich zu anderen sogenannten Nutztieren – von einem eher schlichten Gemüt. Mit diesem jahrhundertealten Vorurteil wollen ForscherInnen an der Universität im britischen Bristol aufräumen: Offenbar fehlte es den Wiederkäuern bisher schlicht und einfach an Möglichkeiten, ihren hohen Intellekt unter Beweis zu stellen. Professor Donald Broom bewies an Hand der Gehirnwellen, dass Kühe durch geistige Herausforderungen stimuliert werden. Sobald sie ein Problem lösen, zeigen sie Erregung, eine höhere Herzfrequenz, einige sprangen sogar vor Freude in die Luft. "Wir nennen das den Hurra-Effekt", so Broom. Auch das Sozialleben der Rinder ist viel komplexer als bisher angenommen: Innerhalb der Herde gibt es Freundeskreise von zwei bis vier Kühen, die viel Zeit miteinander verbringen, sich gegenseitig belecken und Fellpflege treiben. Umgekehrt kann eine Abneigung zwischen zwei Kühen Monate oder sogar Jahre anhalten. Neid und Trauer, sogar Zukunftsängste gehören ebenfals zum Gefühlsrepertoire der Paarhufer. Doch nicht nur Kühe werden unterschätzt: Auch Hühner, Ziegen und Schweine bedürften offenbar der individuellen Würdigung ihrer Persönlichkeit, Bedürfnisse und Probleme, so die ForscherInnen.

Stier verletzt Landwirt schwer. Am 10. März verpasste ein Landwirt einem Stier eine sogenannte „Pediküre“ und wollte ihn dann am Nasenring zurück in seine Bucht bringen und einsperren. Der Stier wehrte sich und verletzte den Landwirt schwer. Die Kronenzeitung charakterisierte den Angriff als „ohne ersichtlichen Grund“.

Jagd mit Folgen. Eine Treibjagd im Klammbachtal bei Achenkirch in Tirol hat jetzt Folgen. Am 21. Jänner schossen Jäger im Auftrag der Bundesforste 19 Hirsche und trächtige Rehe in einer eingezäunten Fütterung ab. Es sei wie eine Exekution gewesen, schildert einer der Beteiligten, der nicht genannt werden will, die Aktion. Eine Disziplinarkommission beschäftigt sich seit Anfang März mit dem Fall, bei Verstoß gegen das Jagdgesetz könnten die beteiligten Jäger die Jagdkarte für einige Zeit abgeben müssen.

Jäger erschiesst 2 Hunde. Anfang März erschoss ein Jäger 2 Hunde im Wienerwald bei Siegenfeld. Als er zwei Schüsse mit dem Schrotgewehr abgegeben hatte, griffen ihn die verletzten Tiere an und beschädigten sein Gewehr. Nachdem er dann doch die beiden Hunde umbringen konnte, klagte er den Hundeverantwortlichen wegen Sachbeschädigung seines Gewehrs auf mehrere tausend Euro.

2 Legebatterieprozesse: Klagen gegen Tierrechtler abgewiesen. Am 8. März wurden 2 Klagen von LegebatteriebetreiberInnen gegen einen Tierrechtler im Bezirksgericht Liesing in Wien 23 abgehandelt. Der Tierrechtler wurde beschuldigt, in die Betriebe eingedrungen zu sein und wäre gerichtlich zu zwingen eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. In einem der Prozesse wurde die Klage kostenpflichtig abgewiesen, im anderen kam es zu einer Einigung: der Tierrechtler unterschrieb die Unterlassung, die LegebatteriebetreiberInnen zahlen dafür alle Kosten des Verfahrens.

4 TierrechtlerInnen frei. Im Jahr 2004 wurden 4 TierrechtlerInnen, 3 NorwegerInnen und 1 Schwede, in Norwegen verhaftet, weil sie verdächtigt wurden auf Pelzfarmfutterfirmen Brandanschläge verübt zu haben. Die Polizei hat jetzt Spuren von DNS auf 4 verschiedenen Brandstätten gefunden, die alle nicht mit der DNS der 4 übereinstimmen. Das Verfahren gegen die 4 wurde also am 9. März 2005 vollständig eingestellt. Die Polizei vermutet ausländische TäterInnen.

Vorankündigungen:

Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag ab 12 Uhr Demo am Stefansplatz in Wien
15. März: 11 Uhr Demo gegen Robbenjagd am Opernring 1, Wien 1; Marsch zur kanad. Botschaft.
17. – 18. März: Konferenz zur Leidensfähigkeit von Tieren, Queen Elisabeth II Conference Centre, London.
15. – 18. Juli: internationales Grassroots TR-Treffen in England, http://freedom.rbgi.net