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Tierrechtsradio
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Sendung vom 18.03.2005 11:00:

Elefant tötet Pfleger im Zoo

Am 20. Februar 2005 brachte der Jungelefant Abu im Zoo Schönbrunn in Wien seinen Pfleger um. Eine Tierrechtsaktivistin, die seit vielen Jahren gegen die Nutzung von nichtmenschlichen Tieren in Zoos kämpft, erklärt im Studio, warum dieser Vorfall vorauszusehen war, was, konkret, sie an Zoos kritisiert und wie sie sich die Zukunft der Zoos vorstellt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 11. – 17. MÄRZ 2005

Pelzdemos. Am 11. und 12. März wurde in Wien vor dem P&C in der Mariahilferstrasse, am 12. März auch in Linz vor dem P&C in der Linzer Landstrasse gegen Pelz demonstriert.

Brandanschlag gegen Pelztierfutterfirma. Am 15. März wurde ein Brandanschlag gegen die Pelzfarmfutterfirma in Pedersöre in Finnland durchgeführt. Pressemeldungen zufolge gelang es allerdings der Feuerwehr, 10.000 in den Firmengebäuden gelagerte Fuchspelze vor den Flammen zu retten.

Schwedische Kleiderkette Solo pelzfrei. Seit Februar 2005 gibt es eine Kampagne gegen die Kleiderkette „Solo“ mit 7 Filialen in Schweden. Jede Woche gab es mehrmals Demos, vor allem vor der größten Filiale in Malmö. Am Wochenende um den 13. März fand ein Aktionstag gegen Pelz in Malmö, mit 5 Demos vor 5 verschiedenen Geschäften, die Pelzverbrämungen verkaufen, statt. Eines dieser Geschäfte namens „Spirit“ unterzeichnete gleich einen Pelzverzicht ab sofort. Am Dienstag den 15. März unterzeichnete auch „Solo“ eine Garantieerklärung, keine Pelze mehr zu verkaufen. Das ist bereits die 5. erfolgreich abgeschlossene Kampagne in Schweden gegen Kleiderketten, die Pelz verkaufen.

54 Demos weltweit gegen kanadisches Robbenschlachten. Schon 1975 hat das Massaker an den weißen Robbenbabies auf den Eisschollen in Kanada für weltweite Empörung gesorgt. Es konnte ein Ende dieser Massenabschlachtungen erreicht werden. Doch seit einigen Jahren hat das Robbenmassaker wieder begonnen. Deshalb versammelten sich ca. 50 TierrechtlerInnen am 15. März am Opernring und zogen für 3 Stunden quer durch die Stadt Wien. Um 14 Uhr wurde der Botschaftsrätin Sheila Coutts in der kanadischen Botschaft eine von allen größeren Tierschutz- und Tierrechtsvereinen unterzeichnete Petition gegen das Robbenschlachten überreicht. Gleichzeitig mit der Demo in Österreich fanden weltweit 48 solche Demonstrationen in 28 verschiedenen Ländern statt. Am Wochenende davor sind bereits 6 Kundgebungen zum Robbenschlachten in Kanada abgehalten worden. Von den also insgesamt 54 Demos waren 18 in den USA, 6 in Kanada und 19 in Europa, aber auch 1 in der Türkei, 1 in Israel, 7 in Südamerika und 2 in Australien. Im Vorfeld dieses Aktionstages hatte die kanadische Regierung ihre BürgerInnen vor den verschiedenen Demonstrationen weltweit gewarnt.

Fleischdemos. Am 11. März gab es eine Demonstration gegen Fleisch sowohl am Grazer Hauptplatz, als auch in der Fussgängerzone in Freilassing und vor dem McDonalds am Taubenmarkt in Linz. Am 17. März gab es auch eine derartige Demo in Hallein in Salzburg.

Aus dem Schlachthof entkommenes Kalb überlebt. Das am 28. Februar aus dem Schlachthof Graz entkommene Kalb Paula, das auch mit Betäubungspfeilen nicht gestoppt, sondern erst mit Hilfe eines anderen Rindes in ein Transportfahrzeug gelockt werden konnte, hat jetzt überlebt. Weil Paula’s Flucht die Öffentlichkeit derartig bewegt hat, wurde sie wieder auf dem Hof aufgenommen, von dem aus sie zum Schlachthof geschickt worden war. Das Landwirtehepaar hat dafür vom Tierschutz eine Ehrenurkunde bekommen.

Weitere Erfolge der Anti-Käfigei Kampagne. Nachdem nach einer relativ kurzen Kampagne die Konditorei-Kette Aida in Wien garantiert hatte, keine Käfigeier mehr zu verwenden, hat jetzt die Firma Sacher nach einigem hin und her dieselbe Garantie abgegeben. Da ab 1. Jänner 2009 ein Legebatterieverbot kommt, möchte die Tierrechtsbewegung erreichen, dass keine ausländischen Käfigeier importiert werden, damit das Legebatterieverbot nicht noch in letzter Minute aus wirtschaftlichen Gründen wieder hinausgezögert wird.

Grausame Tierversuche an der Universität Wien. Am 15. März wurde bekannt, dass an der Kinderklinik der Universität Wien zahlreiche Rattenbabys im Tierversuch ertränkt wurden, um Langzeitschäden durch Sauerstoffmangel bei der Geburt zu untersuchen. Finanziert wurden diese grausamen Experimente von der Getränkefirma Red Bull. Schwangere Ratten wurden kurz vor der Niederkunft durch Genickbruch getötet und die Gebärmutter mit den Kindern verschieden lange unter Wasser gehalten, um eine mangelnde Sauerstoffversorgung bei der Geburt zu simulieren. Das „wissenschaftliche“ Ergebnis dieser Versuche lautet: Die Tiere mit Sauerstoffmangel tragen einen lebenslangen Schaden davon. Sie sind ängstlicher und leiden an Bewusstseinstrübungen und Verhaltensstörungen.

Benzinbombe gegen Versuchstierzüchterin. Am 11. März langten Todesdrohungen gegen Angestellte der Zuchtfarm von Meerschweinchen für Tierversuche der Familie Hall in Newchurch, Englang, ein. Drohbriefe gab es auch gegen FarmmitarbeiterInnen. Zusätzlich wurde eine Brandbombe vor dem Haus der Tochter der ZuchtfarmbesitzerInnen hinterlegt, die aber nicht explodierte, sondern offenbar als Drohung gedacht war.

Bärenfarmverbot in Vietnam. Auf Druck der Tierrechtsbewegung erliess das Landwirtschaftsministerium von Vietnam am 11. März ein Verbot von Bärenfarmen. In diesen Farmen werden Bären in winzigen Käfigen jahrzehntelang gehalten, um ihnen Gallensaft als Heilmittel abzuzapfen. Weltweit gibt es jetzt nur noch in Korea und China solche Farmen.

Kampagne gegen Hummerhaltung im Metro in Salzburg. Im Metro in Salzburg werden gefesselte Hummer lebend übereinander gestapelt zum Verkauf angeboten. Als ersten Erfolg der Kampagne gegen diese Haltung versprach Metro Zwischenböden in die Aquarien einzuziehen. 2 Hummer konnten am 14. März aus dem Metro befreit und in einem Gnadenhof untergebracht werden.

Aktion gegen Hummerfressgelage in England. Am 14. März hat die ALF ein Beisl in Bastonford, das ein Hummer-Fress-Fest organisieren will, mit Sprüchen an der Aussenwand beschmiert. „Scum“ [d.h. Abschaum], „Free the Lobsters“, „Lobster Liberation“ und „ALF“ war dort zu lesen. Es gibt schon seit geraumer Zeit Dauerdemos und run-ins gegen dieses Beisl wegen dessen alljährlichen Hummerfressfesten.

Hunde retten Menschenleben. Vor dem wohl sicheren Kältetod rettete ein Rottweiler einen Spaziergänger in Kematen (Tirol). Der Hund hatte den nach einem Insulinschock auf einem Feldweg zusammengebrochenen Mann gefunden und Hilfe geholt.
In Osteuropa rettete ein Hund namens Mischko seinem Nachbarn das Leben: der Mann war unter eine Schneewechte geraten und wäre erstickt, doch der Hund im Nachbargarten bemerkte ihn und schlug Alarm. Der Verschüttete konnte noch rechtzeitig geborgen werden.

Vorankündigungen:

Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag ab 12 Uhr Demo am Stefansplatz in Wien
12.-15. Mai: Kongress zu Alternativen zum Tierversuch in Oslo, http://www.interniche.org/conf2005.html
15. – 18. Juli: internationales Grassroots TR-Treffen in England, http://freedom.rbgi.net