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Tierrechtsradio
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Sendung vom 15.04.2005 11:00:

Das Robbenschlachten auf dem kanadischen Packeis

Nach jahrzehntelangen Protesten und einem temporären Ende des Robbengenmetzels ist es jetzt wieder erlaubt: heuer sollen ca. 320.000 Robben sterben. Eine Aktivistin im Gespräch darüber.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 8. – 14. APRIL 2005

Tierrechtsdemos. Am 8. und 9. April wurde jeweils vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen Pelz demonstriert.
Am 8. April gab es Kundgebungen gegen den Fleischkonsum am Grazer Hauptplatz und am Taubenmarkt in Linz vor der dortigen McDonalds Filiale.
Am 9. April demonstrierten TierrechtlerInnen auf der Linzer Landstrasse vor einer Benetton Filiale gegen den Import australischer Wolle.
Am 9. April wurde in Passau gegen den Zirkus Barelli demonstriert.
Anlässlich der Konzerte der Fantastischen Vier wurden auf betreiben der Künstler am 10. April vor der Salzburg-Arena und am 11. April vor der Wr. Stadthalle Demos für Vegetarismus abgehalten.

Freispruch für Anti-Pelz Aktivisten. Am 11. April wurden 2 Tierrechtler nach ihrer Verurteilung wegen Störung der öffentlichen Ordnung in der Berufung freigesprochen. Ein Kaufhaus Detektiv hatte behauptet, die beiden hätten durch Trillerpfeifen und Transparente in der P&C Filiale in Vösendorf bei Wien gegen Pelz demonstriert und dadurch die öffentliche Ordnung gestört. Der Richter meinte, das Entrollen von Transparenten sei keine Ordnungswidrigkeit und beim Pfeifen käme es dafür auf Intensität und Länge an. Eine Ordnungsstörung wäre in diesem Fall nicht vorgelegen.

China verspricht Reform seiner Pelzindustrie. Nach der die Welt schockierenden Veröffentlichung von undercover Aufnahmen auf chinesischen Pelzfarmen, auf denen zu sehen war, wie Pelztiere lebendig gehäutet wurden und als gehäutetes, über und über blutiges Wesen noch den Kopf aufgerichtet haben, stellte die chinesische Regierung eine Änderung in Aussicht. Das lebendige Häuten wurde in der entsprechenden Provinz verboten. China möchte nach Aussage der Regierung internationale Pelzfarmstandards annehmen.

US-amerikanische Modekette pelzfrei. Am 8. April gab die Modekette Gadzooks mit 150 Filialen in 36 Staaten der USA bekannt, dass sie nach einem Wechsel der Geschäftsleitung und einer Tierrechtskampagne seit November 2004, ab sofort keine Pelze mehr verkaufen wird.

500 Nerze befreit. In der Nacht auf den 7. April befreite die ALF alle 500 Zuchtnerze der Nerzfarm „Cà Bosco“ von Zanella Mario in Sabbioncello San Pietro in Italien. Alle Zuchtkarten und einige Käfige wurden zerstört. Es liegt ein Bekennerschreiben der ALF vor.

3 Brandsätze gegen Pelzfarm gefunden. Am 14. April wurden auf einer Nerzfarm in Blekinge, Schweden, 3 funktionierende Brandsätze entdeckt, bevor sie auslösen konnten. Die Polizei bezeichnete die Brandsätze als professionell. Sie wurden entschärft und untersucht.

Weitere Erfolge der Legebatteriekampagne. Am 14. April gab die Bäckerei Felber bekannt ab Juli 2005 keine Käfigeier mehr benutzen zu wollen, die Bäckerei Mann will sogar ab Mai nur mehr Freilandeier verwenden. Der steierische Tierschutzombudsmann veröffentlichte einen Bericht, nach dem seit Mai 2004, etwa 40% aller Legebatterien in der Steiermark entweder auf Alternativproduktion umgestellt oder bereits aufgehört haben.

Jäger tödlich abgestürzt. Am 8. April ist ein Jäger beim Auslegen von Lecksteinen am Reither Kogel im Alpbachtal in Tirol mehrere hundert Meter abgestürzt und gestorben. Bei Lecksteinen, die jagdbare Tiere durch ihren Mineralgehalt anlocken, sind meistens Jagdstände angebracht, sodass die JägerInnen die Tiere leichter abschiessen können.

Amerikanische Nerze zum jagdbaren Wild erklärt. Am 11. April erklärte die oö. Landesregierung den amerikanischen Nerz oder Mink zum jagdbaren Wild, d.h. er darf von JägerInnen geschossen werden. In den Pelztierfarmen wurden solche Minks gehalten. Durch Befreiungen, entweder selbst oder durch die Hilfe von TierrechtlerInnen, gelangten sie in die österreichischen Wälder und konnten sich vermehren, zumal der europäische Nerz bereits von PelzjägerInnen ausgerottet worden ist. Agrarlandesrat Dr. Josef Stockinger erklärte dazu: „Der Mink ist bei uns eine landfremde Tierart und eine Bedrohung für die bestehende Tier- und Pflanzengemeinschaft. Daher haben wir [...] den Mink zum jagdbaren Tier erklärt, um der Ausbreitung entgegen zu wirken.“ Nach Auskunft von JagdgegnerInnen ist die Erklärung des Mink zum jagdbaren Wild dadurch motiviert, dass die Jägerschaft sich einerseits über jedes weitere Opfer für ihre Passion freue, und andererseits im Mink einen Jagdkonkurrenten auf Niederwild und Vögel sähe.

Prozess gegen ÖVP-Agrarsprecher. Am 11. April fand der erste Tag im Prozess gegen den kärntner ÖVP-Agrarsprecher im Bezirksgericht Klagenfurt statt. Er wird beschuldigt vor den Landtagswahlen eine Tierrechtsdemo angegriffen und dabei ein Trasparent beschädigt und einem Aktivisten ins Gesicht geschlagen zu haben. Der Prozess wurde vertagt bis das Transparent als Beweismittel angeschafft worden ist.

10 Monate Gefängnis für Tierrechtsaktivisten. Am 4. April trat Johan Jaatinen in Schweden eine 10 monatige Gefängnisstrafe an, die er für seine offene Aktion gegen eine Brüterei von Legebatteriehühnern erhalten hatte. Johan Jaatinen hatte die Brutmaschinen abgedreht und zerstört und sich dann selbst der Polizei gestellt. Er argumentierte, dass er so die Küken vor einem grausamen Leben in Tierfabriken bewahren wollte.

Zirkus Knie in Graz mit illegalen Wildtieren. Seit 1. Jänner 2005 sind Wildtiere in Zirkussen verboten. Der Österreichischen Nationalzirkus Louis Knie gastiert bis 17. April in Graz, wobei er 3 Zebras, 2 Yaks und 1 Silberfuchs mitführt. Diese Tiere sind aber als Wildtiere im Zirkus verboten. Da aber die Behörden mit dem neuen Verbotsgesetz noch nicht vertraut sind, haben sie bisher noch nicht eingegriffen. Nach Anzeigen und Interventionen von Tierrechtsseite wurde zugesagt, dem Zirkus ab 18. April in Hartberg die Bewilligung für die Vorstellungen zu entziehen, bis er seine Wildtiere abgegeben hat.

Vorankündigungen:

Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag 13-15 Uhr Pelzdemo vor P&C Mariahilferstrasse in Wien; Info: 01 9291498, http://www.vgt.at
Demo gegen Tierversuche, Samstag 23. April 2005, 14 Uhr, Mariahilferstrasse Ecke Gürtel, Demozug bis 16 Uhr Abschlusskundgebung am Stefansplatz
12.-15. Mai: Kongress zu Alternativen zum Tierversuch in Oslo, http://www.interniche.org/conf2005.html
15. – 18. Juli: internationales Grassroots TR-Treffen in England, http://freedom.rbgi.net