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Kapitalismuskritik
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Sendung vom 07.10.2020 13:00:

Freiheit: Was ist sie? Wozu taugt sie? – Teil 2

Spricht die bloße Erlaubnis FÜR die demokratische Form der HERRSCHAFT?

Spricht es für sie, wenn sie – erstens – erlaubt, was doch ganz ohne staatliche Lizenz selbstverständlich sein sollte: Sich so seine Gedanken über die Welt machen, sich mit anderen privat oder politisch zusammenschließen, glauben, was man lustig ist und sich zwischen Bayrischem Wald und Ostfriesland frei bewegen!
Und warum soll man – zweitens – einem System seinen Segen erteilen, nur weil es erlaubt, die Klagen zu äußern, für die die demokratisch regierte Gesellschaft offenkundig permanent Gründe liefert?
Bemerkenswert zudem ist – drittens – dass ein ehemaliger Bundespräsident die Bürger mahnte, dass derjenige das Recht zur freien Meinung verwirkt, der es kritisiert!
Selbstverständlich sind diese Freiheiten – viertens – also gerade nicht: Wenn es der Erlaubnis durch die staatliche Gewalt bedarf, dass man sagen darf, was einem durch den Kopf geht, dann steht fest, dass diese Freiheiten auch nur im Rahmen der hiesigen Rechtsordnung gelten und jede Erlaubnis zugleich mit einer staatlich verfügten Beschränkung einhergeht.

Oder ist das alles ohnehin nur „falsche Freiheit“, wie einige linke Kritiker meinen?

DISKUSSION:
Zum Thema „Die Privatsphäre – das Reich der Freiheit“ kann man auch andere Audiovorträge anhören, z.B. hier:
„Sex, Liebe, Familie“ – http://doku.argudiss.de/?Kategorie=all#444
„Familie – Ort des Glücks, des Psychoterrors und des Amoklaufs“ – http://doku.argudiss.de/?Kategorie=all#357

Frage: Warum macht der Staat einen Unterschied zwischen Meinungs- und Glaubensfreiheit?
Antwort: Um klarzustellen, daß der Staat der Gewährer der Freiheit ist und weltliche Beschwerden sich an IHN zu dirigieren haben. So ist die Meinungsfreiheit eingerichtet.
Bei der Religion wenden sich die Betroffenen gleich an eine jenseitige Instanz, da braucht sich der Staat weniger Sorgen zu machen. Obwohl er auch da ein wachsames Auge drauf hat, siehe: „Staat und Kirche“ – http://doku.argudiss.de/?Kategorie=all#263

Frage: Wie schaut es aus mit dem anarchistischen Freiheitsgedanken?
Antwort: 1. Er verkennt das Wesen der bürgerlichen Freiheit, indem er sie als unvollkommen bezeichnet.
2. Er fordert eigentlich nichts. Er ist leer.

– – etwas unklarer Beitrag von jemandem, der sich selbst nicht auskennt, aber wissen will, wohin es nach der Befreiung geht – –
Antwort: Es kommt eben sehr darauf an, WOVON man sich befreien will.

Frage: Es ist doch ein Unterschied zwischen Willens- und Handlungsfreiheit, und warum sollte letztere selbstverständlich sein?
Antwort: Die Trennung zwischen Willens- und Handlungsfreiheit ist bereits ein Reflex auf die bürgerliche Eigentumsordnung, wo die Freiheit sich nur in bestimmter Weise betätigen darf.

FRage: Ist der Wille frei oder determiniert?
Antwort: Diese Debatte gibt es, es reicht aber die Zeit nicht mehr, sie erschöpfend darzustellen.

Playlist / Zusatzinfo:

Freerk Huisken | Freiheit II | 55 Min.

Zum Nachhören