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Sendung vom 15.07.2005 11:00:

Vegan Fitness Activity Week

Von 20. - 29. 6. trafen sich VeganerInnen aus aller Welt in Manchester, England, um sich über Sport auszutauschen und ihn gemeinsam zu betreiben. Ein Besucher erzählt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 9. – 14. JULI 2005

Tierrechtsdemos. Am 8. und 9. Juli wurde vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen Pelz demonstriert.
Am 8. Juli gab es in Linz eine Kundgebung gegen den Fleischkonsum.

Demos und Aktionen gegen Singvogelfang und Rauch-Kallat. Am 8. Juli wurde vor der Hofburg gegen den Singvogelfang demonstriert, weil Ministerin Rauch-Kallat, die den Singvogelfang wieder erlauben will, dort einen Kongress eröffnete. Eine Kongressdelegierte aus Luxemburg meldete sich während Rauch-Kallats Rede zu Wort und forderte die Ministerin auf zu gehen, weil sie als Tierquälerin kein Mandat hätte einen Friedenskongress zu eröffnen.
Am 9. Juli wurde in 6 Städten Österreichs, in Wien am Stefansplatz, in Graz in der Herrengasse, in Linz am Taubenmarkt, in Salzburg am Alten Markt, in Innsbruck bei der Annasäule und in Dornbirn am Marktplatz, gleichzeitig gegen den Singvogelfang demonstriert.
Ebenso am 9. Juli protestierten TierrechtlerInnen bei der Spatenstichfeier mit Ministerin Rauch-Kallat in St. Andrä am Zicksee im Burgenland. Mit einem Megaphon wurde die Rede der Ministerin unterbrochen. Die AktivistInnen forderten ihren Rücktritt.
Am 11. Juli wurde vor dem Palais Eschenbach in Wien, dem Sitz des Österreichischen Gewerbevereins, anlässlich einer Podiumsdiskussion mit Rauch-Kallat zum Thema „Halt! Gewalt!“ demonstriert. 8 AktivistInnen sprangen während Rauch-Kallats Redebeitrag auf und entfalteten ein Transparent und informierten lautstark über die Gewalt gegen nichtmenschliche Tiere, die von Rauch-Kallat ausgeht.
Am 12., 13. und 14. Juli wurde vor dem Ministerium von Rauch-Kallat in Wien demonstriert.
Am 13. und 14. Juli gab es in Graz in der Herrengasse Demos gegen den Singvogelfang und gegen Rauch-Kallat.

Wissenschaft und Kunst gegen den Singvogelfang. Am 13. Juli erschienen in den Tageszeitungen „Presse“ und „Standard“ halbseitige Anzeigen gegen den Singvogelfang, die von 42 UniversitätsprofessorInnen und 17 Prominenten aus Kunst und Kultur unterzeichnet sind. Darin wird Rauch-Kallats Versuch das Tierschutzgesetz zu verschlechtern kritisiert und der Verbot des Singvogelfangs gefordert.

Pickerl gegen Rauch-Kallat – 2 Festnahmen. Am 8. Juli wurden 2 TierrechtlerInnen in Graz festgenommen und auf die Polizeiwache geführt, weil sie kleine Aufkleber gegen Rauch-Kallat verteilt hätten. Sie wurden wegen Beleidigung der Ministerin angezeigt. 10.000e dieser Pickerln finden sich bereits aufgeklebt an vielen Stellen in ganz Österreich.

Breite Front gegen Rauch-Kallat und den Singvogelfang. Am 11. Juli erklärte Ministerin Rauch-Kallat bei einer Konfrontation mit TierschutzaktivistInnen, dass sie für den Singvogelfang nicht zuständig wäre, weil es sich dabei um Artenschutz und nicht Tierschutz handle. In einer Reihe von Aussendungen verschiedenster Gruppen und Parteien, von den Grünen über die sozialdemokratischen TierärztInnen und die Tierschutzombudsschaften bis zu allen Tierschutzvereinen wurde diese Position der Ministerin heftig kritisiert. Natürlich falle der Singvogelfang unter das Tierschutzgesetz und damit in die Kompetenz der Tierschutzministerin.

TR-Buchpräsentation an der Uni Wien. Am 12. Juli wurde ein neues wissenschaftliches Buch zu Tierrechten und der Tier-Mensch Beziehung im Kleinen Festsaal der Uni Wien bei Sektempfang und veganem Buffet präsentiert. Vor praktisch vollem Saal sprachen Prof. Franz Wuketits, die TS-Sprecherin der Grünen Brigid Weinzinger, die grüne Landtagsabgeordnete Madeleine Petrovic und der Autor selbst. Das Buch möge als Diskussionsgrundlage für eine gesellschaftsweite Neuorientierung in der Tier-Mensch Beziehung dienen, war der einhellige Tenor.

Neue Erfolge der Legebatterie-Kampagne. Am 11. Juli erklärte die Bäckerei Auer in Graz ab sofort auf Freilandeier umzustellen. Am 14. Juli gab die Firma Resch&Frisch bekannt, ebenfalls ab sofort keine Käfigeier mehr benutzen zu wollen und sich sogar unabhängig kontrollieren zu lassen. Wolf Nudeln werden bereits teilweise und ab Oktober vollständig mit Bodenhaltungseiern produziert.

Brandanschlag auf Legebatterie. Am 14. Juli wurden der Verkaufsraum, das Büro und die Garage der Legebatterie Fridtuna Ägg in Ljungby, Schweden, bei einem Brandanschlag völlig zerstört. Der Schaden wird mit vielen Millionen Euro angegeben. Die ALF hat sich bereits zu der Aktion bekannt.

Jäger erschiessen mehr Tiere. Die neue Jagdstatistik zeigt einen Anstieg von insgesamt 8% aller durch JägerInnen getöteten Tiere im Jagdjahr 2004/2005 im Vergleich zum Vorjahr.

Betrunkener Jäger schiesst in Wut auf Wanderer. Am 11. Juli schoss ein 75 jähriger Jäger in einem Waldgebiet bei Lüdendorf in Deutschland auf einen Mann, der seinen Hund nicht angeleint hatte. Das Projektil verfehlte sein Ziel. Der Jäger wurde aber von der Polizei festgenommen und zur Ausnüchterung über Nacht auf der Wache behalten: er war völlig betrunken.

30.000 Nerze befreit. Am 8. Juli befreite die ALF fast alle der 35.000 Nerze einer Pelzfarm in Santiago de Campostela in Nordwestspanien. Die AktivistInnen hinterliessen die Sprüche „Tierbefreiung jetzt!“, „Zerschlagt die Mauern, zerstört die Gefängnisse!“ und „ALF“ an einer Mauer.

Brandsatz bei P&C in Hannover. In einem anonymen Schreiben, das am 10. Juli beim Hamburger Verein die tierbefreier e.V. einging, berichtet eine Zelle der ALF von einem zigarettenschachtelgroßen Brandsatz, der am 5. März bei Peek & Cloppenburg in Hannover deponiert wurde. Ziel sei es gewesen, das Sprenklersystem von P&C auszulösen, um einen Wasserschaden hervorzurufen. Der Zeitzünder sei so eingestellt gewesen, dass er sich in der Nacht aktiviert, wenn sich keine KundInnen im Kaufhaus befinden.

Tierschutz größte Gefahr für nationale Sicherheit. „Wir haben die islamistische Szene im Griff“, signalisiert der österreichische Verfassungsschutz anlässlich der Bombenanschläge in London in den Medien. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung spricht in seinem jüngsten Bericht allerdings von einer mittelfristigen Gefährdung und potenziellen Anschlägen in Österreich. Das ändere aber nichts daran, dass seit Jahren Aktivitäten militanter Tierschützer als konkreteste Bedrohung in Österreich gelten würden.


Vorankündigungen:

Tägliche Demos in Wien zu verschiedenen Zeiten gegen Rauch-Kallat und den Singvogelfang;
Info: 01 9291498, www.vgt.at
Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag 13-15 Uhr Pelzdemo vor P&C Mariahilferstrasse in Wien
15. – 18. Juli: internationales Grassroots TR-Treffen in England, http://freedom.rbgi.net


Playlist / Zusatzinfo:

Coldplay - Parachutes