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Globale Dialoge
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Sendung vom 22.11.2005 13:00:

Titel 1: Die Schwestern Mirabal Titel 2: Unerwünscht und doch unentbehrlich

Titel 1: Symbol für den Widerstand Ein Porträt von drei mutigen Frauen Titel 2: Ein Gespräch mit Sonia Pierre, Präsidentin der dominiko-haitianischen Frauenbewegung MUDHA

Titel 1: Die Schwestern Mirabal - Symbol für den Widerstand
Ein Porträt von drei mutigen Frauen

Am 25. November 1960 wurden die drei oppositionellen Schwestern Patria, Minerva und María Teresa Mirabal vom Geheimdienst des dominikanischen Diktators Trujillo in einem Hinterhalt ermordet. 1981 wurde ihr Todestag beim ersten Kongress lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogotá/Kolumbien zum „Dia Internacional de la No-Violencia contra la Mujer“, dem „Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Fauen“ ausgerufen. Jährlich begehen diesen Tag seither Frauenorganisationen aller Welt, um Gewalt gegen Frauen zu thematisieren und öffentlichen Raum für Frauenanliegen ein zu fordern.

Sendungsgestaltung: Helga Neumayer (Frauensolidarität, Österreichisch-Dominikanische Gesellschaft)

Titel 2: Unerwünscht und doch unentbehrlich - Dominico-Haitianerinnen in der Zwischenwelt
Ein Gespräch mit Sonia Pierre, Präsidentin der dominiko-haitianischen Frauenbewegung MUDHA

Dominiko-Haitianerinnen, so bezeichnen sie sich selbst, sind die nachfolgende zweite, dritte, vierte Generation haitianischer Migranten und Migrantinnen in der Dominikanischen Republik.
Sie leben am Rande der Gesellschaft. Unerwünscht. Gibt es soziale Konflikte oder Preiserhöhungen, will die dominkanischen Regierung von Problemen ablenken, ist bald der Südenbock gefunden: die Nachbarn – die anders Sprechenden, anders Aussehenden, die ganz Schwarzen, die HaitianerInnen eben.
Aber auch unentbehrlich, denn zur Zeit der Zuckerrohrernte holt die Regierung jährlich 30.000-35.000 haitianische Arbeitskräft ins Land.
MUDHA – Mujeres Unidas Dominico-Haitianas – kämpft seit Jahrzehnten um die Rechte von Frauen und Kindern haitianischer Abstammung und der Verbesserung ihrer Lebenssituation. Sonia Pierre schreckte trotz Morddrohungen nicht davor zurück, die dominikanische Regierung vor den internationalen Menschenrechtsgerichtshof zu bringen. Für ihren Einsatz und Mut verlieh ihr amnesty international 2003 die „Ginetta Sagan-Auszeichnung für Menschenrechte“.

Sendungsgestaltung: Ulla Ebner und Sonja Rappold (beide Österreichisch-Dominikanische Gesellschaft)


Musik von Xiomara Fortuna (Dominikanische Republik) und Emeline Michel (Haiti) erhältlich bei Südwind-Weltmusik: http://www.suedwind.at; Tel: 94 27 566

Österreichisch-Dominikanische Gesellschaft www.wuk.at/austrodominic