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Tierrechtsradio
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Sendung vom 12.12.2003 11:00:

Bundestierschutzgesetz

Es diskutieren live Mag. Brigid Weinzinger, die Tierschutzsprecherin der Grünen im Parlament, und Dr. Norbert Schauer von JuristInnen für Tierrechte.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VOM 12. DEZEMBER 2003

Pelzgroßdemo Wien. Wie schon im letzten Jahr trafen sich die PelzgegnerInnen am letzten Samstag im November in Wien um lautstark gegen den Handel mit Pelzen zu demonstrieren. Die etwa 100 DemonstrantInnen sammelten sich in der Mariahilfer Straße auf Höhe des Kaufhauses P&C - einer jener Kaufhausketten, die nach wie vor Echt-Pelz in ihrem Sortiment führt – und marschierten dann zum Stephansplatz wo etwa gegen 16:00 Uhr eine große Abschlusskundgebung mit der Präsentation des Films, der von den Ergebnissen der neuen VGT-Recherche über die Pelzfarmen Skandinaviens berichtet, abgehalten wurde.

Pelzdemos. Kleine Pelzdemos gab es in Wien von 14. November bis 11. Dezember insgesamt 18 Mal, sowie 4 mal in Linz und 2 mal in Innsbruck.

Pelztierbefreiungen. In den frühen Morgenstunden des 5. November befreite die ALF nachts 40 Chinchillas, ein Kaninchen und ein Frettchen aus der Pelzfarm von Begona in Spanien. Die Farm war im Keller eines Hauses, bewacht von einem Hund. 20 der Chinchillas wurden freigelassen, 20 bekamen ein neues Zuhause bei Menschen. Alle leeren Käfige und alle vorhandenen Geräte wurden zerstört.
Am Montag den 3. November befreite die ALF 60 Nerze aus einer Pelzfarm in Sölvesborg, auf einer Halbinsel an der Südspitze von Schweden, in einer Gegend mit 70 der 140 schwedischen Nerzfarmen. Etwa 100 Käfige waren bei Ankunft des Farmers geöffnet, und 60 Nerze fehlten.
Erst jetzt wurde bekannt, dass am 8. September 2003 eine Gruppe von TierrechtsaktivistInnen in Forli, Italien, versucht hatte, Nerze aus einer Pelzfarm zu befreien. Die BefreierInnen mussten flüchten, nachdem ein Alarm losgegangen war. Von dieser Farm wurden in den letzten 2 Jahren bereits 2 Mal Nerze befreit: im Oktober 2001 10.000 Nerze und im Dezember 2002 wiederum einige tausend Nerze aus insgesamt 4 Käfigreihen.
Am 1. November wurden in Korsholm, Boskas, Finnland, alle 500 Füchse der Fuchsfarm mit Henna gefärbt. Alle Zuchtkarten wurden entfernt.
In Spanien wurden am 11. Dezember 12 Nerze aus einer Nerzfarm befreit, 20 Käfige waren geöffnet worden. Die Nerze sind dann sorgfältig an einem Fluss freigelassen worden. Laut ALF waren viele tote Nerze auf der Farm, und die Bedingungen waren generell sehr unhygienisch.

137 Fenster von Pelzgeschäften eingeschlagen. In der Nacht auf den 9. November hat die ALF in Schweden in einer koordinierten Aktion in insgesamt 30 Pelzgeschäften rund 80 Schaufenster eingeschlagen. Einige Fassaden wurden mit roter Farbe überschüttet, Sprüche angesprüht, Kieselsäure auf die Gläser aufgetragen und einige Türschlösser verklebt.
Am 15. und 16. November, weniger als 1 Woche später, wurden weitere 57 Schaufenster von 4 Pelzgeschäften in Tranas, einer schwedischen Pelzmetropole, eingeschlagen. Bei allen Geschäften wurden auch die Schlösser verklebt. Einen Tag später wurde Sakis Pelze noch einmal besucht und die Fassade mit Sprüchen besprüht und ein Fenster eingeschlagen. Ebenso wurden bei Palsbruno noch einmal Sprüche an der Fassade hinterlassen.

Kaufhäuser ohne Pelz. Die kanadische Kaufhauskette Aldo und die schwedische Kaufhauskette Zara haben Tierrechtsgruppen schriftlich bestätigt, dass sie keine Tierpelze mehr führen werden. In Österreich will die Firma Tschibo ab nächster Saison auch keine Kaninchenpelze mehr verkaufen. Nach einer 3-jährigen Kampagne sind die meisten neuseeländischen Kaufhäuser aus dem Pelzhandel ausgestiegen.

Diskussion zum Bundestierschutzgesetz. Am 9. Dezember fand abends eine Diskussionsveranstaltung zwischen ca. 50 TierrechtlerInnen und den TierschutzsprecherInnen der vier Parlamentsfraktionen statt. Während die Grünen und die SPÖ der Kritik am Gesetzesentwurf zustimmten und ebenso wollten, dass die Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens 1996 aufgenommen würden, fand die ÖVP, dass das nicht notwendig wäre. Die FPÖ würde weder ein Legebatterieverbot noch eine Tieranwaltschaft begrüssen.

Tiertransporte: Plüschtieraktion in Brüssel. Als Teil einer europaweiten Kampagne der European Coalition for Farm Animals überreichten die VertreterInnen zahlreicher europäischer Tierschutzorganisationen am Montag, dem 17. November in Brüssel den dort tagenden AgrarministerInnen Unmengen von Plüschtieren. Die Stofftiere wurden in den letzten Monaten in ganz Europa gesammelt und in als Tiertransportern nachempfundenen LKWs nach Brüssel verfrachtet. Die Aktion soll auf die europaweiten und internationalen Tiertransporte aufmerksam machen. Die Plüschtiere wurden im Anschluss an die Aktion an bedürftige Kinder in Polen abgegeben.

Tiertransportdemo Salzburg. Am 14. November demonstrierten TierrechtlerInnen vor dem Salzburger Kongresshaus anlässlich der dort stattfindenden Agrarministertagung der EU gegen Tiertransporte, die von den AgrarministerInnen hoch subventioniert und damit profitabel gemacht werden.

Brandanschlag auf Fischfirma. Am 28. November wurde in Bournemouth, England, ein Brandanschlag auf die LKWs der Firma M&J Seafoods ausgeführt. 11 LKWs wurden beschädigt, davon 6 schwer.

Tierversuche für Hundefutter an der VetMed Wien gefilmt. Eine Tierrechtlerin hatte undercover an der VetMed in Wien Versuche von Tierexperimentator Zentek an Hunden für Hundefutterfirmen gefilmt. Die Hunde werden in Käfigen gehalten. Fotoaufnahmen aus dem Versuchslabor zeigen außerdem in Gläsern aufbewahrte Harnblasen und andere Tierorgane, die von in Versuchen getöteten Katzen stammen. Gegen diese Tierversuche wurde am 4. Dezember in Wien demonstriert. Profil hatte bereits Ende November aufgedeckt, dass die VetMed nicht-angemeldete Versuche an Pferden durchführt.

Versuchslabor Covance infiltriert. Ein Tierrechtler arbeitete 4 Monate im Versuchslabor Covance in Münster, Deutschland, und filmte verdeckt Versuche, u.a. Giftigkeitstests, an Primaten, sowie vorsätzliche, sadistisch motivierte Tierquälerei an den Versuchsaffen durch die sogenannten TierpflegerInnen. Covance gehört mit 2000 Affen, Rhesusaffen, Javaneraffen und Pinselohräffchen, zu den größten Primatenversuchslabors Europas.

Tierversuchsdemo. Am 15. November gab es eine Demo gegen die Versuchstierzucht Morini in San Polo d'Enza nahe Bologna in Italien. Insgesamt 1500 Personen nahmen an der Demonstration teil, 600 PolizistInnen bewachten die Zuchtfarm. Die meisten Geschäfte in San Polo d'Enza hatten ihre Auslagen verbarrikatiert und waren geschlossen.
Am 27. November wurde in Innsbruck gegen HLS demonstriert.

Aktionen gegen Tierversuche. Erst jetzt wurde bekannt, dass am 19. Juli 2003 3 Molotovcocktails gegen die Bürogebäude der Lieferfirma Traini&Torresi, die mit der Versuchshundezucht Morini zusammenarbeiten, in Mailand, Italien, geworfen worden waren.
Am 11. November verübte die ALF in England einen Brandanschlag gegen 2 Fahrzeuge von Affenhändlern, die für HLS Makaken aus Indonesien für Tierversuche importieren. Beide Fahrzeuge wurden vollständig zerstört. Kurz darauf wurde auch das Privatauto einer der beiden Affenhändler in dessen Hauseinfahrt zusätzlich schwer beschädigt.
Am 10. Dezember wurde sowohl in Münster, Deutschland, als auch in Mailand, Italien, verfaulendes Gemüse bzw. eine Menge von Kot vor den Hauseingängen von TierexperimentatorInnen abgeladen.

Aktion gegen Zillertaler Jagdtage. Als Aktion gegen die 1. Zillertaler Jagdtage wurde am 14. November in der Nacht ein 4 m langes Transparent, mit der Aufschrift "Zillertaler Mordtage" an der Ortseinfahrt von Zell am Ziller an einer Brücke über der Straße angebracht. Weiters wurden Flugblätter gegen die Jagd plakatiert und verteilt.

Jagdunfälle. Am 25. November schoss ein Jäger bei der Treibjagd einem 17-jährigen Treiber in die Beine. Am 1. Dezember schoss ein Hund in Espelette in den Pyrenäen einen Jäger an. Das Tier war im Auto des Mannes an den Abzug der geladenen Waffe geraten..

Demo für DelfinretterInnen. Zwei AktivistInnen der Tierrechtsorganisation "Sea Shepherd" wurden nach der Rettung von 15 Delfinen in Japan 22 Tage inhaftiert – das erstellte Foto und Filmmaterial vom Delfinschlachten in der Bucht von Taiji wurde von den japanischen Behörden kurzerhand für illegal erklärt. Am 10. Dezember gab es daher einen internationalen Protesttag vor den japanischen Botschaften. Auch in Wien wurde vor der japanischen Botschaft demonstriert und TierrechtlerInnen überreichten dem Botschafter eine Protestnote. Die beiden AktivistInnen von Sea Shepherd wurden am 11. Dezember gegen die Bezahlung von 8000 US-Dollar auf freien Fuss gesetzt.

Anbindehaltung in Schweinefabrik. Am 23. November deckten TierrechtlerInnen im Bezirk Kirchdorf auf, dass 100 verwahrloste Schweine in einer Schweinefabrik dauerhaft an den Boden gekettet sind, sodass sie nicht einmal aufstehen können. Die Tiere müssen gänzlich ohne Einstreu auskommen und liegen in ihren eigenen Exkrementen. Der Betreiber wurde angezeigt.

Zirkusdemos. Am 15. November wurde in Linz gegen den Tierzirkus Belly-Wien demonstriert. Bei einer Demo vor dem Zirkus Krone – Stars in der Manege – in München, wurde ein Tierrechtler vom Elefantendompteur niedergeschlagen.


Vorankündigungen

Pelzdemos: täglich in Wien, Anfrage unter 01 9291498
Jeden Freitag und Samstag vor dem P&C in der Mariahilferstrasse, und jeden Samstag am Stefansplatz
Am 12. und 13. Dezember in Graz und am 13. Dezember eine Großdemo in der Salzburger Innenstadt.