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Globale Dialoge
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Sendung vom 21.02.2006 13:00:

1) Irakische Frauen und Jugendliche zwischen Hoffnung und Horror 2) Rosenkrieg und faire Blumen

1) Die Regionalkoordinatorin von „Women for Women International“, Manal Omar, im Gespräch mit Mary Kreutzer 2) Arbeitsbedingungen in der Schnittblumenproduktion

1) Zwischen Hoffnung und Horror
Manal Omar im Gespräch über irakische Frauen und Jugendliche

„Als dann auch noch meine Freundin Margaret entführt und ermordet wurde,
brach ich zusammen und verließ Bagdad. Doch eines möchte ich
klarstellen: Ich habe vor dem Terror nicht resigniert. Unsere Umfragen
unter Frauen im Irak haben ergeben: 90 % sehen der Zukunft mit
Optimismus entgegen.“

Manal Omar, die Regionalkoordinatorin von „Women
for Women International“, lebt zur Zeit in Jordanien und baut die Büros
im Irak, Afghanistan und dem Sudan auf. Sie war im Jänner auf Einladung
der „Frauen ohne Grenzen“ zu Besuch in Wien und berichtete von der
aktuellen Menschenrechtssituation im Irak, von der Ethnisierung des
Konflikts, von sexualisierter Gewalt gegen Frauen und ihrem Kampf gegen
die Einführung der islamischen Rechtssprechung, der Sharia.

Eine Sendung von Mary Kreutzer www.wadinet.at

2) Rosenkrieg und faire Blumen


Anlässlich zweier blumiger Ereignisse der Sonderklasse – dem Valentinstag und dem Opernball – rückte eine ecuadorianische Schönheit ins mediale Rampenlicht: die langstielige, großköpfige Rose, die ähnlich wie Bananen und Kaffee unter wenig rosigen Bedingungen produziert wird.
Seit Jahren kämpfen NGOs wie Südwind und FIAN gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf den Rosenfarmen der südlichen Hemisphäre, die vor allem zu Lasten der dort beschäftigten Frauen gehen.
Im Interview mit Women on Air berichtet Anja Appel als Vertreterin des Flower Label Programs (FLP) über die aktuellen Ziele, Erfolge und die technische Umsetzung der Kampagne im Kampf um die Verbreitung eines internationalen Verhaltenskodex’ in der Blumenproduktion. Sie klärt auch über Unterschiede und Hintergruende der verschiedenen am Markt präsenten Labels auf.
Über die weitreichenden Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in puncto Arbeitszeiten, Löhne, gesundheitliche Betreuung, Mitbestimmung und Gleichberechtigung durch die Einführung der FLP-Richtlinien erzählt die 25-jährige Ecuadorianerin Rosa Paulin Vilca Chiguano. Als Vertreterin der ArbeiterInnenschaft, die auf den Rosenfarmen zu 80% aus Frauen besteht, fordert sie die KonsumentInnen in Europa auf, sich beim Kauf solidarisch zu zeigen und zertifizierte Rosen zu wählen.

Sendungsgestaltung: Caroline Haidacher, Eva Reinbacher
Verwendete Tondokumente: Interview mit Anja Appel, geführt von Eva Reinbacher, Wien,
Februar 2006
Interview mit Rosa Paulina Vilca Chiguano, geführt von Noelia
Sàrria Sanchez, Wien, Februar 2006
SprecherInnen: Caroline Haidacher, Eva Reinbacher
Musik: Acropolis
Gustavo Pazos Conde, Ester Steenbergen: Papas Calientes, 1998
Los Cochas
Wiener Philharmoniker/Karajan: An der schönen blauen Donau
Länge: 23 min

Webtipps: Flower Label Program: http://www.fairflowers.de
Foodfirst Information and Action Network: http://www.fian.at
Südwind Agentur: http://www.oneworld.at
Fair Flowers Fair Plants: http://www.fairflowersfairplants.com

Musik zu bestellen bei http://www.suedwind.at