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Tierrechtsradio
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Sendung vom 13.01.2006 11:00:

Gerichtsprozesse nach den Jagdsabotagen im Herbst 2005

Es sind bereits 3 Prozesse der Jäger gegen TRler eingebracht worden: Besitzstörung und üble Nachrede. Zusätzlich gibt es zahllose Anzeigen wegen Jagdstörung. Gibt es die Wegefreiheit in Österreich?

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 6. – 12. JÄNNER 2006

Pelzdemos. Am 5. Jänner wurden auf der Maria Theresienstrasse in Innsbruck sowohl ein Infostand gegen Pelz abgehalten, als auch in provokanter und künstlerischer Weise Strassentheatersequenzen vorgeführt, die das Töten und Häuten von Pelztieren thematisierten und PassantInnen in die Szenen einbezogen.
Am 6. und 7. Jänner wurde vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien und am 7. Jänner auch am Stefansplatz in Wien gegen Pelz demonstriert.
Am 7. Jänner wurde in Linz vor dem P&C eine Pelzdemo abgehalten. Andere AktivistInnen verklebten am selben Tag zahllose Anti-Pelz-Pickerl auf Kleidungsstücke und in Umkleidekabinen in derselben Filiale.

Schächtdemo in Krems. Anlässlich des islamischen Opferfestes „Kurban Bayrami“ am 10. Jänner, wurde am 7. Jänner in Krems eine Kundgebung gegen das religiöse Schächten abgehalten.

JägerInnen klagen TRlerInnen. Nach den 2 grossen Jagdsabotagen im November 2005 im Bezirk Weiz in der Steiermark antworten die JägerInnen mit einer Klagswelle. 2 TRlerInnen sind wegen Besitzstörung vor Gericht, der Verein Gegen Tierfabriken wurde aufgrund der Verbreitung von Informationen über die Jagdsabotagen wegen Beleidigung und übler Nachrede geklagt. Mit einer Einstweiligen Verfügung soll der Bericht von der Webseite des TR-Vereines verbannt werden.

EU-Kommission verbietet Dänemark mehr Tierschutz bei Schlachttransporten. Die EU hat Dänemark untersagt, den Tierschutz bei Schlachttransporten auszudehnen. Mitgliedstaaten dürften keine Regelungen einführen, die strenger als die in der Direktive festgelegten sind, ließ der stellvertretende EU-Kommissionsvorsitzende Günter Verheugen am 11. Jänner wissen. Begründung: Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, müssten klar festgelegte Kriterien in der ganzen Gemeinschaft gelten. Im Sommer 2005 hatte das dänische Parlament Sonderregelungen erlassen, um den letzten Weg von Schlachttieren etwas weniger quälend zu gestalten, so durften Transportzeiten höchstens 8 Stunden pro Tag betragen und mehrgeschossige Transportfahrzeuge wurden verboten, in denen die Tiere durch die Fliehkraft noch stärker hin- und hergeworfen werden.

Stallgebot für Freilandhühner droht erneut. Nach dem erneuten Ausbruch der Vogelpest in der Türkei hat die EU nach dem bereits seit Oktober 2005 gültigen Importverbot von Geflügel in der 2. Jännerwoche auch den Import Vogelfedern verboten. Im kommenden Frühjahr wird es laut Gesundheitsministerium das Freilandverbot für heimisches Geflügel aus heutiger Sicht sicher wieder geben. In Österreich werden 7 kg Huhn pro Jahr und pro Person verzehrt, 92 % davon stammen aus Österreich. Mehr als 62 Millionen Hühner werden in Österreich pro Jahr geschlachtet.

Wildschwein flieht vor Treibjagd in ein Haus – erschossen. Am 9. Jänner flüchtete in Barbing in Deutschland ein Wildschwein vor einer Treibjagd durch ein Kellerfenster in ein Einfamilienhaus. Es legte sich erschöpft ins Bett und schlief ein. Als die menschlichen BewohnerInnen das Wildschwein entdeckten, riefen sie die JägerInnen, die es sofort erschossen.

Streckenlegung nach Salzburger „Fuchsnacht“ gering. In Salzburg wurde am 8. Jänner eine allgemeine nächtliche Fuchsjagd ausgerufen, weil diese Tiere im Mondlicht bei Schneelage leichter zu erschiessen sind. TRlerInnen protestierten gegen diese Aktion, weil es ausser der Unterhaltung für die Jägerschaft keinerlei Begründung für eine Fuchsjagd gibt. Bei der Streckenlegung in Obertrum wurden 6 Füchse und 6 Marder von stolzen JägerInnen tot präsentiert.

2 Jagdhunde töten 7 Schafe. In St. Martin in OÖ rissen 2 Hunde eines Jägers alle 7 Schafe einer Schafzüchterin. Die offenbar auf Schärfe abgerichteten Tiere benötigten nur wenige Minuten um die Schafe zu töten. Gegen den Jäger wurde Anzeige erstattet.

Walfänger rammt Greenpeace Schiff. Insgesamt 3 Schiffe von TRlerInnen versuchen im Moment in der Antarktis japanische Schiffe am Walfang zu hindern. Einer der Walfänger namens Nisshin Maru rammte daraufhin am 9. Jänner das Greenpeace Schiff Artic Sunrise auf offener See und hinterliess eine 1,5 m tiefe Delle in der Schiffsseite. Die Arctic Sunrise blieb aber seetauglich.

28 Versuchshunde befreit. Erst jetzt wurde bekannt, dass wenige Stunden nach Neujahr 28 Beaglehunde aus dem Tierversuchslabor der Veterinärmedizin der Universität in Madrid befreit worden sind. Die BefreierInnen kritisieren in einer Aussendung vom 9. Jänner die unhygienischen Bedinungen, unter denen die Hunde im Versuchslabor leben mussten. Im Kot auf rostigem Metallboden waren bereits einige Hunde verendet.

Brandanschlag gegen Fleischtransporter. Am 9. Jänner wurde ein Transport-LKW am Schlachthof in Udine, Italien, angezündet. Eine Waschanlage brannte ebenfalls ab. Zusätzlich wurden andere Fahrzeuge beschädigt. Ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro ist dabei entstanden.

Vorankündigungen:
Jeden Samstag 13-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien und 16-20 Uhr am Stefansplatz
14. und 15. Jänner Diskussionsveranstaltung zum Thema „Mitbürger Tier“ am ZKM in Karlsruhe, Deutschland.
4. Februar Pelzgroßdemo in Zagreb