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Tierrechtsradio
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Sendung vom 24.03.2006 11:00:

Jäger klagen Webseite wegen Beleidigung

Ein Jäger fühlt sich durch den Bericht über eine Jagdsabotage auf www.vgt.at beleidigt - Klage. Es sei nicht gefährlich, während einer Jagdstörung mitten unter AktivistInnen zu schiessen.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 17. – 23. MÄRZ 2006

Tierrechtsdemos. Am 17., 21. und 23. März wurde am Hauptplatz in Graz und am 18. März am Stefansplatz in Wien für Tierrechte demonstriert.
Am 17., 18. und 23. März gabs Pelzdemos vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien.
Am 18. März wurde in Linz am Taubenmarkt gegen Fleisch demonstriert.

TR-Aktionstag in Passau. Am 18. März wurde ein Aktionstag für Tierrechte in Passau abgehalten. Zu Mittag kam es zu einer Besetzung der im Rahmen der Frühlingsmesse aufgestellten „gläsernen“ Fleischerei, in der hinter einer Glaswand Weisswürste und Leberkäse aus Fleischstücken produziert wurde. Etwa 20 AktivistInnen zeigten auf Plakaten welches Tierleid hinter der so harmlos dargestellten Wurstproduktion steckt. Die Fleischer reagierten mit Aggression und wollten die AktivistInnen wegschieben und zerrissen Plakate. Die AktivistInnen beendeten ihre Besetzung, bevor die Polizei eingetroffen war.
Am Nachmittag fand ein run-in beim Pelzgeschäft „Marena“ statt. Die AktivistInnen zeigten Anti-Pelzplakate und skandierten. Ein ähnlicher run-in beim zweiten Pelzgeschäft in Passau scheiterte, weil dieses Geschäft zugesperrt hatte.

Run-in im P&C in Vösendorf. Am 18. März betraten überraschend mehrere AktivistInnen die Geschäftsräume von P&C in Vösendorf bei Wien und entrollten bereits im Eingangsbereich im 1. Stock des Geschäfts ein Transparent „Pelz ist Mord“. Flugblätter wurden verteilt und tausende Papierschnipsel gegen P&C geworfen. Skandierend zog die Gruppe in Begleitung von Gashupen-Getröte und Trillerpfeifen-Lärm durch das Geschäft und verschwanden dann so unvermittelt, wie sie gekommen waren.

Schwäne wegen Vogelgrippe abgeschossen. Am österreichischen Bodenseeufer werden im Auftrag der Landesregierung gezielt lebende Schwäne abgeschossen, um sie auf das Vogelgrippe Virus hin zu untersuchen. In der Woche bis 17. März wurden mehrere Tiere getötet und untersucht. Keiner der Schwäne hatte den Erreger in sich. Es sollen weitere Tiere für Untersuchungen abgeschossen werden.

Anklage wegen Körperverletzung. Im April 2003 befreiten rund 30 AktivistInnen 16 Ratten aus dem Krebsforschungszentrum in Wien durch einen run-in am hellichten Tag. 8 Tage vor Ablauf der Verjährungsfrist wurden jetzt mindestens 5 AktivistInnen aufgrund dieser Aktion wegen Körperverletzung von der Staatsanwaltschaft angeklagt.

Bezahlung von Gerichtskosten wegen TR-Aktion Spendenveruntreuung? – Anzeige. Nach dem Freispruch der 13 AktivistInnen wegen Hausfriedensbruch aufgrund der Besetzung der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, weil dort Tierversuche an Graugänsen hätten durchgeführt werden sollen, reagierte die Forschungsstelle jetzt mit einer weiteren Anzeige. Der Verein Gegen Tierfabriken würde Spendengelder veruntreuen, wenn er den AktivistInnen die Gerichtskosten der Besitzstörungsklagen der Forschungsstelle ersetze. Die Polizei ermittelt.

JägerInnen als „WaldpädagogInnen“ in Schulen. Am 17. März wurde bekannt, dass sich JägerInnen als WaldpädagogInnen getarnt in Schulen einschleichen, um dort unter dem Titel „Naturerlebnis Wald“ unverhohlen Jagdpropaganda zu machen. TR-Gruppen sprechen von einer Verharmlosung und Vertuschung der eigentlichen Tätigkeit der Jagd: dem Heranmästen unnatürlich hoher Wildpopulationen für den Jagdspass.

Italien untersagt Einfuhr von Robben-Produkten. Anlässlich des bevorstehenden Robbenschlachtens am kanadischen Packeis hat Italien den Import von Robben-Fellen und anderen Produkten aus Robben für die kommenden Monate vorläufig untersagt. Diesen Beschluss gab der italienische stellvertretende Handels- und Industrieminister am 17. März auf einer Pressekonferenz in Rom bekannt.

Kleiderkette La Redoute pelzfrei. Nach einer mehr als einjährigen Kampagne erklärte die französische Kleiderkette La Redoute am 20. März in einem Brief an die TR-Organisation Fourrure Torture, ab sofort keine neuen Pelze mehr verkaufen zu wollen. Nur 4 Pelzartikel, die sich bereits im Katalog befanden, werden noch bis 1. April 2007 weitergeführt.

EU bewilligt Alternativen zum Tierversuch. Bei der Entwicklung von Medikamenten können Europas WissenschaftlerInnen künftig stärker auf Zellkulturen zurückgreifen und damit die Zahl der Tierversuche verringern. Für 6 solcher alternativer Testverfahren hat der zuständige Fachausschuss in Brüssel nach Angaben der EU-Kommission grünes Licht gegeben. Da diese Tests auch genauere Ergebnisse erbrächten als die bisherigen Tierversuche, würden die Medikamente zudem sicherer werden, bevor sie in klinischen Studien am Mensch getestet würden, erläuterte die Behörde. Bei den Tests zur Ermittlung der richtigen Dosierung hochgiftiger Medikamente für die Chemotherapie gegen Krebs können laut Kommission nun auch Kulturen aus dem Knochenmark von Mäusen und menschlichen Nabelschnur-Zellen eingesetzt werden.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 13-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien und 16-20 Uhr am Stefansplatz
13. April 10-19 Uhr Seminar „Tierbewusstsein“ im NIG, Universitätsstr. 7, 3. Stock, Institut für Philosophie der Uni Wien
23.-26. Juni TR-grass roots gathering in England, www.ar2006.info
14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien