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Tierrechtsradio
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Sendung vom 14.04.2006 11:00:

Das Robbenschlachten in Kanada 2006

Ein Aktivist erzählt von der Kampagne gegen das Robbenschlachten im Jahr 2006.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 7. APRIL – 13. APRIL 2006

Tierrechtsdemos und -aktionen.
Am 7. April wurde nach dem Motto „Ostern ohne Tierquälerei“ in der Grazer Innenstadt und gegen das Schächten am Salzburger Alten Markt demonstriert. Am selben Tag präsentierten AktivistInnen ein 70 m langes Fischnetz für Tiefseefische am Maria-Theresien-Platz vor dem Naturhistorischen Museum in Wien, um ein sofortiges Verbot für den Einsatz von derartigen Grundschleppnetzen auf Hoher See zu erreichen.
Am 8. April wurde am Taubenmarkt in Linz gegen Fleisch und in der Grazer Innenstadt, am Alten Markt in Salzburg und in der Nacht mittels Beamer am Stefansplatz in Wien gegen Tierausbeutung demonstriert.
Am 11. April wurde ein Tierrechtsaktivist im Schweinekostüm mit Hammer und Fleischermsser durch die Grazer Herrengasse getrieben, um gegen den Fleischkonsum zu protestieren.
Ebenso am 11. April gabs auf der Mariahilferstrasse in Wien eine Demo gegen Eier- und Fleischkonsum zu Ostern und vor der Hauptuni in Wien eine Informationsveranstaltung zu Tierrechten.
Seit 12. April zieht eine Familie – Vater, Mutter, Kind – in Osterhasenverkleidung von Supermarkt zu Supermarkt durch Österreich, um KonsumentInnen gegebenenfalls über Legebatterien zu informieren, falls derartige Eier noch verkauft werden.
Am 7., 8. und 13. April gab es Demos vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien.

EU bläst Verfahren gegen Österreich wegen Wildtierhaltungsverbot im Zirkus ab.
Das mit 1. Jänner 2005 in Kraft getretene Wildtierhaltungsverbot in Zirkussen führte dazu, dass auch ausländische Wildtierzirkusse nicht nach Österreich einreisen durften. Einer dieser Zirkusse beschwerte sich bei der EU-Kommission und diese drohte im Oktober 2005 der österreichischen Regierung ein EuGH-Verfahren einzuleiten, wenn Österreich das Wildtierhaltungsverbot nicht aufhebe. Nach einer massiven EU-weiten Kampagne mit zigtausen Protesten, vielen Anfragen von EU-Abgeordneten und einer EU-weiten Kooperation aller Tierschutz- und Tierrechtsvereine konnte der zuständige EU-Kommissar überzeugt werden, von der Klage abzusehen. „Wir mussten dem Fall nachgehen, weil eine Beschwerde vorlag. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir die Angelegenheit bald ad acta legen können“, erklärte der Kommissar am 12. April einem Kurier-Journalisten. Erstmalig ist es damit der Tierrechtsbewegung gelungen, die EU-Kommission in einer Tierschutzklage zum Einlenken zu bringen. Tierschutz wird zunehmend ein wichtigerer Wert in der EU.

Rote Farbe für P&C Geschäftsführerin.
Am 7. April wurde die Wohnungstür der Geschäftsführerin von P&C Wien, Regina Meyer zu Starten, in Wien 7 mit roter Farbe überschüttet. In einem Bekennerschreiben gaben die AktivistInnen an, dass auf diese Art das durch den P&C Pelzverkauf verschuldete Blut der Pelztiere zu sehen wäre.

Uni Graz verhindert Aufklärungsarbeit zu Alternativen von Tierversuchen.
In der Woche bis 9. April versuchten TR-AktivistInnen an der Uni in Graz Infotische über Tierversuche im Studium abzuhalten. Kritisiert wird, dass in Praktika im Biologiestudium jedes Jahr eigens dafür getötete Ratten, Fische, Regenwürmer, Schnecken, Käfer und Seesterne seziert werden. Die AktivistInnen wollten gewaltfreie Alternativen wie Präparate und 3D-Sezier-Videoprogramme präsentieren. Die für diese Praktika zuständigen ProfessorInnen brachten aber die Uni Graz dazu, diese Infotische zu untersagen.

GänserndorferInnen für Wildtierauffangstation.
Nach dem Bankrott des Safariparks in Gänserndorf sind dort im Moment nur mehr PrimatInnen und LöwInnen untergebracht. Nach dem Willen des SPÖ-Bürgermeisters und der ÖVP sollen diese Tiere so rasch wie möglich verschwinden. Die Grünen machen sich für eine Auffangstation für gestrandete oder beschlagnahmte Wildtiere stark. In einer Umfrage am 11. April sprachen sich 66,1% der GänserndorferInnen für diesen Vorschlag aus.

Seminar zu Tierbewusstsein an der Uni Wien.
Am 13. April fand zwischen 10-19 Uhr ein Seminar zum Thema „Tierbewusstsein“ im Institut für Philosophie der Uni Wien statt. Bei der gutbesuchten Veranstaltung wurde auf höchstem Niveau über die kognitiven Fähigkeiten von nichtmenschlichen Tieren diskutiert, sowie die ethischen Konsequenzen beleuchtet.

Weiter Legebatterien in Deutschland.
Am 7. April entschied das deutsche Parlament das Käfighaltungsverbot für Legehennen der Grün-roten Regierung wieder abzuschaffen, bevor es in Kraft treten konnte. Sogenannte ausgestaltete Käfige sollen ab 2007 doch zugelassen bleiben, die aber keinen wesentlichen Unterschied zu konventionellen Käfigen haben. Maßgeblich entscheidend für diesen Beschluss war der Umstand, dass der deutsche Lebensmittelhandel nicht bereit war, den Verkauf und die Bewerbung von Legebatterie-Eiern zu reduzieren oder einzustellen.

Jäger wegen Körperverletzung verurteilt.
Am 10. April wurde ein Jäger in Essex, England, wegen dreifacher Körperverletzung verurteilt. Er hatte im März 2005 in Maldon während einer Jagdstörungsaktion einen Polizisten und 2 Anti-Jagd DemonstrantInnen angegriffen und verletzt.

Camaieu pelzfrei.
Camaieu, eine führende Frauen-Bekleidungskette aus Frankreich, hat 393 Niederlassungen in Frankreich und 92 weitere in Italien, Spanien, Polen, Tschechien, Belgien, Russland u.a. Ländern. Nach einer 1-jährigen Kampagne lokaler TRlerInnen hat Camaieu am 7. April schriftlich bekannt gegeben, in Zukunft keinen Pelz mehr verkaufen zu wollen.

Uni Oxford möchte Verbot von Demos gegen Tierversuche in der Stadt.
Weil die Uni Oxford in England ein neues Tierversuchslabor bauen möchte, finden in der Stadt laufend Demonstrationen dagegen statt. Der Uni ist es bereits gelungen, die Demotätigkeit gerichtlich auf 1 mal pro Woche ohne Lautsprecher und ohne Filmkameras einzuschränken. Jetzt will die Uni erreichen, dass überhaupt keine Demos gegen Tierversuche in Oxford mehr stattfinden dürfen.

12 Jahre Haft für 3 TRlerInnen drohen.
Am 11. April gaben 4 AktivistInnen nach langen Polizeiverhören zu, zwischen 1999 und 2005 den Betreiber einer Meerschweinchenzuchtfirma für Tierversuche in England, der 2005 seine Firma schloss, psychisch unter Druck gesetzt zu haben. Im Rahmen dieser Kampagne seien im Oktober 2004 auch die Überreste einer verstorbenen Verwandten aus deren Grab entfernt worden. Den 4 AktivistInnen drohen jetzt jeweils 12 Jahre Haft. Der Prozess beginnt am 10. Mai.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 10-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien
14. April Osterdemo ab 11 Uhr vor dem Generali Center
15. April ab 19 Uhr am Stefansplatz in Wien
21. April 18:30 Uhr, Vortrag zum Thema „Freier Wille oder Determinismus“ im VGT-Lager Rotenmühlg. 4, 1120 Wien
22. April Grossdemomarsch gegen Tierversuche, Treffpunkt 13 Uhr Wien Westbahnhof Ecke Innere Mariahilferstrasse
2.-4. Juni Kongress zu Alternativen zu Tierversuchen an der Uni Linz, siehe www.zet.or.at
15.-18. Juni Austrian Social Forum in Graz, www.socialforum.at
23.-26. Juni TR-grass roots gathering in England, www.ar2006.info
14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien