Player
LIVE SEIT 09:00
Zur Zeit spielt Radio Afrika International. Bei klick auf den Button öffnet sich der Player in einem neuen Fenster
BIS 10:00
Tierrechtsradio
Zur Übersichtsseite von Tierrechtsradio.
Sendung vom 26.05.2006 11:00:

Börsen und Ausstellungen für Reptilien und exotische Tiere

Das neue Tierschutzgesetz schreibt Haltungsbedingungen von Reptilien und exotischen Wildtieren bei Börsen und Ausstellungen vor, die aber nicht eingehalten werden. Prüfung von HalterInnen ist nötig.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 19. – 25. MAI 2006

Tierrechtsdemos und -aktionen.
Am 18. Mai wurde am Arlbergpass gegen die Tierquälerei beim Schächten protestiert.
Am 19. und 20. Mai wurde vor dem P&C in Wien in der Mariahilferstrasse gegen Pelz demonstriert.
Am 20. Mai gabs in Linz am Taubenmarkt eine Demo gegen den Fleischkonsum und in Wien am Stefansplatz eine Nachtdemo für Tierrechte.
Am 20. Mai wurde auch vor dem Life Ball im Rathaus in Wien gegen Pelz demonstriert.

Buttersäureanschlag gegen P&C-Warenlager.
In der Nacht auf den 25. Mai wurden alle ca. 20 Scheiben der Fenster und Glastüren des P&C-Warenlagers in Langenzersdorf, NÖ, eingeschlagen. Zusätzlich wurde eine größere Menge Buttersäure in ein Großraumbüro mit ca. 10 Computern und in die Lagerhalle mit Kleidung geworfen. Ein Bekennerschreiben ging an die Medien.

Supermarktketten Lidl und Merkur ohne Käfigeier.
Nach einer langen und heftig umkämpften Kampagne trat am 1. Jänner 2005 ein Legebatterieverbot in Kraft, das derzeit den Neubau und ab 1. Jänner 2009 das Weiterbetreiben von bereits bestehenden Legebatterien verbietet. Um dieses Verbot abzusichern und ein Auslagern der Legebatterien ins Ausland zu verhindern, übte die TR-Bewegung Druck auf die Supermarktketten Österreichs aus, um sie zu einem freiwilligen Ausstieg aus dem Käfigeihandel zu bewegen. Ausnahmslos alle Supermärkte erklärten sich bis 2007 dazu bereit. Bisher sind schon Billa und Zielpunkt käfigeifrei, seit 22. Mai aus Lidl und seit 23. Mai Merkur.

Tierschutz für Masthühner bei polnischer Botschaft.
Im Laufe dieses Jahres soll noch die EU-Mindestrichtlinie für die Masthuhnhaltung im EU-Rat beschlossen werden, nachdem Kommission und Parlament bereits zugestimmt haben. Allerdings legen sich einige Länder quer, um diese Richtlinie zu verhindern oder zu verwässern. Am 22. Mai sprach deshalb eine Tierschutz-Delegation bei Wirtschaftsrat Mag. Masalski von der polnischen Botschaft vor. Dieser sagte, dass Polen Verbesserungen im Sinne des Tierschutzes begrüße, es müsse aber auch an Arbeitsplätze gedacht und ein wirtschaftlich gangbarer Kompromiss erzielt werden. Eine Protestnote und eine Petition wurden überreicht.

Wiener Fiaker: Pferdehaltung gesetzwidrig.
Nachdem TRlerInnen in 14 der 32 Wiener Fiakerstallungen eingedrungen waren und die dortigen Zustände dokumentiert hatten, war Anzeige erstattet worden, vor allem wegen verbotener Anbindehaltung ohne Auslauf, wegen verletzter Tiere und wegen zu wenig Licht im Kellerstall. Das Wiener Veterinäramt liess daraufhin verlauten, dass die tägliche Anbindehaltung erst ab 2010 verboten sei und dass die Haltung unbedenklich wäre. Nach einem weiteren Protest der TR-Bewegung wurde klar: Anbindehaltung ohne Auslauf ist bereits jetzt verboten. Damit sind über 70% der Wiener Fiakerstallungen gesetzwidrig. Die Stadt Wien sucht jetzt fieberhaft nach Lösungen, zumal die Pferde mangels Platz nicht beschlagnahmt werden könnten. Es soll eine 2 monatige Frist zum Umbau zu Boxenhaltung vereinbart werden.

Gesetzwidrige Jagd auf Fasane aus Kisten verhindert – Behörde verfolgt Tierrechtsverein.
Am 18. November 2005 trafen sich etwa 100 JägerInnen zur Fasanjagd in Würmla, Bezirk Tulln, NÖ. Um gesicherte Beute zu bieten, brachten sie auch Kisten mit je 8 lebenden Fasanen mit und platzierten diese in einem Kukuruzfeld, um sie dann einzeln als Kanonenfutter zum Abschuss aufzuscheuchen. Doch 25 AktivistInnen verhinderten den Jagdspaß auf zahme, gefangene Tiere. Die Bezirkshauptmannschaft Tulln reagierte am 22. Mai – 6 Monate später – indem sie den VGT-Obmann wegen Tierquälerei anzeigte. Die Fasane wären durch das Eingreifen der AktivistInnen entkommen, ohne abgeschossen worden zu sein. Dadurch wären sie langsam zugrunde gegangen, weil Zuchtfasane nach dem Aussetzen nicht lebensfähig sind. Und das sei eine den TierrechterInnen anzulastende Tierquälerei.

Bär in Tirol soll abgeschossen werden.
Am 23. Mai gab der Tiroler Landesrat Steixner von der ÖVP bekannt, dass 150 JägerInnen damit beauftragt seien, den einzigen Bären in Tirol abzuschiessen. Die genannten JägerInnen zeichnen sich dadurch aus, dass sie von der Trophäenjagd in Kanada und Russland bereits Jagderfahrung mit Bären haben. Die Diskussion, wer die Trophäe, d.h. den toten Körper, des Tieres bekommen soll, ist bereits entbrannt.

Menschenaffenversuchsverbot soll auch in der Schweiz kommen.
Nachdem seit 1. Jänner 2006 Tierversuche an Menschenaffen in Österreich verboten wurden, hat auch in der Schweiz eine Diskussion zu dem Thema begonnen. Am 22. Mai sprach sich die Eidgenössische Kommission für Tierversuche für ein solches Verbot und eine sehr restriktive Handhabung von Bewilligungen für Primatenversuche generell aus.

China will Katzen- und Hundepelzproduktion verbieten.
Nachdem eine Recherche die grausamen Zustände bei der Produktion von Katzen- und Hundepelzen in China aufgedeckt hatte, beschlossen eine Reihe von EU-Staaten und die USA ein Importverbot zu erlassen. Auch in Österreich gibt es bereits einen entsprechenden Parlamentsbeschluss. Am 24. Mai erklärte die chinesische Regierung ein Produktionsverbot in China erlassen zu wollen. Dadurch stünde einem EU-weiten Importverbot nichts mehr im Wege, meinte ein EU-Abgeordneter nach den Gesprächen mit der chinesischen Regierung.

Tierrechtler in Beugehaft.
Am 18. Mai wurde in Oregon, USA, ein TR-Aktivist in Beugehaft genommen, weil er einer sogenannten Grand Jury gegenüber Aussagen über die TR-Bewegung verweigerte. Dem Aktivisten selbst wird keine strafbare Handlung vorgeworfen. Er soll laut Richter zumindest bis 30. September in Haft bleiben.

Primatenversuchslabor schliesst.
Am 22. Mai gab das vorletzte Tieversuchslabor mit Primaten in Schweden bekannt, keine Primatenversuche mehr durchführen zu wollen. Die verbleibenden 50 Primaten würden weder getötet noch verkauft sondern in Pension geschickt, gab das Torneby Primatenzentrum bekannt.

Demo gegen Stierkampf.
Am 18. Mai nahmen 1500 Menschen an einer Demo gegen den Stierkampf vor der Arena in Campo Pequeno in Lissabon, Protugal, teil. 2 Stunden lang wurde lautstark protestiert, während Stierkampffans die Arena betraten.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 10-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien
2.-4. Juni Kongress zu Alternativen zu Tierversuchen an der Uni Linz, siehe www.tierschutz.at
Vegane Sommerfeste: 10. Juni Wien, 1. Juli Graz und 8. Juli Salzburg, siehe www.vegan.at
15.-18. Juni Austrian Social Forum in Graz, www.socialforum.at
23.-26. Juni TR-grass roots gathering in England, www.ar2006.info
14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien, www.animalconference.eu