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Tierrechtsradio
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Sendung vom 09.01.2004 11:00:

Bundestierschutzgesetz Kampagne

Ein Bericht über Aktionen, Konzepte, Ideen und Zukunftsperspektiven

TIERRECHTSNACHRICHTEN VOM 9. JÄNNER 2004

Pelzdemos. Allein in Wien hat es von Oktober bis Weihnachten insgesamt 57 Pelzdemos gegeben. Zusätzlich gab es Anti-Pelzaktionen bei der Frauenmesse, bei der Preisverleihung der Kürschnerinnung, durch Besetzung der P&C Filiale in der Mariahilferstrasse, durch Störung der Foggensteiner Pelzmodeschauen am Opernring, der Pelzmodeschau Stockerau und des P&C Messestandes bei der Jobmesse, sowie durch Abhaltung einer Kunstpelzmodeschau und einer Pelzgroßdemo.
Am 13. Dezember gab es eine Pelzgrossdemo in Salzburg.
Am 13. und 20. Dezember, sowie am 2. Jänner wurden Pelzdemos in Linz abgehalten.
Am 18. Dezember fand eine Pelzdemo in Innsbruck statt.
Am 12. und 13. Dezember gab es Pelzdemos in Graz.

Buttersäure gegen P&C in Wien. In den frühen Morgenstunden des Freitag, 19. Dezember 2003, wurde an 4 Stellen Buttersäure in die Verkaufshalle im Erdgeschoss des P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gespritzt.

Pelztierbefreiungen. In der Nacht auf den 15. Dezember, im Schneesturm, wurde eine Nerzfarm in Castel die Sangro, L'Aquila, Italien, von der ALF besucht. In allen 4 überdachten Käfigreihen wurden alle Käfige geöffnet und die Tiere befreit. Es gab weder Zaun noch Alarmsysteme auf der Farm, nur 5 Wachhunde. Die italienische Pelzfarmvereinigung bietet 20.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der BefreierInnen.
Am 12. Dezember sind in Vinderup, Dänemark, 1500 Nerze aus einer Nerzfarm befreit worden.

Brandanschläge gegen Pelz. Am 14. Dezember zu mittag wurde in Veteli, Finnland, ein Speicher-Raum für Pelze angezündet. Um 14:30 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Brand gerufen. Der Schaden wird mit einigen zehntausend Euro angegeben.
Am 29. Dezember wurde in Uusikaarleppy in Finnland eine Pelzlagerhalle angezündet. Das 375 m² grosse Gebäude wurde vollständig zerstört. In Uusikaarleppy gibt es 300 Pelzfarmen, es ist das Herz der Pelzfarmindustrie in Finnland.

EU-Importverbot für Hunde- und Katzenpelze. Am 21. Dezember hatten mehr als 300 Abgeordnete des Europaparlaments einen Gesetzesantrag eines schottischen Abgeordneten unterschrieben, der ein Importverbot von Hunde- und Katzenpelzen in die EU vorsieht. Der Präsident des Europaparlamtens, Pat Cox, hat jetzt die Kommission aufgeofrdert, einen entsprechenden Gesetzesentwurf zu erarbeiten.

Tierschutztreffen zum Bundestierschutzgesetz. Am 8. Jänner trafen sich verschiedene Tierschutzvereine in Graz und verabschiedeten eine Resolution zum Bundestierschutzgesetz. Vor allem die finanzielle Förderung von Tierheimen, Tierschutz im Verfassungsrang, eine Tieranwaltschaft und ein Legebatterieverbot waren die Hauptanliegen der Delegierten. Die steirischen Grünen, sowie eine KPÖ-Stadträtin von Graz und ein Vertreter der steirischen Landesregierung waren ebenso anwesend und unterstützten die Forderungen des Tierschutzes.

Anklage wegen Tierbefreiung niedergelegt. Mitte März befreiten TierrechtlerInnen insgesamt 7 Hühner aus der Legebatterie Zichtl nahe St. Pölten und bekannten sich öffentlich zu der Tat. Die Staatsanwaltschaft forderte die Überweisung von 15 Euro Schadenersatz an die BetreiberInnen. Nach der Weigerung des Angeklagten stellte die Staatsanwaltschaft überraschend am 13. Dezember das Verfahren ein.

Demo gegen Tiertransporte. Am 8. Jänner wurde vor der irischen Botschaft anlässlich der Übernahme der EU-Präsidentschaft durch Irland gegen Tiertransporte demonstriert. In den nächsten Monaten soll die EU neue Richtlinien für Tiertransporte erlassen. Eine Delegation übergab eine Petition an den Botschafter. Zur selben Zeit haben in der gesamten EU Tierrechtsdemos vor den jeweiligen irischen Botschaften stattgefunden.

Gefesseltes Damwildkalb erschossen. Eine Familie in Markt-Piesting, NÖ, hatte im September das verwaiste, halbverhungerte Damwildkalb Bambi bei sich aufgenommen. Bei Bauarbeiten am 19. Dezember verliess das zahme Tier seinen Garten. Die ansässigen Jäger fingen Bambi im Ort, fesselten ihn und brachten ihn in den nahen Wald, wo sie ihn erschossen.

80 Schweine verbrannt. In der Silvesternacht wurde in Münchendorf im Bezirk Mödling, NÖ, durch Silvesterraketen ein Schweinestall angezündet. 80 Schweine verbrannten, 30 Schweine konnten durch den Einsatz der Feuerwehr gerettet werden.

Schweine verletzt – Menschen tot. Am 7. Jänner kippte ein Tiertransporter mit 264 Schweinen in Veracruz, Mexico, auf der Strasse um und stürzte auf einige PKWs. 10 Menschen starben bei dem Unfall, die Opfer unter den Schweinen werden von den speziesistischen Medien nicht angegeben.

Jagdhundetrainingszentrum niedergebrannt. Am 27. Dezember wurde ein Trainingszentrum für Jagdhunde in Campogalliano, Modena, Italien, in Brand gesteckt. Vor Ort wurde die Nachricht hinterlassen: "Jäger: wenn Ihr Tiere angreift, greifen wir Euch an!". Im Jahr 2002 waren vom selben Ort 40 Wachtlen befreit worden. In diesem Jahr waren keine Vögel in den Käfigen. Das Feuer zerstörte den Käfigbereich und eine Umkleidekabine für die JägerInnen.

Versuchstierbefreiungen. In Fareham, Hampshire, England, brachen in den frühen Morgenstaunden des 14. Dezember TierrechtsaktivistInnen in den Tierstall des pharmazeutischen Tierversuchslabors Wickham Laboratories ein und befreiten 674 Mäuse, die in 16 Käfigen aus dem Labor geschafft wurden. Am 19. Dezember wurden bei einer Hausdurchsuchung durch die Polizei alle 674 Mäuse zusammen mit 3 menschlichen TierrechtlerInnen festgenommen.
Am 14. Dezember befreite die ALF aus der Versuchstierzuchtfarm Water Farm Goat Centre nahe Bridgewater in Somerset, England, 21 Ziegen, die für Tierversuche bestimmt waren. Anfang 2003 waren bereits 43 Ziegen aus dieser Versuchstierzucht befreit worden.

Tierexperimentator Huber ist Tierquäler. Ende April 2003 waren TierrechtlerInnen in das Krebsforschungsinstitut der Uni Wien eingedrungen, hatten 9 Mäuse befreit, gefilmt und fotografiert und Fakten über die Kaffeeversuche von Wolfgang Huber an die Öffentlichkeit gebracht. Dabei wurdem Huber’s Tierversuche als sinnlose Tierquälerei bezeichnet. Huber klagte den Verein Gegen Tierfabriken deswegen wegen übler Nachrede und wollte die Webseite des Vereins schliessen. Nachdem Huber beim Strafprozess bereits seinen Strafantrag zurückgezogen hatte, und zivil in erster Instanz verloren, hat jetzt das Oberlandesgericht auch in 2. Instanz den TierrechtlerInnen recht gegeben. Huber’s Tierversuche dürfen also als sinnlose Tierquälerei bezeichnet werden. Die medizinische Fakultät - angeblich ohne Geldmittel – begleicht die Prozesskosten.

Covance klagt. Nachdem bei der Tierversuchsfirma Covance in Deutschland undercover gefilmt worden war, die TierexperimentatorInnen Versuchstiere sadistisch gequält haben, hat nun Covance Tierrechtsgruppen geklagt, dass sie diesen Film nicht mehr zeigen dürften. Einer einstweiligen Verfügung wurde gerichtlich stattgegeben. Der Film ist aber dennoch auf verschiedenen Internetseiten zu sehen und wird von englischen Tierrechtsgruppen gegen Kostenersatz versandt.

HLS Kampagne. 3 HLS Partner geben auf. Der Sicherheitsdienst ADT, der die Labore von Huntingdon Life Sciences in England vor unbequemen KritikerInnen schützen sollte, kündigt HLS. Weiterhin trennte sich Anfang Jänner der langjährige Partner Industrial Supplies von HLS. Die Aktionen gegen ihr Unternehmen wurden ihnen zu lästig. Auch die Firma Hobart geht. Sie belieferte HLS mit Großküchenbedarf.
Die Animal Rights Militia in England hat 200 Drohbriefe an HLS-Angestellte gesandt. Sie sollen ihre Arbeit kündigen oder müssten mit Konsequenzen rechnen.
Am 2. Jänner trat der holländische Direktor der HLS-Kundin Chiron von seiner Position, weil er dem psychischen Druck der Tierrechtskampagne nicht mehr standhalten konnte.

Safaripark Gänserndorf von Konkurs bedroht. Der Safaripark in Gänserndorf, seit 1999 eine non-profit Auffangstation für Wildtiere z.B. aus Zirkussen, Versuchslabors oder Privathaltungen, ist jetzt mit dem Konkurs bedroht. Die 800 Tiere können nicht mehr erhalten werden. Zuletzt hat die Tierversuchsfirma Baxter ihre 175 Primaten, darunter 43 SchimpansInnen, an den Safaripark abgegeben. Die Zukunft des Safariparks ist ungeklärt.

Zirkusdemos. Am 28. Dezember und am 5. Jänner wurde vor dem deutschen Zirkus Kaiser in Salzburg gegen die Tierhaltung in Zirkussen demonstriert.

Brandanschlag auf Barcelona-Zirkus. Am 31. Dezember wurde in Mailand, Italien, ein Brandanschlag auf 9 Wohnwägen des Zirkus Barcelona verübt. Es entstand ein Sachschaden von 400.000 Euro. Vor Ort wurde die Botschaft gefunden: "Die Show ist vorbei. ALF"

Stier attackiert Landwirte. In einem Bauernhof in Eggelsberg bei Braunau attackierte ein Zuchtstier den Bauern und dessen Sohn. Beide wurden schwer verletzt. Die Salzburger Nachrichten kommentieren: „der Stier konnte beruhigt werden; sein Weg dürfte nun in den Schlachthof führen“.

Kalb flieht aus Schlachthof. In Klagenfurt floh ein Kalb aus dem Schlachthof und verursachte dabei einen Verkehrsunfall. Es wurde daraufhin auf der Flucht von einem Polizisten erschossen.

Fleisch vergiftet. In den Wochen vor Weihnachten gingen mehrere Bekenntnisschreiben in Schweden an die Medien, dass TierrechtlerInnen Fleisch gewisser Firmen vergiftet hätten. Zuletzt wurde am 23. Dezember ein vergiftetes Stück Fleisch an die Medien gesandt und 9 Supermärkte in Stockholm angegeben, in denen vergiftetes Fleisch wäre.

81 BSE-Fälle in den USA. In den USA sind laut offiziellen Angaben inzwischen 81 Fälle von BSE aufgetreten. Die auch unter dem Namen "Rinderwahnsinn" bekannte Krankheit führte vor drei Jahren in Europa zu Massenschlachtungen und der Verschärfung von Futterregelungen für Rinder. Die USA waren bisher von einer BSE-Epidemie verschont geblieben. Das betroffene Rindfleisch kann bei Menschen die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslösen.

Vorankündigungen:

14. Februar: V-Live veranstaltet ein SHAC-Benefiz-Konzert im Z6 in Innsbruck