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Sendung vom 20.10.2006 11:00:

Süd-Ost-Europa Tierrechtskongress Wien 2006

Am 14. und 15. Oktober trafen sich 150 TierrechtlerInnen aus 18 Ländern um über Tierrechte zu diskutieren.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 13. – 19. OKTOBER 2006

Tierrechtsdemos.
Am 13. Oktober wurde vor dem Metro in Wien-Vösendorf gegen dessen Käfigeihandel, vor mehreren Merkur-, Billa-, Lidl- und Pennymärkten gegen den Eierkonsum und in der Fussgängerzone in St. Pölten gegen Pelz, sowie am Hauptplatz in Graz für Tierrechte demonstriert.
Am 14. Oktober gabs eine Pelzdemo am Schillerpark in Linz und eine Nachtdemo mit Tierrechtsfilmen am Stefansplatz in Wien.
Am 15. Oktober wurde eine Anti-Jagd Kundgebung zur Hubertusmesse im Schlosspark Aigen in Salzburg abgehalten.
Am 16. Oktober demonstrierten TRlerInnen sowohl vor der britischen Botschaft in Wien gegen die Bärenfellmützen der Palastwachen der Queen als auch gegen Pelz allgemein am Alten Markt in Salzburg.
Weiters wurde am 17. Oktober auf der Maria Theresienstrasse in Innsbruck, am 18. Oktober am Marktplatz in Dornbirn und am 19. Oktober am Stadtplatz in Kufstein gegen Pelz demonstriert.

Internationale Tierrechtskonferenz in Wien.
Um die neu entstehende Tierrechtsbewegung in Ost- und Südeuropa zu fördern, organisierte der VGT am 14. und 15. Oktober 2006 im Don Bosco Haus in Wien einen internationalen Tierrechtskongress für Länder aus dieser Region. AktivistInnen und Organisationen aus 18 Ländern folgten dem Aufruf und nahmen am Kongress teil. Dabei kamen z.B. aus Rumänien sogar 7 Organisationen und aus Polen 4 nach Wien. Zusätzlich brachten sich 5 internationale Tierschutzverbände in die Diskussionen mit ein. Insgesamt waren 150 Personen anwesend. Die TeilnehmerInnen aus Mazedonien wurden allerdings von Österreich an der Einreise gehindert. Der Staatspräsident von Slowenien, Dr. Janes Drnovsek, selbst seit 3 Jahren vegan, schickte Grußworte an den Kongress. Darin betonte er die Wichtigkeit dieses Themas und drückte seine Hoffnung aus, dass die Tierrechtsideen vom Kongress ausstrahlen und in den teilnehmenden Ländern Fuß fassen würden.

Pressekonferenz zum Welt-Ei Tag.
Auf einer Pressekonferenz im Cafe Griensteidl in Wien erklärten Vertreter der EierproduzentInnen und der Landwirtschaftskammer, dass der Anteil der Käfigbatterien in der Legehuhnhaltung auf unter 30% gesunken ist, im Gegensatz zu z.B. 73% in Deutschland. Da die Kosten pro Bio-Freilandhenne ziemlich genau doppelt so hoch wie für eine Käfighenne wären, wurde eine deutliche Erhöhung des Eipreises angekündigt. Weiter wurde eine Kennzeichnung der Haltungsform, aus der die Eier in verarbeiteten Produkten stammen, gefordert.

55 Fischer bestraft.
Aufgrund von Tierschutz-Anzeigen wurden am 19. Oktober 55 Fischer im Bezirk Völkermarkt in Kärnten von der Polizei beim Fischen mit Lebendködern erwischt. 15 Fischer wurden wegen Tierquälerei nach dem Strafgesetz angezeigt – das Tierschutzgesetz gilt für Fischer nicht. 30 Fischer erhielten Anzeigen nach dem Fischereigesetz, 10 Fischer erhielten Organstrafmandate und etliche Fischer Verwarnungen.

EU Parlament für Tierschutz.
Am 19. Oktober diskutierte das EU Parlament Tierschutz. Es wurde beschlossen, den Import von Robbenprodukten sowie den Handel mit Katzen- und Hundepelzen zu verbieten. Außerdem unterstützten die Europa-Abgeordneten die Idee eines EU-Tierschutz-Labels, das die VerbraucherInnen informieren würde, ob ein Produkt hohen Tierschutzstandards gerecht wird. Darüberhinaus fordern die Europa-ParlamentarierInnen eine Reihe von Maßnahmen, die die Notwendigkeit und Anzahl von Tierversuchen reduzieren sollen.

Hund und Kaninchen befreit.
Am 17. Oktober ging ein Mann in der Röcklbrunnstrasse in Salzburg mit dem Baseballschläger auf seine 12 Katzen, 3 Hunde und 1 Kaninchen los. TierrechtlerInnen konnten einen Hund und das Kaninchen befreien. Für 6 Katzen und 1 Hund kam jede Hilfe zu spät.

Hirsch tötet Jäger.
Ein Hirsch hat am 15. Oktober in Ostfrankreich einen Jäger getötet. Das Tier habe den Mann umgerannt, als der 64-Jährige mit seinem Gewehr angelegt habe, teilten Rettungskräfte aus Poincon-les-Larrey nahe der Stadt Dijon mit.

Pelztierbefreiungen.
In einer konzertierten Aktion wurden am 14. Oktober 3 Pelzfarmen in Spanien gleichzeitig von der ALF besucht und insgesamt mehr als 17.000 Nerze befreit. In der Nerzfarm in Oza dos Rios wurden 10.600 Nerze befreit, in Negreira 5000 und in den Oceas weitere 2000. Zu allen 3 Befreiungsaktionen gingen Bekennerbriefe an die Medien. Die AktivistInnen öffneten die Käfige und legten Rampen über die Farmzäune, um den Nerzen die Flucht zu erleichtern. Zusätzlich wurde Sachschaden an Traktoren und Tonanlagen angerichtet.
Am 16. Oktober kamen 1000 Nerze aus einer Pelzfarm in Südschweden frei. Der Pelzfarmer schlief in der Pelzfarm, um eine Befreiung zu verhindern, wachte aber während der Aktion nicht auf.

Pelzstatistiken 2006.
Nach den am 16. Oktober veröffentlichten Pelztierstatistiken aus den USA wurden weltweit 44,6 Millionen Nerze und 7 Millionen Füchse im Jahr 2006 in Farmen gezüchtet. Die größten Pelztiernationen sind Dänemark mit 13,5 Millionen Nerzen, China mit 10 Millionen Nerzen und 4 Millionen Füchsen, sowie Holland mit 3,7 Millionen Nerzen und Finnland mit 2,2 Millionen Füchsen.

Vorankündigungen:

Freitag 20. Oktober: Anti-Jagddemo gegen Hubertusmesse im Stefansdom, Wien, ab 17:00 Uhr
Samstag 21. Oktober: Tierrechtsdemo Stefansplatz Wien, 17:30 – 24 Uhr
Mittwoch 25. Oktober: Vortrag Kontinuität des Bewusstseins – haben Tiere Rechte?, 20 Uhr Kaiserstrasse 12, Wien 7