Player
LIVE SEIT 18:30
Zur Zeit spielt Ackee and Saltfish. Bei klick auf den Button öffnet sich der Player in einem neuen Fenster
BIS 20:00
Tierrechtsradio
Zur Übersichtsseite von Tierrechtsradio.
Sendung vom 09.03.2007 11:00:

Grazer TR-Demoverbote aufgehoben

Nach monatelangem Tauziehen dürfte durch ein Machtwort des Magistratsdirektors der Stadt Graz das Demoverbot von Tierrechtsdemos aufgehoben sein. Eine Gefahr für die Grundrechte abgewendet.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 2. – 8. MÄRZ 2007

Kleider Bauer Demos und Aktionen.
Am 2. März wurde in Wien Mariahilferstrasse und in Innsbruck Museumsstrasse vor Kleider Bauer Filialen gegen deren Pelzhandel demonstriert.
Am 3. März gab es ähnliche Demos an denselben Orten, sowie in Salzburg am Platzl, in Graz in der Murgasse und in Wien vor Hämmerle in der Mariahilferstrasse. Die Kleider Bauer Filiale in der Murgasse in Graz hat am 3. März erstmals seit dem Buttersäureanschlag der ALF vom 10. Jänner wieder ihre Tore geöffnet.

Tierrechtsdemos.
Am 2. März gabs eine Tierrechtsdemo am Hauptplatz in Graz.
Am 3. März wurden am Stefansplatz in Wien Tierrechtsvideofilme auf Großleinwand gezeigt.

Prada und Gerry Weber steigen aus Pelzgeschäft aus.
Ende Februar gab Topmodedesignerin Miuccia Prada in Mailand bekannt, in ihrer nächsten Herbst-Winter Kollektion keinen Tierpelz mehr verwenden zu wollen, während noch letztes Jahr Fuchspelz im Mittelpunkt der Kollektion gestanden hatte. Sie sei Pelz „leid“, gab die Designerin wörtlich als Begründung an. Wenige Stunden davor hatten TierrechtlerInnen wieder einmal eine ihrer Modeschauen gestört.
Am 4. März bestätigte das Management des international agierenden Modekonzerns Gerry Weber aus Deutschland wörtlich: „mit der Herbst/Winter- Saison 2007/2008 [wird] in unseren eigenen Geschäften wie auch bei unseren Großkunden keine Bekleidung mit Echtpelzapplikationen im Sortiment sein.“ Vorstandsmitglied Udo Hardieck gab weiter an, dass die unternehmerische Selbst-Verpflichtungserklärung der Gerry Weber International AG ein „Beitrag zum Schutz der Tiere“ sei. Dieser Ausstieg erstrecke sich ebenfalls auf alle Tochterunternehmen der Gerry Weber International AG, die nun weltweit keine Bekleidung mehr aus oder mit Echtpelz produziert oder zum Weiterverkauf an den Einzelhandel liefert.

Forderung nach Fettsteuer.
Konkrete Maßnahmen zur „Eindämmung der Fettsucht-Epidemie“ in Österreich, einer direkten Folge des hohen Konsums tierlicher Nahrungsmittel, forderte am 6. März der Ernährungsmediziner Kurt Widhalm im Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten in Wien. So schlägt der Experte unter anderem eine Fettsteuer vor. „Man könnte fettreiche Produkte mit einem Aufschlag ähnlich der Mineralölsteuer belegen und im Gegenzug Obst und Gemüse verbilligen“, so Widhalm.

Schrotladung auf Katze.
Am 2. März saß die Katze Nina der Familie Enzensberger in St. Margarethen bei Knittelfeld plötzlich mit glasigem Blick vor der Haustür. Sie gab keinen Ton von sich, eine Vorderpfote war stark geschwollen und deformiert. Zuerst dachte die fünfköpfige Familie, das Tier sei von einem Auto angefahren worden. Eine Röntgenuntersuchung beim Tierarzt brachte jedoch die Wahrheit ans Licht: das Tier war von einem Jäger angeschossen worden. Die Verletzungen rührten von einem Schrotgewehr her, das Vorderbein war doppelt gebrochen, zwei Kugeln steckten gleich neben dem Herz. Es blieb nichts anderes übrig: Das schon 16 Jahre alte, aber bis zu diesem Zeitpunkt gesunde Tier musste eingeschläfert werden.

4 Jahre Gefängnis für 17 Demos.
Seit dem Jahr 2005 gibt es in England den „Serious Organized Crime Act“, der TR-Kampagnen gegen Tierausbeutungsfirmen kriminalisiert. Am 6. März bekam ein 39 jähriger Aktivist aufgrund dieses Gesetzes 4 Jahre Gefängnis für 17 run-ins und Spontandemos in und vor Büros von KundInnen von HLS, Europas größtem kommerziellem Tierversuchslabor, bei denen keinerlei Sachschaden entstanden und keine physische Gewalt angewandt worden war. Seine Frau bekam 2 ½ Jahre, die gemeinsamen Kinder müssen in dieser Zeit in ein Heim. In Österreich finden immer wieder derartige Demos statt, die herkömmlich als normale außerparlamentarische Aktivität in einer Demokratie angesehen werden. Dieses Gesetz ist ein Teil der terroristischen Maßnahmen verschiedener Regierungen gegen legitime TR-Aktivitäten, die von der Tierindustrie durchgesetzt wurden, um die international immer größer und erfolgreicher agierende TR-Bewegung zu bremsen.

Neues altes Tierschutzgesetz in Italien.
Die 2001 neugewählte Rechtsregierung Berlusconi hatte das gerade beschlossene Tierschutzgesetz wieder rückgängig gemacht. Am 2. März wurde es jetzt von der neuen Linksregierung wieder eingeführt. Dadurch gibt es ab sofort Verbote für Gänsestopfen und Lebenddaunenrupfen, sowie ab 2008 Käfigverbote für Nerz und Chinchilla in Pelzfarmen. Letzteres wird das Ende der Pelzfarmen in Italien bedeuten.

Illegale polnische Tiertransporte gestoppt.
Am 2. März hielt der Kärntner Tiertransportkontrolleur 2 Tiertransporter von Polen nach Italien an der Grenze Arnoldstein auf. Sie hatten 205 Kälber und 24 Pferde geladen. Die LKWs waren gesetzwidrig überladen, es gab keine seit 5. Jänner vorgeschriebenen Boxen, kein Tränke- und Belüftungssystem und 8 der Kälber waren für den Transport zu jung. Die € 2100 Geldstrafe für diese Gesetzesübertretungen sind für den Kärntner Agrarlandesrat Josef Martinz „viel zu niedrig“. Er forderte Kontrollen wie in Kärnten einheitlich für ganz Österreich.

Vorankündigungen:

Kleider Bauer Demos jeden Freitag ab 13 Uhr Wien Mariahilferstrasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumsstrasse. An denselben Orten finden jeden Samstag die Demos in Wien ab 10 Uhr, in Innsbruck ab 14 Uhr und in Graz Murgasse ab 12 Uhr statt.
10. – 13. August internationales Grassroots TR-Gathering in Appelscha in Nord-Holland
Animal Liberation Workshops: 26.+27. Mai in Maribor, 20.+21. Oktober in Innsbruck, 17.+18. November in Wien