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Tierrechtsradio
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Sendung vom 30.03.2007 11:00:

Verfassungsgerichtshof hebt Singvogelausstellungsverbot auf

2005 wurden die traditionellen Ausstellungen von in Fallen gefangenen Singvögeln im oö Salzkammergut verboten. Das Verbot wurde nie exekutiert und jetzt vom VfGH aufgehoben.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 23. – 29. MÄRZ 2007

Kleider Bauer Demos und Aktionen.
Am 23. März wurde in Wien Mariahilferstraße und in Innsbruck Museumsstraße vor Kleider Bauer Filialen gegen deren Pelzhandel demonstriert.
Am 24. März gab es den bundesweiten Kleider Bauer Aktionstag. Es gab Demos in Innsbruck in der Museumsstrasse, in Graz sowohl in der Murgasse als auch im City Park, in Linz in der Landstrasse, in Salzburg am Platzl, in St. Pölten und Wr. Neustadt jeweils in der Fußgängerzone, und in Wien auf der Mariahilferstrasse vor Kleider Bauer und Hämmerle. Vor allen Kleider Bauer Filialen in Wien wurden von der Geschäftsleitung nach Geschäftsschluss die Eingangstürspalten verklebt und Sand vor den Geschäften ausgestreut, offenbar um nächtliche Aktionen zu unterbinden.

Tierrechtsdemos.
Am 24. März zeigten AktivistInnen am Schwedenplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand.
Am 28. März protestierten 13 TR-AktivistInnen im Foyer des Tierschutzministeriums, weil sie der Ministerin seit Monaten 10.000 Unterschriften gegen die Massentierhaltung von Schweinen übergeben wollten, aber nicht empfangen wurden. Letztendlich nahm die Tierschutz-Referentin die Unterschriften entgegen.

REWE und SPAR beenden Handel mit Kaninchenfleisch.
Nachdem TR-AktivivistInnen Filmmaterial von der Kaninchenmast in Österreich und 5 anderen Ländern publik gemacht hatten, gaben die Supermarktketten REWE und SPAR am 28. und 29. März bekannt, kein Kaninchenfleisch mehr verkaufen zu wollen. 500.000 Kaninchen werden jährlich in Österreich gegessen, 1 Drittel davon aus dem Ausland, vor allem der Slowakei. Kaninchen würden nur in Käfigen gemästet, weil sie im Freiland zu krankheitsanfällig wären, geben die ProduzentInnen an. Das Tierschutzgesetz erlaubt Kaninchenbatterien.

Käfig-Ostereier bei Hofer.
Nachdem bereits im Vorjahr alle Supermärkte Österreichs zugesagt hatten, ab 2007 keine Käfigeier mehr zu verkaufen, musste die Firma Hofer für Ostern 2007 noch ein letztes Mal auf gefärbte Käfigeier zurückgreifen, weil es nach eigenen Angaben zu wenig LieferantInnen von Alternativeiern gibt. Gekochte und gefärbte Ostereier gelten nicht als Frischeier und unterliegen deshalb keiner Kennzeichnungspflicht. Alle gefärbten Eier bei Hofer sind aber Käfigeier. Bei REWE-Austria hingegen, mit den Märkten Merkur, Billa und Penny, werden bereits diese Ostern ausschließlich gefärbte Eier aus Alternativhaltung verkauft.

Aktionsplan Tierschutz in der EU.
28% aller EuropäerInnen wissen überhaupt nicht, unter welchen Bedingungen Tiere in ihrem Land gehalten werden, 57% wissen ein wenig - lediglich 12% gaben an, viel über Tierschutz zu wissen. Das hat eine europaweite Umfrage in 25 EU-Ländern ergeben. Unter diesem Gesichtspunkt versucht nun die Europäische Kommission, mit einem fünfteiligen Aktionsplan konkrete Maßnahmen für eine bessere Tierhaltung zu erreichen. So sollen die Mindestnormen für den Schutz und das Wohlbefinden der Tiere angehoben, Tierversuche in der Forschung verringert, aber auch einheitliche Tierschutz-Indikatoren eingeführt sowie mit mehr Informationsarbeit das Bewusstsein in der Bevölkerung gesteigert und internationale Initiativen zur weiteren Sensibilisierung gestartet werden, gab die EU-Kommission am 23. März bekannt.

Brandanschlag gegen Wurstfabrik.
In der Nacht auf den 17. März zündeten ALF-AktivistInnen 8 LKWs und das Fabriksgebäude des Wurstbasar von Susanne Hinsemann in Hannover, Deutschland, an. Die Fahrzeuge und die Halle wurden total zerstört. Es entstand Sachschaden von mehreren Millionen Euro.

Österreichischer Haubenkoch in USA steigt auf Biofleisch um.
Am 27. März gab der aus Kärnten stammende Haubenkoch Wolfgang Puck, Besitzer einer 300 Millionen US-Dollar schweren Restaurantkette in Los Angeles in den USA, nur noch Biofleisch verkaufen zu wollen. Er distanzierte sich auch von Gänsestopfleber, die er bisher als Delikatesse verkauft hatte. TR-AktivistInnen haben regelmäßig dagegen vor seinen Restaurants demonstriert.

Große Verluste der finnischen Pelzfarmen.
Nachdem finnische Pelzfarmen zig tausende Zuchtfüchse nach China verkauft hatten, machte sich dort eine Fuchsfarmindustrie breit, die 2006 bereits mehr Fuchspelze produziert hat als Finnland und sogar ganz Europa. Da die Produktion in China aber viel billiger ist und Futter und Dienstleistungen viel niedrigere Preise haben, wird der finnischen Fuchspelzindustrie nach eigenen Angaben der Todesstoss versetzt. In dieser Saison konnten nur 60% der finnischen Fuchspelze AbnehmerInnen finden, und im Mittel nur für 56,27 Euro pro Stück, also um 12% weniger als noch im Dezember 2006. Produktionskosten eines Fuchspelzes werden mit 50 Euro angegeben.


Vorankündigungen:

Kleider Bauer Demos: Freitag ab 13 Uhr Wien Mariahilferstrasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumsstrasse. Am Samstag ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, ab 12 Uhr Graz Murgasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumstrasse.
10. – 13. August internationales Grassroots TR-Gathering in Appelscha in Nord-Holland, www.ar2007.info
Animal Liberation Workshops siehe www.animal-liberation,at: 5.+6. Mai Estland, 26.+27. Mai Maribor, 21.+22. Juli Luzern, 13.+14. Oktober Linz, 20.+21. Oktober Innsbruck, 10.+11. November Graz und 17.+18. November Wien