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Tierrechtsradio
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Sendung vom 14.05.2004 11:00:

Die Tierrechtsgruppe BioGeT stellt sich vor

BioGeT - BiologInnen gegen Tiermissbrauch - ist vor allem gegen Tierversuche an der Biologie der Universität Wien und im Rahmen des Bio-Studiums aktiv. 4 AktivistInnen von BioGeT erzählen über ihre Ideen, Kampagnen, Aktivitäten und Erfolge.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VOM 14. MAI 2004

BundesTSG-Demos. Am 10., 13., 14., 15., 16., 17., 22., am 24. an 2 Orten gleichzeitig, und am 29. April, sowie am 5., 6., 7., 8. und 12. Mai wurde an verschiedenen Orten in Wien zum Bundestierschutzgesetz demonstriert. Zusätzlich gab es anlässlich der Unterausschusssitzungen am 27. und 30. April, sowie am 11. Mai eine Demo vor dem Parlament. Am 21. April wurde vor dem Landwirtschaftsministerium demonstriert und der Landwirtschaftsminister Pröll erklärte dazu, dass er die falsche Demonstrationsadresse wäre, weil er für das Bundestierschutzgesetz nicht zuständig wäre. Am 23. April gab es eine Tierrechts-Gegendemo gegen die Abschlusskundgebung der ÖVP-Präsidentschaftskandidatin Ferrero-Waldner am Graben in Wien. Zusätzlich wurde am 9., 16., 24. und 30. April in Linz, am 10. April in Wels, am 17. April in St. Pölten, am 23. April in Steyr, am 24. April in Krems und am 7. Mai in Salzburg demonstriert. Insgesamt hat es damit in ganz Österreich seit Ende Februar mindestens 68 Demos gegen den ÖVP-Entwurf zum BundesTSG gegeben.

37 Batteriehühner befreit. Am 9. April drangen um 6 Uhr früh ca. 35 TierrechtlerInnen in die Legebatterie Winkler in Salzburg-Stadt ein und befreiten 37 Hühner. Die AktivistInnen bauten für die Hühner in der an die Legebatterie angrenzenden Wiese einen Freilauf mit 10 m² pro Huhn samt einigen Unterständen und liessen die 37 Hühner hinein. Die Besitzerin der Batterie erschien, ging aber sofort wieder und wollte kein Kommentar abgeben. Auch die Polizei interessierte sich nur flüchtig für die Aktion, befand, dass kein Sachschaden begangen worden war und verliess den Ort. Zuletzt nahmen die AktivistInnen die 37 Hühner mit und brachten sie auf 3 verschiedene Gnadenhöfe.

2500 Bundestierschutzgesetz-Plakate aufgehängt. Ab 10. April wurden österreichweit insgesamt 2500 Plakate gegen den ÖVP-Entwurf zum Bundestierschutzgesetz illegal plakatiert. Vor allem Wahlplakatständer der ÖVP für die Bundespräsidentschaftswahl, die Arbeiterkammerwahl und die Europawahl wurden verwendet. Am 11. April wurden 2 AktivistInnen von der Polizei unter dem Verdacht festgenommen, solche Plakate aufgehängt zu haben. Die ÖVP-NÖ hat sie nun wegen Besitzstörung geklagt.

Runder Tisch zum Bundestierschutzgesetz. Am 15. April sprachen der ÖVP-Landwirtschaftsminister Pröll, die SPÖ-Unterausschussvorsitzende Sima, der größte Legebatteriebetreiber Latschenberger und ein Tierrechtler am runden Tisch von NEWS über das Bundestierschutzgesetz. Pröll meinte, VeganerInnen dürften nicht über Tierhaltung mitreden, weil sie gegen alle Tierhaltung wären, worauf der Tierrechtler klarstellte, dass nur VeganerInnen die Interessen der nichtmenschlichen Tiere vertreten könnten, weil nur sie keine persönlichen Interessen an den betroffenen Tieren, also keine Interessenskollision, hätten. Latschenberger fand die TierrechtlerInnen zu radikal und seine Tierhaltung die beste im Sinne der Tiere. Sima kritisierte den Entwurf zum Bundestierschutzgesetz und meinte, dass Landwirtschaft und Tierschutz kein Widerspruch wären.

Zustände in ausgestalteter Legebatterie aufgedeckt. Am 22. April gab es eine Expertenbegehung der ersten österreichischen ausgestalteten Legebatterie in Zaina, NÖ. Aufgrund eines Hinweises fand in derselben Nacht eine Tierrechtsbegehung desselben Betriebes statt. Die Aussendung der Landwirtschaftskammer am 23. April, die diese Legebatterie als Vorzeigebetrieb darstellen wollte, konnte so unmittelbar mit einer Presseaussendung der TierrechtlerInnen beantwortet werden, die die tatsächlichen Zustände in der Tierfabrik zeigten: federlose, kranke und tote Tiere in den Käfigen, eine grosse Enge auch im sogenannten Nestbereich und Kot auf der Scharrmatte, dem Teflongitter und den Sitzstangen.

BundesTSG Kanzler-Appell in Zeitungsinseraten. Am 27. April und am 10. Mai wurde in ganzseitigen Inseraten in Zeitungen ein Appell an den Bundeskanzler veröffentlicht, der von 78 bekannten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst unterschrieben war. Die Prominenten bitten darin den Kanzler, die Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens, sowie Mindestansprüche an die Nutztierhaltung, wie z. B. ein echtes Käfighaltungsverbot für Legehennen, gegen die Partikulärinteressen einzelner Lobbies innerhalb der ÖVP durchzusetzen.

TierrechtlerInnen aus Parlament geworfen. Am 27. April überreichten TierrechtlerInnen der ÖVP-Delegation im Unterausschuss zum Bundestierschutzgesetz 10.000 Unterschriften besorgter BürgerInnen, die sich gegen den ÖVP-Entwurf zum Gesetz aussprachen. Weiters wurden ein ausgestalteter Legebatteriekäfig und Fotos der ersten österreichischen ausgestalteten Legebatterie gezeigt. Die ÖVP-Delegation war darüber derart erbost, dass sie die TierrechtlerInnen während des ORF-Interviews aus dem Parlament komplimentieren liess.

Parlamentsenquete zum Bundestierschutzgesetz. Am 28. April gab es im Parlament eine Podiumsdiskussion zwischen Tierschutz und Politik zum Bundestierschutzgesetz. Alle sprachen sich einhellig für ein komplettes Legebatterieverbot aus, auch wenn manche PolitikerInnen meinten, aufgrund von Sachzwängen wäre dieses Gesetz nicht umsetzbar.

Vortrag zum Bundestierschutzgesetz in Tierfabriksregion. Am 29. April fand in St. Peter in der Au nahe Amstetten, mitten in einer der größten Tierfabriksregionen Österreichs, ein öffentlicher Vortrag eines Tierrechtlers zum Bundestierschutzgesetz statt. Von den rund 120 Gästen waren etwa 40 BetreiberInnen von Tierfabriken. Es kam zu lebhaften Diskussionen, bei denen sich die TierfabriksbetreiberInnen mit der grossen Wut der Bevölkerung konfrontiert sahen.

Exkursion zu Bodenhaltungsvoliere. Am 4. Mai organisierten TierrechtlerInnen eine Exkursion der PolitikerInnen, die über das Bundestierschutzgesetz verhandeln, zu einem Bodenhaltungsvolierenbetrieb, in dem die Bodenhaltung von Legehennen auf mehreren Ebenen betrieben wird. Auf diese Weise lassen sich in eine Halle etwa 50% der Anzahl der Hennen einer Legebatterie derselben Grösse pressen. So wurde diese Art der Bodenhaltung als Kompromiss zwischen Tierschutz und Billigproduktion präsentiert, um für ein Verbot der Käfighaltung zu plädieren.

Supermarkt-Aktion zu Legebatterien. Um das Osterwochenende am 10. April gingen TierrechtlerInnen mit Anti-Legebatterie-Eier T-Shirts in verschiedene Supermärkte und postierten sich vor den Legebatterieeierverkaufsregalen. Sie wollten die KundInnen auf den Verkauf von als Ostereier bemalten Legebatterieeiern aufmerksam machen.

Unterausschuss zum BundesTSG ergebnislos. Die bisherigen Unterausschusstermine zum BundesTSG am 26. März, 27. und 30. April, sowie am 11. Mai sind ergebnislos verlaufen. Jetzt soll inoffiziell bei 4-Parteien Treffen weitervehandelt werden. Am 25. Mai wird es die letzte Unterausschusssitzung geben, an der der Gesetzesentwurf finalisiert werden soll. Etwa am 16. Juni wird er dann dem Plenum vorgelegt.

Fleischtransporter angezündet. In der Nacht auf den 13. April wurde in Falkenberg, Schweden, ein Hühnertransport-LKW auf einem Schlachthof angezündet. Er brannte vollständig aus. Zwei Transporter, die daneben geparkt waren, wurden beschädigt.

Größte Robbenjagd seit Jahrzehnten. Gegen die Proteste von TierrechtlerInnen haben JägerInnen in Kanada am 12. April den Startschuss zur größten Robbenjagd seit Jahrzehnten gegeben. Mit der ausdrücklichen Genehmigung der kanadischen Regierung begannen die RobbenfängerInnen ihre Streifzüge durch die Eislandschaft von Neufundland auf der Halbinsel Labrador. Die kanadischen Behörden hatten die Zahl der in diesem Jahr für die Jagd freigegebenen Tiere auf 350.000 erhöht, im vergangenen Jahr waren es 300.000.

Pelztierbefreiungen. Am 10. April wurden 6500 weibliche Zuchtnerze aus der ältesten Pelzfarm Spaniens in Galizien befreit. Die Medien gaben den Schaden mit 300.000 Euro an.
In Kauhajoki in Finnland wurden in der Nacht auf den 20. April 300 Nerze aus einer Nerzfarm befreit. Weiters wurden die Zuchtkarten von 100 Füchsen entfernt. Der Schaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.
Am 10. Mai befreite die ALF alle 133 Castor-Rex Kaninchen aus einer Pelzfarm für Kaninchen in Skara, Schweden. Diese Pelzfarm war bis vor kurzem eine Nerzfarm. Heute züchtet derselbe Farmer rund 1000 Kaninchen pro Jahr für die Pelzindustrie. Die meisten der Kaninchen waren schwanger.

Tierrechtsdemos. Am 6. Mai gab es eine Home Demo vor dem Wohnhaus des Geschäfsführers von P&C, Hans-Peter Pichler, in Wien, um gegen den Pelzhandel von P&C zu demonstrieren.
Am 24. April wurde in Graz gegen das Haibecken in der Shopping City Seiersberg protestiert.
Am 12. Mai wurde den ganzen Tag über eine Tierrechtsdemo beim Türkenschanzpark in Wien abgehalten.
Am 19. April gab es in Innsbruck eine Demo gegen die Schweinefleischproduktion.
Am 20. April fand in Graz und am 8. Mai in Oberwart jeweils eine Demo gegen den Zirkus Knie, der wieder 7 Tiger vorführt, statt.
Am 22. und 26. April sowie am 12. Mai gab es Demos gegen Tierversuche am Biozentrum der Uni Wien.
Am 7. und 8. Mai wurde am Urfarhmarkt in Linz gegen das dortige Ponykarussell protestiert.

Brandanschlag gegen Schweinefabrik. Am 3. Mai gab es einen Brandanschlag gegen eine Schweinefabrik in Ilario D'Enza, Reggio Emilia, Italien. 4 Schweinetransporter auf dem Fabriksgelände gingen in Flammen auf, einer davon brannte völlig aus, die anderen drei hatten schwere Schäden. Die Animal Rights Militia hat sich durch Zurücklassen einer Nachricht zu dem Anschlag bekannt.

Brandanschlag gegen Pelz-Kaufhaus. Am 30. April gab es in Mailand, Italien, einen Brandanschlag in einer Filiale von Upim, einer Kaufhauskette, die auch Pelze verkauft. Ein kleiner Brandsatz ging am Nachmittag los und löste den Feuermelder aus. 7 weitere Brandsätze führten aber nur zu kleineren Schäden. Die Brandsätze waren in Mänteln und Handtaschen versteckt worden.

Versuchstierbefreiung. In der Nacht auf den 21. April befreite die russische ALF 119 Frösche aus einem medizinischen Versuchslabor in Moskau. Die Tiere wurden ausserhalb der Stadt freigelassen. Im Labor wurde Sachschaden angerichtet und die Wände mit Sprüchen besprüht.

Vorankündigungen:

Infoabende und Diskussion - jeweils ab 19.00 im Amerlinghaus (Wien, 7., Stiftgasse 8) - Eintritt frei
14. Mai (kapitalistische -) und 28. Mai (feministische Tierrechtskritik).
19. Mai: 19 Uhr Grüne Akademie Graz AK Tierschutz und Tierrechte
25. Mai: Vortrag Bundestierschutzgesetz, 19 Uhr, Gösser Bräu, Neutorgasse 48, Salzburg
Vegane Sommerfeste: am 15. Mai in Salzburg, am 26. Juni in Wien und am 3. Juli in Linz ganztags.
10. Juli: erstes Tierrechts-Strassenfest in Budapest.
16.-19. September 2004: TR-Kongress Wien, siehe http://www.tierrechtskongress.at
Wien und Linz: weiterhin wöchentlich Demos zum BundesTSG.