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Tierrechtsradio
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Sendung vom 04.05.2007 11:00:

Konfliktstellen zwischen Hunden und der Gesellschaft

Die Sendung benennt die Konflikte und zeigt mögliche Lösungen auf. Zu Gast im Studio: Andrea Stanzel, ehrenamtliche Mitarbeiterin in Tierheimen und ausgebildete Hundetrainerin.

Die Diskussionen über Beißunfälle mit Hunden sind ein gesellschaftlicher Dauerbrenner. Erst kürzlich wurde auf der Titelseite des Standard die Frage aufgeworfen, ob es zu verantworten sei, dass Hunde die nicht kinderfreundlich wären, aus Tierheimen überhaupt vermittelt werden dürfen.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 27. APRIL – 3. MAI 2007

Kleider Bauer Demos und Aktionen.
Am 27. April demonstrierten PelzgegnerInnen vor Kleider Bauer in der Mariahilferstrasse in Wien und der Museumstrasse in Innsbruck.
Am 28. April folgten ähnliche Demos in der Murgasse in Graz, in der Mariahilferstrasse in Wien vor Kleider Bauer und vor Hämmerle, sowie in der Museumstrasse in Innsbruck.
Am 3. Mai folgte eine weitere Demo für Demofreiheit vor Kleider Bauer in der Mariahilferstrasse in Wien.

Tierrechtsdemos.
Am 29. April zeigten AktivistInnen Tierrechtsfilme auf Großleinwand am Stefansplatz in Wien.
Am selben Tag gab es eine Demo vor dem Schweine-Schlachthof in Hollabrunn, NÖ.
Am 30. April wurde an der Einfahrt zum Schlachthof Bergheim bei Salzburg, dem größten Rinderschlachthof Österreichs, gegen Tiertötungen demonstriert.
Am 1. Mai beteiligten sich TRlerInnen an einem Umzug in Salzburg, bei dem die SPÖ in der Regierung wegen gebrochener Versprechen kritisiert wurde. Die TierrechtlerInnen betonten, die SPÖ habe Verrat am Tierschutz begangen.

Tierschutzrat soll entmachtet werden.
Mit in Kraft Treten des österreichischen Bundestierschutzgesetzes wurde auch ein neues Gremium eingerichtet, nämlich der sogenannte „Tierschutzrat“. Der Tierschutzrat besteht aus ExpertInnen die das Tierschutzministerium beraten soll. Der Tierschutzrat machte vor allem von sich reden, weil er sich im Sinne des Tierschutzes kritisch gegenüber Initiativen des Ministeriums äußerte. Z.B. stellte sich der Tierschutzrat gegen eine vom Ministerium angestrengte Novelle des Tierschutzgesetzes, durch die Singvogelfangausstellungen wieder zugelassen werden sollten. Wie jetzt bekannt wurde, will das Ministerium den „eigensinnigen“ Tierschutzrat nun mit einer Gesetzesänderung auf Ministeriumslinie zwingen: So sollen in Zukunft alle Mitglieder von der Ministerin ernannt werden. Außerdem soll das Ministerium in Zukunft dem Tierschutzrat eine Geschäftsordnung vorschreiben dürfen.

Großbritannien: Konservative wollen Fuchsjagdverbot aufheben.
London - Der britische Oppositionsführer und Chef der Konservativen Partei David Cameron hat sich als Verteidiger der traditionellen Hetzjagd auf Füchse zu erkennen gegeben: Sollte seine Partei die nächsten Wahlen gewinnen, werde er das Verbot der Fuchsjagd aufheben. Das Verbot trat nach 7 jährigem Ringen im Februar 2005 entgegen dem heftigen Widerstand des britischen Oberhauses, des „House of Lords“, in Kraft.

Europäische Vegetarismus-Konferenz in Wien.
Von 27. April – 1. Mai organisierte die Vegane Gesellschaft in Wien die Konferenz der Europäischen Vegetarier Union EVU. Die EVU wurde 1985 gegründet und ist ein Dachverband vegetarisch/veganer Vereinigungen. Die Vorträge der Konferenz waren gut besucht und speziell die Vorträge über den Zusammenhang zwischen Umweltbelastung und Tierproduktion, sowie der Vortrag von Dr. Stephan Walsh, einem wissenschaftlichen Spezialisten für gesundheitliche Aspekte der veganen Ernährung, waren die Highlights dieser Zusammenkunft.

Jagdunfälle.
In Tirol feuerte am 30. April ein Jäger versehentlich sein Jagdgewehr auf einem Balkon ab und traf ein metallenes Geländer 150 m weit entfernt. Von dem prallte die Kugel ab und schoss durch eine Balkontür in eine Wohnküche und 1m neben einem auf einem Sofa sitzenden Mann in die Wand.
Am selben Tag stürzte ein 66-jähriger Jäger auf der Fuchsjagd bei Niederschrems im Bezirk Krems, NÖ, kopfüber von einem Felsen. Er war schon tot, wie er aufgefunden wurde.

Pelzumfrage: 88% für umfassende Kennzeichnung.
Am 2. Mai wurde eine Gallup-Umfrage zu Pelz präsentiert. 76 % der österreichischen BürgerInnen sprechen sich für ein striktes Importverbot für alle Hunde- und Katzenfelle aus - 88 % für eine umfassende Kenzeichnung aller Pelzprodukte. Das Landwirtschaftsministerium gab bekannt, sich in der EU für ein lückenloses Importverbot von Katzen- und Hundepelzen einsetzen zu wollen.

Pelztierbefreiungen.
Am 29. April befreite die ALF 2000 Nerze aus einer Pelzfarm in Girona, Spanien.
Am 30. April kamen 300 Nerze aus einer Pelzfarm im Süden Schwedens mit der Hilfe von TierrechtlerInnen frei.

32 Hausdurchsuchungen bei TRlerInnen in England, Holland und Belgien.
In einer großen, internationalen Polizeioperation überfielen 700 PolizistInnen 29 Wohnungen von TierrechtsaktivistInnen in England, sowie weitere 2 in Holland und 1 in Belgien, um sie zu durchsuchen. Die Überfallenen werden verdächtigt, im Rahmen der SHAC-Kampagne gegen Europa’s größtes kommerzielles Tierversuchslabor, HLS, aktiv gewesen zu sein. Dabei geht es aber nicht um herkömmliche Straftaten, vielmehr werden den AktivistInnen extra neu geschaffene Straftaten vorgeworfen, die eingeführt wurden, um Tierindustriebetriebe vor TR-Kampagnen zu schützen. Dabei geht es um „Belästigung“, „Verfolgung“ und „Erpressung“, wobei dieser Vergehen auch z.B. klassischer home demos und run-ins umfassen. Insgesamt wurden 9 Personen bisher angeklagt und 2 sitzen weiterhin seit bereits über 36 Stunden in U-Haft.

Vorankündigungen:

Kleider Bauer Demos: Freitag ab 13 Uhr Wien Mariahilferstrasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumsstrasse. Am Samstag ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, ab 12 Uhr Graz Murgasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumstrasse.
13. Mai Vortrag der Vorsitzenden der holländischen TR-Partei um 18 Uhr im Don-Bosco Haus in Wien
10. – 13. August internationales Grassroots TR-Gathering in Appelscha in Nord-Holland, www.ar2007.info
Animal Liberation Workshops siehe www.animal-liberation.at: 5.+6. Mai Estland, 26.+27. Mai Maribor, 21.+22. Juli Luzern, 13.+14. Oktober Linz, 20.+21. Oktober Innsbruck, 10.+11. November Graz und 17.+18. November Wien