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Tierrechtsradio
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Sendung vom 04.04.2008 11:00:

Freeganism - Boykott der Überfluss- und Wegwerfgesellschaft

Ein Freeganer berichtet uns über seine Beweggründe und Vorgangsweisen beim "containern" von Nahrungsmitteln.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 28. MÄRZ – 3. APRIL 2008

Kleider Bauer Demos.
Am 28. und 29. März wurde jeweils vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstraße gegen Pelz demonstriert.
Am 29. März gab es noch zusätzlich derartige Demos vor Hämmerle in Wien Mariahilferstrasse und vor Kleider Bauer in Wr. Neustadt Wienerstrasse, Graz Murgasse und in Linz, Steyr und Wels.

Tierrechtsdemos.
Am 28. März gab es eine Tierrechtsdemo am Hauptplatz in Graz.
Am 29. März fand eine Tierrechtsdemo am Stephansplatz in Wien statt.

Vegane Gesellschaft Österreich präsentiert Online-Produktdatenbank.
Nach dreijähriger Vorarbeit mit unzähligen Produktanfragen an HerstellerInnen von Lebensmitteln und Haushaltsprodukten präsentierte diese Woche die Vegane Gesellschaft ihre Recherche-Ergebnisse. In der neuen Online-Datenbank, die im Internet unter vegan.at/productdb erreichbar ist, sind über 7000 Produkte gelistet. Aufgrund ungenügender Deklaration, versteckten nicht deklarierten Zutaten, der Verwendung von tierlichen Stoffen im Zuge des Herstellungsprozesses und der eventuellen Durchführung von Tierversuchen für ein Produkt, ist es rein aufgrund der Etikettierung eines Produktes unmöglich festzustellen, ob dieses Produkt tatsächlich ohne die Verwendung von Tieren hergestellt wurde, also vegan ist oder nicht. Durch diese Produktdatenbank will die Vegane Gesellschaft VeganerInnen das Leben erleichtern und ProduzentInnen dazu anregen ihr veganes Sortiment auszubauen.

Pferdetransporter im Südburgenland gestoppt.
Am 31. März 2008 wurde im Südburgenland ein Pferdetransporter gestoppt der von Polen kommend nach Italien unterwegs war. Wegen schwerer technischer Mängel zog die Polizei den polnischen Sattelzug mit 20 Zuchtpferden aus dem Verkehr. Die vollkommen verschreckten Pferde wurden vorübergehend auf Höfen im Burgenland untergebracht. Sobald die technischen Voraussetzungen wieder hergestellt und alle Strafen und Kosten für den Tierarzt und die Unterbringung bezahlt sind, wird der Weitertransport freigegeben. Auf die 20 Pferde wartet ein Schlachthof in Italien.

Schweinebefreiung in Niederösterreich.
Laut einem Bekennerschreiben einer ALF-Zelle, die sich „Wütende Wildschweine“ nennt, wurden in der Nacht von 30. auf 31. März 2008 200 Schweine aus einer Schweinemast zwischen Brunn und Winzendorf, Bezirk Wr. Neustadt, auf die vor dem Gebäude befindlichen Wiesen gelassen. Die katastrophalen Zustände in dieser Mastanlage wurden fotografisch dokumentiert und dem Bekennerschreiben beigefügt. Im Bekennerschreiben heißt es: „Diese sehr sensiblen, intelligenten und sozialen Tiere (mit Hunden vergleichbar) werden so eng eingepfercht physisch und psychisch krank und beißen einander gegenseitig die Schwänze oder Ohren ab bzw. reissen Fleischstücke aus dem Körper anderer, bis diese verbluten.“ Weiter heißt es in diesem Schreiben: „Auch wenn diese befreiten Schweine möglicherweise nicht lange ihre Freiheit genießen können - jede Stunde zählt; denn in wenigen Wochen werden sie brutal in Tiertransporter getreten und über oft lange Strecken in Schlachthöfe gebracht, wo ihnen kopfüber hängend und meist bei vollem Bewusstsein die Kehle aufgestochen wird, wodurch sie sich minutenlang schreiend zu Tode zappeln.“

Stadt Wien baut ein Tierheim.
Am 2. April 2008 überraschte die Wiener U-Bahnzeitung „Heute“ mit der Meldung, dass die Stadt Wien den Bau eines Tierheims im Norden Wiens plant. Das neue Tierheim soll 100 Hunde und 320 Katzen aufnehmen können. Für den Bau werden sechs Millionen Euro veranschlagt. Das Tierheim soll laut der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger nach dem Bau von einem unabhängigen Verein geführt werden. Eine mögliche Folge des Baues eines eigenen Tierheims durch die Stadt Wien, ist, dass sich diese aus der derzeit bestehenden Kooperation mit dem Tierschutzhaus des Wiener Tierschutzvereins im Süden Wiens zurückziehen könnte. Die Stadt Wien schießt derzeit aufgrund eines Leistungsvertrages dem bestehenden Tierschutzhaus Geld zu.

BZÖ fordert Biber-Tötungen in Wien.
Da Biber das Ufer des Marchfeldkanals in Floridsdorf verwüstet hätten, fordert Dietmar Schwingenschrot vom BZÖ die Biber zum Abschuss freizugeben. Der zuständige Wiener Forstdirektor Andreas Januskovec ist gegen die Bibertötungen. Er meint, dass die Biber auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten aufscheinen und außerdem für den nahegelegenen Nationalpark eine Bereicherung darstellen würden.

Alaska: Luftgestützte Jagd auf Wölfe wieder erlaubt.
Wie das Alaska Departement of Fish and Game bekannt gab, wird das luftgestützte Töten von Wölfen wieder erlaubt. Diesen Winter sind bereits 81 Wölfe von Flugzeugen oder Hubschraubern aus erschossen worden.

400 Nerze befreit.
In der Nacht vom 20. auf den 21. März befreiten AktivistInnen 400 Nerze aus einer Pelzfarm in Ubachsberg/Holland. Außerdem wurden die Zuchtkarten entfernt.

Mischung aus Mensch und Kuh hergestellt.
Britische Forscher haben zum ersten Mal Embryonen aus menschlichem Erbgut und Eizellen von Kühen geschaffen. Die Erzeugung dieser Chimären sei einwichtiger Erfolg, sagen die Forscher. Ob ein derartiges Mischwesen, sollte es aufwachsen, juristisch als Sache oder Person gelten würde, ist fraglich. Als juristische Sache wären diese Mischwesen wie alle Tiere rechtlos und nur das Eigentum anderer. Als juristische Person wären sie so wie alle Menschen mit vollen subjektiven Rechten ausgestattet und selbstbestimmt.

Italienischer Mozarella unter Dioxinverdacht.
Südkorea, Taiwan und Japan haben wegen Dioxinspuren den Import von italienischem Büffelmozzarella gestoppt. Nun hat auch die EU Italien die Rute ins Fenster gestellt. In einer am 27. März veröffentlichten Erklärung kritisierte Brüssel die bisherigen Maßnahmen Roms als unzureichend. Italien habe bisher keine Vorkehrungen für einen Rückruf der Produkte getroffen, hieß es darin. Die EU-Kommission forderte die italienischen Behörden zu "schnellem Handeln" auf. Zuvor hatte die EU Italien ein Ultimatum gesetzt.

Kormorankolonie am Bodensee soll dezimiert werden.
Das Regierungspräsidium Freiburg plant in einer kalten Aprilnacht die brütenden Kormorane mittels Halogenscheinwerfern von ihren Nestern zu verjagen - die Eier sollen so auskühlen und die Brut damit verlorengehen. Von Seiten des Natur- und Tierschutzes wird gegen diese Aktion protestiert. Das Brutgebiet sei EU-Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung. Bereits geschlüpfte Jungvögel würden bei der Aktion zu Tode kommen. Davon betroffen wären auch Rot- und Schwarzmilane, Rohrweihen, Zwergtaucher und Kolbenenten.

Kanada: Küstenwache rammt Schiff von Tierrechtlern.
In der letzten Woche hat die umstrittene Robbenjagd in Kanada begonnen. 275.000 Robben sind zur Tötung freigegeben worden. Tierrechtsorganisationen konnten bereits in den ersten Tagen erneut etliche Grausamkeiten und Gesetzesbrüche beim Erschlagen der Jungrobben filmisch dokumentieren. Nachdem ein Schiff der TierrechtlerInnen sich weigerte den Schiffen der Robbenjäger Platz zu machen, wurde es von einem Eisbrecher der kanadischen Küstenwache gerammt. Der Kapitän des Tierrechtsschiffes Alex Cornelissen kommentierte die Attacke mit den Worten: „Unglaublich. Es ist, als hätte die Küstenwache Robbenschützern den Krieg erklärt.“

Vorankündigungen
Kleider Bauer Demos
Freitag ab 13 Uhr in Wien Mariahilferstraße, 14 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag, ab 9 Uhr in Wr. Neustadt Wienerstrasse vor Kleider Bauer, ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstraße, ab 12.30 Uhr in Graz Murgasse und ab 14 Uhr in Innsbruck Museumsstraße.
Tierrechtsdemos
Freitag ab 17 Uhr am Grazer Hauptplatz
Samstag ab 11.30 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage und ab 16 Uhr am Stephansplatz in Wien
Großer Anti-Jagd-Demoumzug in Wien
Samstag, 19. April 2008, Start um 12 Uhr am Europaplatz. Der Demozug geht durch die Mariahilferstraße und die Innere Stadt zum „Stock-im-Eisen“-Platz.
Großdemo für Tierrechte in Wien
Samstag 26. April 2008, Start um 13 Uhr Innere Mariahilferstraße Ecke Gürtel beim Westbahnhof. Abschlusskundgebung um 16:00 Uhr am „Stock-im-Eisen“-Platz/Stephansplatz
Vegane Sommerfeste 2008
17.05.: Innsbruck
24.05.: Linz
31.05.: Wien
07.06.: Graz/Umweltfest
26.07.: Salzburg
Details siehe www.vegan.at.
Österreichischer Tierrechtskongress Wien 2008
27. – 30. November 2008 im Don-Bosco Haus in Wien, siehe www.tierrechtskongress.at
Internationales Tierrechts Gathering in Österreich
21. – 24. August 2008 bei Neunkirchen in NÖ, südlich von Wien, siehe www.ar2008.info