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Tierrechtsradio
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Sendung vom 11.04.2008 11:00:

Großraubtiere in Rumänien versus Österreich

Gäbe es die Bärendichte der rumänischen Südkarpaten in Österreich, hätten wir allein in den Alpen 20.000 Tiere. Stattdessen hat die Jägerschaft die letzten 35 Bären hierzulande erschossen.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 4. – 10. APRIL 2008

Kleider Bauer Demos.
Am 4. April gab es Demos gegen den Pelzhandel bei Kleider Bauer vor den Filialen in Graz Murgasse, Innsbruck Museumstrasse und Wien Mariahilferstrasse.
Am 5. April folgten entsprechende Demos in Innsbruck Museumstrasse, Wien Mariahilferstrasse, Linz Landstrasse und Wr. Neustadt Wienerstrasse.
Am 4. April verhörte das Wiener Amt für Terrorismusbekämpfung einen Grazer Tierrechtsaktivisten 4 Stunden lang, weil sein Handy angeblich in räumlicher und zeitlicher Nähe zu einem Anschlag auf die Privatautos der Besitzer von Kleider Bauer in Wien vor einigen Monaten eingeschalten gewesen wäre. Dem Mann wurde auch eine DNS Probe entnommen, um sie mit einer angeblich am Tatort gefundenen Spur zu vergleichen.

Tierrechtsdemos.
Am 4. April wollten TierrechtlerInnen wieder einmal vor dem Pelzmodenhaus „Primus“ in der Kremser Altstadt gegen Pelz protestieren. Wie sich herausstellte, dass das Geschäft offenbar kürzlich für immer gesperrt worden war, wurde der Protest um einige 100 m vor eine Pelzboutique am Pfarrplatz verlegt.
Am 5. April hielten AktivistInnen am Grazer Hauptplatz und am Stefansdom in Wien eine Kundgebung für Tierrechte ab.
Am 9. April protestierten AktivistInnen im String-Tanga und nacktem Oberkörper vor der englischen Botschaft in Wien gegen die Verwendung von Bärenfellmützen bei der königlichen Leibgarde. Für diese Bekleidung werden jährlich 100 Schwarzbären in Kanada getötet. Die englische Queen bezahlt dafür jährlich mehr als 400.000 Euro an die Pelzindustrie.

Pelztierbefreiung.
Am 1. April befreite die ALF 1100 schwangere Nerze aus der einzigen Pelzfarm in Madrid, Spanien. Durch einen nahen Fluss konnte sich der Großteil der Tiere Wiedereinfangversuchen entziehen.

Aktionstag gegen Peak Performance erfolgreich: bleibt pelzfrei.
Die Firma Peak Performance, mit 3 Filialen in Österreich, hat seit 4 Jahren eine Geschäftspolitik, die den Verkauf von Pelzprodukten ausschließt. Peak Performance gehört allerdings zur schwedischen IC Company Gruppe, deren Direktor im Februar 2008 für die kommende Herbstkollektion eine Änderung dieser Politik ankündigte. Die IC Company - und damit auch Peak Performance - solle in Zukunft auch Pelz vertreiben, weil das die Kundschaft angeblich so wolle. Seit Monaten gibt es deshalb in Schweden eine Kampagne gegen die IC Company. Am 29. März 2008 wurde ein internationaler Aktionstag ausgerufen, dem sich auch AktivistInnen in Österreich mit Demos vor Filialen von Peak Performance in Innsbruck und Wien anschlossen. Und dieser Aktionstag hatte durchschlagenden Erfolg: am 10. April gab die Geschäftsführung von Peak Performance international bekannt, pelzfrei bleiben zu wollen, egal wie die Mutterfirma IC Company in Zukunft diesbezüglich agieren werde.

Großer Demomarsch in Innsbruck.
Weil die Behörden in Innsbruck immer drakonischere Maßnahmen gegen die Demonstrationsfreiheit von TierrechtlerInnen setzen, riefen AktivistInnen für den 29. März zu einem Demomarsch durch die Stadt auf. Mehr als 50 TeilnehmerInnen marschierten mit. Als sich der zunächst von der Polizei unbehelligt gelassene Demonstrationszug aus der Altstadt Richtung Kleider Bauer wandte, umkreisten plötzlich unzählige Polizeiautos mit Blaulicht und Sirene die Kundgebung. Unmittelbar vor der Kleider Bauer-Filiale waren 7 Polizeifahrzeuge (darunter ein Bus) vor dem Demozug und 3 Polizeiautos (darunter auch ein Bus) dahinter. Trotz dieser Provokation ließen sich die DemonstrantInnen nicht von einem langen, lautstarken Protest vor Kleider Bauer abhalten. Derartige Polizeischikanen werden zum tierrechtlerischen Alltag.
In der Grazer Stadtzeitung „Falter“ verlautete der Grazer Bürgermeister Anfang April sogar, dass er von der dortigen Polizei ein radikaleres Vorgehen gegen Tierrechtsdemos gerade vor Kleider Bauer erwarte.

Neues Pelzfarmgesetz in Italien aufgeschoben.
Eigentlich hätte das neue, schärfere Gesetz gegen Pelzfarmen in Italien bereits Anfang Jänner 2008 in Kraft treten sollen, doch verschiedene Novellen führten zu Verzögerungen. Am 31. Juli 2008 wird es aber soweit sein. TierrechtlerInnen erwarten von dem Gesetz, dass es zur faktischen Schließung aller Pelzfarmen führen werde, weil die geforderten Bedingungen keine kommerzielle Pelzproduktion zulassen.

Skandalurteil gegen TierrechtlerInnen: Demo vor Salzburger Landesgericht.
Weil TierrechtlerInnen einen tschechischen Hundehändler durch Vorspielung falscher Tatsachen nach Österreich gelockt und dann seine Hunde beschlagnahmt hatten, saßen sie am 10. April wegen Amtsanmaßung vor Gericht und wurden zu 300 Euro Strafe verurteilt, obwohl der Hundehandel illegal war und die Tiere in schlechtem gesundheitlichen Zustand. Deshalb hielten TierrechtlerInnen in Solidarität eine Protestkundgebung vor dem Salzburger Landesgericht ab.

Jägerschaft legt Hinterhalt: Hochstandschneider festgenommen.
Weil in den letzten Wochen etwa 30 Hochstände in der Region Steyr, OÖ, umgeschnitten und Jagdhütten mit einer Schadenssumme von rund 35.000 Euro beschädigt worden waren, legten sich die lokalen JägerInnen auf die Lauer. Am 3. April erwischten sie 2 junge Aktivisten aus Steyr in flagranti, bedrohten sie und übergaben sie der Polizei.

2 Hühner befreit.
Am 1. April befreiten AktivistInnen 2 Hühner aus einer Bodenhaltungsanlage zur Eierproduktion mit 50.000 Hennen in NÖ und brachten sie nach eigenen Angaben in guter Pflege unter.

Konferenz über künstliches Fleisch.
Im Labor gezüchtetes Muskelgewebe als Alternative zur Fleischproduktion mit Tieren: Das ist möglich, sagen ForscherInnen. In spätestens zehn Jahren könnte die Industrie so weit sein, dass sie frisches Fleisch künstlich – ohne Tiere – im Labor herstellen kann. Das hat am 10. April die weltweit erste Konferenz über Laborfleisch in Oslo gezeigt. Die Züchtung von Gewebe selbst ist schon heute möglich. Aus einer tierlichen Stammzelle können in einer Nährschale im Labor Muskelzellen und ein wachstumsfähiges Gewebe gezüchtet werden. Noch ist die Nährlösung für die Zellkulturen aber zu teuer – und auch grundlegende Fragen sind ungeklärt: Etwa wie man dem Kunstfleisch den Geruch und das Aussehen von natürlichem Fleisch gibt. Die ForscherInnen sind aber überzeugt, dass Laborfleisch nur Vorteile hat. An erster Stelle wird dabei der Tierschutz angeführt, Laborfleisch entlaste aber auch die Umwelt: Es gibt keine Tiere mehr, die Gülle produzieren und damit Boden und Gewässer verschmutzen. Und nicht zuletzt profitiere auch das Klima davon: Derzeit verursache die Fleischproduktion weltweit 18% der Treibhausgase – mit Laborfleisch nur mehr 2%.

Pressekonferenz kanadischer Robbenjäger in Wien.
Am 10. April präsentierte in Wien eine Delegation kanadischer Robbenjäger in Begleitung hochkarätiger kanadischer Politiker ihre Sicht der Dinge der Öffentlichkeit. Ein generelles EU Importverbot würde erstens den dänischen Absatzmarkt zerstören und zweitens die Verarbeitung der Felle in Deutschland und Griechenland für den Weiterverkauf nach Russland und China verunmöglichen. Der Darstellung, dass die Robbenjagd human wäre, traten TierrechtlerInnen mit neuem Filmmaterial von lebendig gehäuteten Tieren entgegen. Die kanadische Delegation tourt bereits seit Anfang April durch Europa.

Feuer gegen Tierversuche.
AktivistInnen setzten am 29. März das Hauptquartier der Firma Ugo Basile in Varese, Italien, in Brand. Dieses Unternehmen ist weltweit führend in der Ausstattung von Tierversuchslabors. Das 3 stöckige Gebäude brannte innerhalb von 10 Stunden völlig aus.

Neuer Gnadenhof in NÖ.
Am 8. April wurde bekannt, dass im Raum Melk in NÖ auf einem Bauernhof mit 34 Hektar Land ein neuer Gnadenhof für Nutztiere mit anfangs 40 Rindern eingerichtet wird. Dem Bauern war die Arbeit zuviel geworden und er hatte seine Rinder am Gelände freigelassen und nach einer Beschwerde des Amtstierarztes mit Tierschützern zusammen den Gnadenhof gegründet.

Vorankündigungen

Kleider Bauer Demos
Freitag ab 13 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, 14 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag, ab 9 Uhr in Wr. Neustadt Wienerstrasse vor Kleider Bauer, ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, ab 12.30 Uhr in Graz Murgasse und ab 14 Uhr in Innsbruck Museumsstraße.
Tierrechtsdemos
Freitag ab 17 Uhr am Grazer Hauptplatz
Samstag ab 11.30 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage und ab 16 Uhr am Stefansplatz in Wien
Großer Anti-Jagd-Demoumzug in Wien
Samstag, 19. April 2008, Start um 12 Uhr am Europaplatz. Der Demozug geht durch die Mariahilferstraße und die Innere Stadt zum „Stock-im-Eisen“-Platz.
Großdemo für Tierrechte in Wien
Samstag 26. April 2008, Start um 13 Uhr Innere Mariahilferstraße Ecke Gürtel beim Westbahnhof. Abschlusskundgebung um 16:00 Uhr am „Stock-im-Eisen“-Platz/Stephansplatz
Vegane Sommerfeste 2008
17.05.: Innsbruck
24.05.: Linz
31.05.: Wien
07.06.: Graz/Umweltfest
26.07.: Salzburg
Die genauen Details werden in Kürze im Internet auf www.vegan.at veröffentlicht.
Österreichischer Tierrechtskongress Wien 2008
27. – 30. November 2008 im Don-Bosco Haus in Wien, siehe www.tierrechtskongress.at
Internationales Tierrechts Gathering in Österreich
21. – 24. August 2008 bei Neunkirchen in NÖ, südlich von Wien, siehe www.ar2008.info