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Sendung vom 31.10.2008 11:00:

OGH urteilt zur Tierschutz-Repression

Laut OGH waren die martialischen Polizeimassnahmen und die lange U-Haft gegen 10 TierrechtlerInnen gerechtfertigt. Sippenhaftung scheint die Grundlage von §278a zu sein.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 24. BIS 30. OKTOBER 2008

Kleider Bauer Demos

Am 25. Oktober wurde vor der Kleider Bauer Filiale in Wien Mariahilferstraße, und am 24. und 25. Oktober vor der Filiale in Innsbruck Museumstrasse gegen Pelz demonstriert.

Tierrechtsdemos

Am 24. Oktober fand anlässlich des Jubiläums „10 Jahre Pelzfarmverbot in Österreich“ ein Großdemomarsch gegen Pelz statt. Von der Wiener Oper bis zur Kaiserstraße im 7. Bezirk marschierten die etwa 70 TierschützerInnen, überwacht von einer gewaltigen Polizeieskorte, um auf das Verbot und die damit verbundene Illegalität der Pelzproduktion in Österreich aufmerksam zu machen. Ein gutes Soundsystem im VGT-Bus begleitete den lauten Zug, sodass an verschiedenen Stationen vor Geschäften, die immer noch Pelze verkaufen, beeindruckende Reden zum Pelztierleid und zur staatlichen Repression gehalten werden konnten.

Weiters wurden am 25. Oktober am Wiener Stephansplatz Videofilme auf Großleinwand gezeigt und in Wien vor der Fürnkranz Filiale in der Mariahilferstrasse gegen Pelz protestiert.

Am 26. Oktober wurde anlässlich des sogenannten „Abfischfestes“ im Bruneiteich bei Heidenreichstein im Waldviertel demonstriert. Bei dieser alljährlichen Veranstaltung wird der Fischteich ausgelassen und alle Fische werden im übrig gebliebenen Morast gesammelt und erschlagen.

Am 30. Oktober zeigten AktivistInnen anlässlich des am 1. November stattfindenden „Welt-Vegan-Tags“ am Grazer Hauptplatz einen neuen kritischen Videofilm über Milch und die Haltung von Kühen.

Symposium: 10 Jahre Pelzfarmverbot in Österreich

100 Menschen trafen sich am 24. Oktober im Wiener Vegetasia zu hochkarätigen Vorträgen zur Bewertung des Pelzfarmverbots und der Schließung der letzten Pelzfarm in Österreich vor 10 Jahren. Der Weg zum Pelzfarmverbot wurde erörtert, das Verbot als Meilenstein der Tierschutzgeschichte betont und die weitere Zukunft prognostiziert. Ehrengast war ein finnischer Tierrechtsaktivist, der über die internationale Bedeutung des österreichischen Verbots und die Pelz-Kampagnen in Finnland, das eines der wichtigsten pelzproduzierenden Länder ist, referierte.

Repression gegen Tierrechtsaktivismus geht weiter

Erst jetzt wurde bekannt, dass es bei einer jungen Frau in Wien, die nur 4 Mal auf Großdemos anwesend und sonst noch nie für Tierschutz aktiv war, die aber Spenderin des VGT ist und sich bei diesem Verein ein T-Shirt bestellt hat, am 13. Oktober spät abends eine Hausdurchsuchung gegeben hat. Die Polizei nahm einen Computer und einen Laptop sowie Flugblätter mit. Die Frau wurde mehrere Stunden lang verhört. Es wird vermutet, dass die Polizei die Frau durch ihren Anruf im VGT-Büro ausgeforscht und dann in einer Rasterfahndung als verdächtig eingestuft hat. TierrechtlerInnen äußern schwere Bedenken, dass die Polizei in ihrer Ermittlungstätigkeit schon längst jedes Maß und Ziel verloren hat.
Am 25. Oktober wurde im Rahmen des 4. Austrian Social Forum in St. Peter in der Au in NÖ ein Workshop zur Repression mittels §278a durchgeführt.

Tierrechtsvortrag an der katholischen Fakultät der Uni Wien nach Schwierigkeiten mit dem Rektorat

Der Vortrag des VGT-Obmanns, der einer der 10 U-Häftlinge in der Tierschutzcausa war, im Tierethik Forum der katholischen Fakultät der Uni Wien zum Thema „Sind Menschen auch nur Tiere?“ war schon seit fast 1 Jahr im Hauptgebäude geplant. Doch kurz vor dem Termin untersagte der Vizerektor der Universität die Benutzung der Räume. Vorträge des VGT-Obmanns seien ein Sicherheitsrisiko. Die Veranstaltung fand trotzdem am 30. Oktober statt, durch die Intervention des Dekans der katholischen Fakultät in einem der dortigen Seminarräume. Über 50 TeilnehmerInnen füllten den kleinen Hörsaal, obwohl die Universität die Werbung für die Veranstaltung unterband und untersagte, in den Ankündigungsplakaten den Verein Gegen Tierfabriken zu nennen.

JägerInnen schießen auf Menschen

Ein 66-jähriger Mann ist am 25. Oktober bei einer Wildschweinjagd im Bezirk Gänserndorf von einer Kugel getroffen worden und verletzt zusammengebrochen. Im Bezirk Mistelbach wurde ein Jäger bei einer Hasenjagd mit Schrot angeschossen. Auch in Poysdorf schoss eine Jägerin auf einen Hasen, wobei sich das Schrot in einen Weingarten verirrte und einen 35 jährigen Anrainer traf. In Südfrankreich kam ein 24 jähriger Radfahrer sogar nach einem tödlichen Schuss in den Rücken ums Leben. Der Jäger gab an, auf ein Wildschwein gezielt zu haben.

Aufwiegelnde Kunst in Landeck

Am 25. und 26. Oktober zeigte der Tierrechtskünstler Chris Moser, der auch einer der 10 in der Tierschutzcausa in U-Haft gehaltenen TierrechtlerInnen war, eine Kunstausstellung in einem vom Abriss bedrohten Kulturzentrum früherer Tage in Landeck in Tirol. Die Tierrechtskunst, die ihn ins Gefängnis gebracht hatte, wurde neben Zeichnungen, die in der Haft entstanden waren, gezeigt und in Installationen präsentiert.

Umweltbericht von WWF: Erdressourcen schwinden

Eine aktuelle Studie des WWF warnt vor einer ökologischen Krise, die bis zum Jahr 2035 ein katastrophales Ausmaß annehmen könnte. Besonders die Wasservorräte sind extrem bedroht, die Zahl der Menschen, die unter Wasserknappheit und deren Folgen leiden, wird weiter steigen. Die Länder mit dem größten Wasserverbrauch sind die Vereinigten Staaten, Griechenland und Italien. Auch der Wasserverbrauch ist direkt mit der Tierindustrie verknüpft. So werden z.B. für ein Kilo Rindfleisch 15.500 Liter Wasser benötigt, so der WWF. 1 kg Erdäpfel braucht dagegen insgesamt nur 500 Liter.

Wieder Anti-Walfang Kampagne von Sea Shepherd

Am 24. Oktober gab die kanadische Sea Shepherd Conservation Society öffentlich bekannt, auch dieses Jahr das bereits 5. Mal die japanische Walfangflotte im südlichen Ozean konfrontieren und behindern zu wollen. Die Strategie ist den Walfang zu verhindern und ihn dadurch dramatisch zu verteuern.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 14 Uhr, Kleider Bauer Demo auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Morgen Samstag, Demo gegen Kleiderbauer ab 10:00 Uhr bis 19.00 auf der Mariahilferstr. 111. 1060 Wien
Am Samstag werden auch am Stephansplatz in Wien bei Einbruch der Dunkelheit Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
In Innsbruck gibt’s eine Pelzdemo in der Museumsstrasse vor der Kleider Bauer Filiale am Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr

Webpelzmodeschau Wiener Tierschutzverein am 4. November 2008, Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr im Naturhistorischen Museum

Ist Engagement strafbar?
Diskussionsveranstaltung in Linz
Eine Diskussionsveranstaltung der Plattform gegen Kriminalisierung von politischem Engagement
Wann: Mittwoch, den 5. November 2008, 19:00 Uhr
Wo: Ernst-Koref-Heim, Prunerstr. 3a, 4020 Linz
Vortragende:
Boris Lechthaler von der Werkstatt Frieden und Solidarität
DDr. Martin Balluch, Obmann des Verein Gegen Tierfabriken
Im Anschluss gibt es ein veganes Buffet und ein Solikonzert der Band "Simplyfi"

Rammböcke, Repression, Rechtsstaat?... und ein Vortrag
GRAS Salzburg (Grüne und Alternative StudentInnen) und der VGT (Verein gegen Tierfabriken) laden zu einem Vortrag:
Zeit: 4. November 2008 um 19 Uhr
Veranstaltungsort: Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Salzburg, Rudolfskai 42, Hörsaal 383

Tierrechtskongress von 27. bis 30. November im Don Bosco Haus Wien. Anmeldung erforderlich. www.tierrechtskongress.at