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Tierrechtsradio
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Sendung vom 23.01.2009 11:00:

Erhöhung der Besatzdichten bei Mastgeflügel in Begutachtung

Ein Entwurf zur Novelle vom Tierschutzgesetz ist in Begutachtung: die Besatzdichte von Masthühnern soll um 30% und die von Truthühnern um 50% erhöht werden!

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 16. - 22. JÄNNER 2009

Kleider Bauer Demos
Am 16. und 17. Jänner wurde vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstrasse demonstriert.
Am 16. Jänner gab es eine zusätzliche derartige Kundgebung vor Kleider Bauer in Graz Murgasse und Salzburg Am Platzl, und am 17. Jänner in Wiener Neustadt Wienerstraße und Linz Landstraße.
Am 21. Jänner folgte eine weitere Demonstration in Salzburg Am Platzl.

Tierrechtsdemos
Am 16. Jänner gabs abends in Linz am Taubenmarkt eine Antifleischdemo vor McDonalds.
Am 17. Jänner wurden nach Einbruch der Dunkelheit am Stephansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am 18. Jänner hielten AktivistInnen am Hauptplatz in Graz den ganzen Tag über eine Informationsveranstaltung zu Tierrechten ab.
Am 19. und 20. Jänner gabs Proteste vor der Fürnkranz Filiale in Wien Kärtnerstrasse gegen den Pelzhandel dieser Kleiderkette.
Am 22. Jänner gab es eine laute Demonstration vor dem Landtag in St. Pölten, um gegen die Erlaubnis zum Abschuss von 200 Mäusebussarden und 40 Habichten in NÖ zu protestieren.

6 Tierschutzorganisationen nach Polizeiübergriff seit 8 Monaten ohne Infrastruktur
Mit 21. Jänner ist es bereits 8 Monate her, dass 2 LKWs vor dem Wiener Büro des Verein Gegen Tierfabriken VGT vorfuhren und massive Polizeikräfte die gesamte Infrastruktur des Vereins entfernten: alle Computer, die Datenbank, die Mitgliederdateien, die Foto- und Filmarchive, 400 Aktenordner die Buchhaltung usw. Der Verein – und mit ihm 5 andere – ist damit seit 8 Monaten lahmgelegt und nicht in der Lage seine Mitglieder zu kontaktieren. Ohne Buchhaltung kann keine Überprüfung für das Spendengütesiegel durchgeführt werden und alle Unterlagen von Gerichtsverfahren, die der VGT gegen TäterInnen wegen Tierquälerei angestrengt hat, sind nicht zugänglich. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft verweigern auch nach zahllosen Anträgen jede Einsichtnahme in die beschlagnahmten Akten oder die Ausfolgung einer Kopie.

Illegaler tschechischer Tiertransporter gestoppt
Am 20. Jänner stoppten TierrechtsaktivistInnen zusammen mit der Autobahnpolizei einen tschechischen Rindertransporter auf der Südautobahn in der Steiermark. Die 28 Schlachtrinder hatten zum Teil gebrochene Knochen und mussten in zentimeterdickem Kot stehen. Der Fahrer musste vorort eine hohe Geldstrafe bezahlen, durfte aber weiterfahren, weil der Zielschlachthof Graz nicht mehr weit entfernt war.

Erstmals in Österreich Gefängnisstrafe wegen Tiermissbrauch
Am 20. Jänner erhielt eine 47 jährige Frau aus Schrattenberg in NÖ 1 ½ Jahre Gefängnis, weil sie illegal junge Hunde aus Ungarn importiert und in Österreich verkauft hatte. Allerdings ist sie bereits schon zum wiederholten Mal deshalb verurteilt worden und hatte bereits ein Tierhalteverbot. Zusätzlich biss sie einen Polizisten, wie die Beamten den Bauernhof unter die Lupe nahmen, und bot die Tiere als „entwurmt und geimpft“ an, obwohl sie an Katzenseuche und starkem Wurmbefall litten. Der Schuldspruch ist noch nicht rechtskräftig, weil die Frau Berufung einlegte.

Regierung will Tierschutzgesetz drastisch verschlechtern
Im Jahr 2004 wurde im Parlament einstimmig ein neues Bundestierschutzgesetz beschlossen, dessen Verordnung eine maximale Besatzdichte von 30 kg Huhn pro m² Bodenfläche für die Fleischproduktion vorsieht. Bei 1,5 kg Körpergewicht sind das 20 Hühner pro m². Ende Dezember 2008 brachte jetzt das neu besetzte Tierschutzministerium einen Entwurf zur Mastgeflügelhaltung heraus, der eine Erhöhung der Besatzdichte für Hühner um 30% auf 38 kg/m² und für Truthühner um sage und schreibe 50% von 40 auf 58 kg/m² vorsieht. Tierschutzgruppen legten vehementen Protest ein und vermuteten als Hintergrund die Hoffnung der TiernutzerInnen, dass der Tierschutz aufgrund der Polizeirepression am Boden wäre und sich nicht wehren könnte.

Jäger schießt sich in den Bauch
Am 20. Jänner schoss sich ein Jäger in Krieglach in der Obersteiermark selbst in den Bauch, während er auf dem Balkon seines Hauses Ausschau nach einem Fuchs hielt, um diesen zu töten.

Gefängnisstrafen für TierrechtsaktivistInnen in England
Am 22. Jänner wurden 7 TierrechtsaktivistInnen zu zwischen 4 und 11 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie sich an einer Verschwörung zur Erpressung einer Tierversuchsfirma beteiligt haben sollen. Als Beleg für diese Klage war den Geschworenen eine Unzahl von als subversiv und radikal interpretierten Emails und Aussagen der Beschuldigten vorgelegt. Faktisch konnte den TierrechtlerInnen nur die Führung einer Kampagnen-Webseite vorgeworfen werden, auf der sogar deutlich gesagt wird, dass die AktivistInnen gebeten werden, ihre autonomen Aktionen gewaltfrei und legal durchzuführen.


Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr, und morgen Samstag ab 9 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111.
Jeden Montag und Dienstag wird von 15 bis 18 Uhr auf der Kärtnerstraße 39 in Wien gegen Pelz bei Fürnkranz demonstriert.
Am Samstag werden auch am Stephanplatz in Wien bei Einbruch der Dunkelheit Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt
Am 4. Februar gibt’s im Restaurant Hopfenstange, Kaiserstrasse 12 in Wien 7, ab 20 Uhr einen Vortrag zu §278a StGB
Die heurigen Animal Liberation Workshops werden im Herbst in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt, und im Mai in Linz stattfinden, siehe www.animal-liberation.at