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Tierrechtsradio
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Sendung vom 17.04.2009 11:00:

Polizeirepression: Pressekonferenz zu Abschlussberichten

Verein Gegen Tierfabriken veröffentlicht seine polizeilichen Abschlussberichte auf seiner Webseite: keine konkreten Belege für Kriminelles, Meinungsäußerungen werden kriminalisiert.

Tierrechtsnachrichten von 10. – 16. April 2009

Kleider Bauer Demos
Am 10. und 11. April wurde in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse vor Kleider Bauer gegen dessen Pelzverkauf demonstriert.
Am 11. April gab es ähnliche Proteste zusätzlich in Wiener Neustadt Wienerstrasse und Linz Landstrasse.

Tierrechtsdemos
Am 10. April wurde am Hauptplatz in Graz und auf der Hauptstrasse in Eisenstadt, und am 11. April sowohl am Hauptplatz in Graz als auch am Schwedenplatz in Wien für Tierrechte demonstriert.

Tier-Kreuzigungsaktion in Innsbruck
Am diesjährigen Karsamstag, dem 11. April war es wieder soweit: Drei Kreuzträger_Innen wurden von zwei totenkopfmaskierten Schlächtern zwei Stunden lang durch die Innsbrucker Innenstadt getrieben und fünf mal an die Kreuze gebunden! Nachdem die drei Aktivist_Innen am Kreuz letztes Jahr wegen angeblicher Herabwürdigung religiöser Lehren (§188) angezeigt worden waren - diese Aktion steht auch nach wie vor als sogenannte "militante Aktion" im Ermittlungsakt zum Verfahren nach § 278a, kein Wort davon, dass dieses Verfahren natürlich eingestellt wurde! - gab es heuer keine Probleme. Insgesamt etwa 40 Aktivist_Innen unterstützten den eindrucksvollen Demomarsch mit Sprechchören und Transparenten wie "Wir sterben jeden Tag für eure Ernährungssünden!" sowie aufgrund der Aktualität der Sache mit einem "Weg mit § 278a!"- Transparent, befinden sich ja drei der Aktivist_Innen unmittelbar unter dem Damoklesschwert dieses Paragraphen.

Mahnmal gegen Tiertransporte vorgestellt
In der Oststeiermark ist Österreichs erstes "Mahnmal gegen Langstrecken-Tiertransporte" in Vorbereitung. "Es wird noch heuer direkt an der Südautobahn (A2) bei Gleisdorf errichtet und ist ein Denkmal gegen das grenzüberschreitende Tierleid", erklärt einer der TierrechtlerInnen, die das projekt ins Leben gerufen haben. Ein Grundstück wurde bereits zur Verfügung gestellt. Finanziert werden soll das Mahnmal über eine Art Bausteinaktion. Gleichzeitig intensivieren TierrechtlerInnen die Kontrollfahrten bzgl. Tiertransporten. Am 11. April wurde wieder ein illegaler Tiertransport-LKW auf der Südautobahn gestoppt und mit Hilfe der Polizei kontrolliert. Nach Angaben der TierrechtlerInnen sind 3 von 4 Tiertransporte illegal. Die Hauptprobleme sind: Viel zu wenig Platz für die Tiere in den Lkws, schwere Mängel bei der Versorgung mit Wasser und Futter sowie das Nichteinhalten von Ruhepausen.

Reptilienschauen vielerorts verboten
Bis vor kurzem gab es noch keine Probleme bei den Reptilienschauen eines Veranstalters, der mit zahlreichen dieser Tiere durch die Länder zieht und sie vorzeigt. Erstmals in Innsbruck wurde ihm der Auftritt wegen Tierquälerei verboten. Es folgte ein Auftrittsverbot in Salzburg, und am 10. April gaben auch Wels und Freistadt in OÖ bekannt, der Reptilienschau keine Genehmigung erteilen zu wollen.

Nerzbefreiung
Am Donnerstag dem 9. April befreiten TierrechtlerInnen in Eksjo, in Schweden, 264 Nerze, davon 243 weibliche und 43 männliche Zuchttiere, indem sie sie aus dem Areal trugen. Es wurde kein Sachschaden angerichtet.

TierrechtlerInnen verhinderten erfolgreich Walfang
Die japanische Walfangflotte ist am 14. April aus der Antarktis zurückgekehrt - mit 679 getöteten Zwergwalen und einem Finnwal. Wegen Störaktionen von TierrechtlerInnen blieben die Walfänger hinter ihrem Ziel von 935 Zwerg- und 50 Finnwalen zurück.

40 % des weltweiten Fischfangs weggeworfen
Fast die Hälfte des weltweit gefangenen Fischs wird weggeworfen oder nicht verarbeitet. Dies ergab eine am 15. April veröffentlichte, wissenschaftliche Studie, die auf Daten aus 46 Nationen beruht. Die Autoren der Studie - „Defining and estimating global marine fisheries bycatch“ - fanden heraus, dass jedes Jahr mindestens 38 Millionen Tonnen Fisch nicht verwendet oder verarbeitet werden - das sind mindestens 40 % der gesamten Menge an gefangenem Fisch aus den Weltmeeren.

5200 Euro Strafe für Jäger!
5200 Euro muss ein Jäger zahlen, der illegal im nördlichen Waldviertel einen Seeadler abgeschossen hatte und am 10. April verurteilt wurde. Ein Jogger hatte den Mann im Dezember 2007 dabei beobachtet, wie er das Tier tötete, in sein Auto packte und davonraste. Seeadler gehören zu den streng geschützten Vögeln.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr, und morgen Samstag ab 9 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Am Samstag werden auch am Stephanplatz in Wien bei Einbruch der Dunkelheit Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am 17. April ab 17 Uhr am Forum Kloster in Gleisdorf in der Steiermark Podiumsdiskussion Tierrechte
Die heurigen Animal Liberation Workshops werden im Herbst in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt, und im Mai in Linz stattfinden, siehe www.animal-liberation.at
Internationales Tierrechtsgathering von 25. – 28. Juni in Oslo