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Tierrechtsradio
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Sendung vom 13.11.2009 11:00:

Auswirkung der Tierproduktion auf den Klimawandel

Die FAO der UNO kam in ihrer Studie auf 18% des Klimawandels, für den allein die Tierindustrie verantwortlich sei. Das World Watch Institut spricht in einer neuen Studie sogar von 51%.

Tierrechtsnachrichten von 6. – 12. November 2009

Kleider Bauer Demos
Am 6. und 7. November wurde in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstraße vor Kleider Bauer gegen Pelz demonstriert.
Am 7. November gab es auch in Linz Landstraße eine derartige Demonstration.

Tierrechtsdemo
Am 7. November wurden am Reumannplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.

Tierschutzcausa: Oberlandesgericht lehnt Verlegung des Prozesses nach Wien ab
17 RichterInnen des kleinen Landesgerichts Wr. Neustadt haben bereits Ermittlungsmaßnahmen gegen TierschützerInnen unterstützt. Mehr als 80% der ZeugInnen und fast alle Beschuldigten im anstehenden Prozess stammen aus Wien. Dennoch hat das Oberlandesgericht den Antrag auf Verlegung des Prozesses von Wr. Neustadt nach Wien ohne vernünftige Begründung abgelehnt. Es gäbe, umgekehrt, nicht genügend Gründe für die Verlegung, wurde behauptet. TierschutzsprecherInnen erkennen darin einmal mehr einen Schulterschluss der Justiz, der sich über alle gerechtfertigten Bedenken für ein faires Verfahren hinwegsetzt.

TierrechtlerInnen besetzen Berberaffenkäfige
Am 6. November besetzten TierrechtsaktivistInnen für 6 ½ Stunden Berberaffenkäfige auf einem Bauernhof bei Ried in OÖ. Die TierrechtlerInnen hatten bereits vor Wochen die völlig unzureichenden Bedingungen dieser Haltung bei der Behörde angezeigt. Ein neuerlicher Besuch bestätigte, dass die Behörde nicht nur untätig geblieben war, sondern dass bereits zwei Berberaffen an den schlechten Haltungsbedingungen gestorben waren und im Käfig verrotteten. Die kurzfristig durchgeführte Besetzung zwang die Behörde zu Verhandlungen. Nachdem zugesagt wurde, die Verhältnisse binnen 14 Tagen drastisch zu verbessern und noch vor Jahresende einen Umzug durchzuführen, verließen die BesetzerInnen aus freien Stücken das Gelände und beendeten ihre friedliche Besetzung.

Buchpräsentation „Widerstand in der Demokratie“ auf besetzter Uni Wien
Im Rahmen der Uni-Besetzung in Wien gibt es im größten Hörsaal Österreichs, dem Audi Max, ein Vortragsprogramm. Am 11. November wurde dort das Buch „Widerstand in der Demokratie“ vorgestellt. In der anschließenden Diskussion wurde sowohl über die Repression gegen die Tierschutzszene als auch über Tierrechte diskutiert. Praktisch alle Anwesenden solidarisierten sich mit den in der Tierschutzcausa verfolgten AktivistInnen. Der Livestream des Vortrags und der anschließenden Diskussion können am Internet angeschaut werden: http://www.ustream.tv/recorded/2534175. Die Volxküche in der besetzten Uni bot danach, wie immer, ein veganes Abendessen.

Klage der Jägerschaft gegen JagdstörungsaktivistInnen abgewiesen
Immer wieder haben in den vergangenen Jahren TierrechtlerInnen Aktionen gegen Treibjagden auf Zuchtfasane durchgeführt. Die Jägerschaft reagierte darauf mit einer Reihe von demokratiepolitisch bedenklichen Maßnahmen: einmal wurde eine Webseite geklagt, weil in einem Bericht von einer Jagdstörung ein Foto präsentiert wurde, auf dem aus 30 m Distanz 15 JägerInnen zu sehen waren, und trotzdem das Recht auf das eigene Bild verletzt wäre. Im vorliegenden Verfahren begehrte die Jägerschaft die Unterlassung derartiger Aktionen in der Zukunft und die Bezahlung von fast € 5000 an Schadenersatz für die der Jägerschaft entstandenen Kosten wie z.B. für Unterwäsche (!), Toilettenartikel, Wein, Edelbrände, Hirschhorn-Krawattenschmuck und Messerschärfer. Diese kuriose Sammlung von Ausgaben belegt einmal mehr, was Treibjagden für die Jägerschaft bedeuten: u.a. jedenfalls auch den Konsum von Alkohol. Und offenbar konnten die JägerInnen aufgrund der Anwesenheit von TierrechtlerInnen diesen Alkohol nicht in Ruhe konsumieren – weshalb sie ihn den AktivistInnen verrechnen wollten. Doch das Bezirksgericht Fünfhaus in Wien hat das Klagebegehren in vollem Umfang abgelehnt. Ebenso und davon unabhängig urteilte auch der Verwaltungsgerichtshof in einer Jagdstörungssache für eine Aktivistin. Aufgrund einer Maßnahmenbeschwerde hatte der UVS Zwettl zu viel Geld verrechnet. So wurde das Land NÖ dazu verurteilt, der Tierschützerin € 1286,40 binnen 2 Wochen bei sonstiger Exekution zu überweisen.

Wildtierverbot im Zirkus bleibt
Jetzt ist es amtlich: Wildtiere im Zirkus grundsätzlich zu verbieten ist keine überschießende Tierschutzmaßnahme und mit den Grundfreiheiten der Menschen in der EU, wie insbesondere der Dienstleistungsfreiheit, zu vereinbaren. So sieht das jedenfalls die EU-Kommission, nachdem die Europäische Zirkus-Assoziation ECA beim EU-Ombudsmann gegen das österreichische Wildtierverbot im Zirkus interveniert hatte. Wir erinnern uns: schon 2006 hatte es einen ähnlichen Versuch gegeben, doch nach einer breiten EU-weiten Kampagne der Tierrechtsbewegung mit zahllosen Aktionen konnte die EU-Kommission dazu gebracht werden, damals das Verfahren niederzulegen. Der jetzige Versuch das Verfahren wieder aufzugreifen, ist jetzt auch endgültig fehlgeschlagen.

Auch Schweine haben Selbstbewusstsein
Britische ForscherInnen berichteten am 10. November im wissenschaftlichen Fachblatt Animal Behaviour, dass Schweine sich allem Anschein nach im Spiegel erkennen können. Sie verstehen zudem, dass ein Spiegel ihre direkte Umgebung reflektiert. Damit gehören sie wie Elefanten, einige Primaten und Papageien zu der exklusiven Gruppe von Tieren, die nicht glaubt, in ihrem Spiegelbild einen Artgenossen vor sich zu haben. Herkömmlich wird damit die Fähigkeit assoziiert, ein Selbstbewusstsein zu haben.

NÖ: neues Hundehaltegesetz
Am 19. November soll der nö Landtag ein neues Hundehaltegesetz beschließen. Darin werden jetzt erstmals einige Hunderassen explizit als gefährlich eingestuft, für die dann besondere Regelungen gelten. Tierschutzvereine und Hundeorganisationen kritisieren, dass die Einschätzung der Gefährlichkeit von Hunden nach ihrer Rasse wissenschaftlich nicht möglich sei. Gefährlich seien gewisse Individuen, aber nicht ganze Rassen.

Fürnkranz – Ziel einer Tierrechtskampagne – sperrt Filialen
Am 4. November meldeten die Medien, dass die Kleiderkette Fürnkranz ihre große Filiale am Neuen Markt und vielleicht auch die Filialen in der SCS und in der Kärntnerstraße bis Sommer 2010 wegen zu geringer Erträge zusperren werde. Fürnkranz ist ein regelmäßiges Ziel von Tierrechtsprotesten, weil diese Firma offen Tierpelze verkauft, in diesem Zusammenhang Anfragen von besorgten TierschützerInnen explizit falsch beantwortet und DemonstrantInnen unter der Vorspiegelung falscher Tatsachen angezeigt hatte.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 9 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Am Samstag gibt es am Graben in Wien von 15:30-24 Uhr eine Demo zu Tierrechten
Pelz-Großdemos: Samstag 14. November 12 Uhr Ecke Innere Mariahilferstraße/Gürtel in Wien, Samstag 28. November in Graz und am 8. Dezember in Innsbruck und am 19. Dezember in Linz