Player
LIVE SEIT 22:00
Zur Zeit spielt Kraft & Hell. Bei klick auf den Button öffnet sich der Player in einem neuen Fenster
BIS 00:00
Tierrechtsradio
Zur Übersichtsseite von Tierrechtsradio.
Sendung vom 05.02.2010 11:00:

3 neue Angeklagte in der Tierschutzcausa

Die Anzahl der Angeklagten im Tierschutzprozess ab 2. März wurde auf 13 erhöht. Es handelt sich um Geschäftsführer und KampagnenleiterInnen des VGT.

Tierrechtsnachrichten von 29. Jänner – 4. Februar 2010

Kleider Bauer Demos
Am 29. und 30. Jänner wurde in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstraße vor Kleider Bauer gegen Pelz demonstriert.
Am 30. Jänner gab es zusätzlich noch derartige Demos in Linz Landstraße und Wr. Neustadt Wienerstraße.

Tierrechtsdemos
Am 29. und 30. Jänner protestierten Anti-Pelz AktivistInnen vor der Pulloveria in Wien Mariahilferstraße.
Am 30. Jänner gab es zusätzlich eine Tierrechtsdemo am Stefansplatz in Wien und eine Meat-Out Demo vor dem Generali Center in der Wiener Mariahilferstraße.

3 neue Anklagen in der Tierschutzcausa
Die Wr. Neustädter Staatsanwaltschaft verbreitete am 1. Februar per Medien, dass die Anzahl der Angeklagten in der Tierschutzcausa um 3 erhöht wurde. Ein Tierrechtssprecher nannte dieses Vorgehen der Staatsanwaltschaft menschenverachtend. Statt die Betroffenen selbst zu informieren, mussten sie über die Medien erfahren, dass sie in wenigen Wochen auf der Anklagebank sitzen werden. Und jetzt müssen sie sich in derart kurzer Zeit auf einen Monsterprozess vorbereiten, der etwa 1 Jahr lang dauern wird.“ Die 3 zusätzlich Angeklagten sind alle MitarbeiterInnen des VGT. Ein VGT-Sprecher dazu: "Unsere berechtigte Kritik an der Staatsanwaltschaft in dieser Causa hat sie offenbar so erbost, dass sie jetzt weitere VGT-MitarbeiterInnen anklagen will. Unser Verein ist das Ziel dieser ganzen Vendetta. Und das, ohne jeden konkreten Tatvorwurf. Stattdessen wird normale NGO-Arbeit als Unterstützung einer imaginären kriminellen Organisation gewertet. Die völlige Unfähigkeit der SOKO und der Staatsanwaltschaft in 3 1/2 Jahren Ermittlung auch nur irgendetwas Konkretes herauszufinden, soll so kaschiert werden."

Tierschutzcausa: 28 Verfahren eingestellt
Seit Oktober 2006 wurde ermittelt – und jetzt gegen die allermeisten Betroffenen eingestellt. Trotzdem laut Justizministerium allein im Jahr 2008 gegen insgesamt 267 verdächtige TierschützerInnen optische und/oder akustische Überwachungsmaßnahmen angeordnet und in 30 Wohnungen und 8 Tierschutzbüros martialische Hausdurchsuchungen durchgeführt worden waren, hat jetzt die Oberstaatsanwaltschaft die Einstellung der allermeisten Verfahren verfügt. Monate-, ja jahrelang hatten manche Tierschutzvereine keine Infrastruktur. Und jetzt müssen selbst die zuständige SOKO und der seit 3 ½ Jahren mit den Ermittlungen betraute Staatsanwalt Mag. Wolfgang Handler aus Wr. Neustadt zugeben, sich geirrt zu haben. Gegen die allermeisten Personen in der Tierschutzcausa sind nun die Verfahren völlig eingestellt und bis auf eine Brandstiftung gegen einen Tierzirkus in Linz im Jahr 2000 haben sich auch alle Vorwürfe wegen angeblicher Sachbeschädigungen und Brandstiftungen in Luft aufgelöst.

Aktionstag gegen Schlachthöfe und Fleischhauereien
Am 30. Jänner wurde zum ersten österreichweiten Aktionstag gegen Schlachthöfe und Fleischhauereien aufgerufen. In Krems, Etsdorf, Linz, Wels, Gaspolzhofen, Schwanenstadt, Neumarkt, Bergheim, Arnsdorf, Hallein, Innsbruck, Imst und Landeck folgten zahlreiche AktivistInnen dem Aufruf und hielten Protestkundgebungen vor Schlachthöfen ab. Auch im angrenzenden Ausland schlossen sich Tierrechtsgruppen an, wie z.B. in Fulda, Laufen und Freilassing in Deutschland, sowie in Prag in Tschechien. Fleisch bedeute die Missachtung des grundsätzlichen Rechts auf Leben aller Tiere und würde obendrein noch massiv zum Klimawandel beitragen und eine Reihe weiterer Umweltbelastungen mit sich bringen.

Demo gegen Nacht des Fuchses – Nacht des Jägers ausgerufen
Alljährlich versammeln sich die JägerInnen in Salzburg, um sich gegenseitig dafür zu ehren, Füchse erschossen zu haben. Am 31. Jänner fand die Nacht des Fuchses in Scheffau statt. 33 JägerInnen feierten sich dort dafür, insgesamt 48 Füchse getötet zu haben. Das Auslegen der toten Tiere musste aber verschoben werden, weil die Tierrechtsbewegung am selben Ort zur selben Zeit wie schon seit mehreren Jahren die Nacht des Jägers ausgerufen hatte. 16 AktivistInnen fanden sich ein und protestieren lautstark für ein Ende der Jagd.

Mann verbrennt sich vor Pelzgeschäft
In Portland, Oregon, USA, läuft seit geraumer Zeit eine Kampagne gegen das Pelzgeschäft „Ungar Furs“. Am 27. Jänner erschien ein junger Mann vor diesem Geschäft, übergoss sich mit Benzin und zündete sich an. Dabei schrie er, dass Tiere hier sterben würden, und versuchte als lebende Fackel das Geschäft zu betreten. PassantInnen gelang es letztendlich das Feuer zu löschen aber der Mann starb wenig später im Krankenhaus an seinen Verbrennungen. Das genau Motiv für die Tat ist nicht bekannt, zumal der Tote der lokalen Tierrechtsbewegung nicht bekannt war.

Deutschland: Bremen propagiert 'Veggiday'
In Bremen soll der Donnerstag zum 'Veggiday' werden. In Kantinen und Restaurants soll an diesem Tag auf Fleisch verzichtet werden, sagte der Bürgermeister am 28. Jänner. Einmal in der Woche ein gutes Werk tun - der "Veggiday" macht es möglich: Auf Fleisch verzichten würde nicht nur der Gesundheit guttun, es hilft auch der Klimabilanz. Ein Teil der Herz-Kreislauferkrankungen könnte vermieden werden, ein Fünftel der Treibhausgasemissionen geht aufs Konto der Viehzucht. Und so gibt es in Bremen eine breit getragene Initiative, die die Gesundheitsmuffel davon überzeugen will, dass wenigstens der Umwelt zu Liebe einmal in der Woche gesunde Nahrung in den Topf soll. Wenn 550.000 BremerInnen nur 52 Tage im Jahr vegetarisch essen würden, ersparten sie der Atmosphäre die CO2-Belastung von 40.000 Autos pro Jahr, verlautete ein Sprecher.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Heute Freitag und morgen Samstag wird vor der Pulloveria in der Mariahilferstraße 31 ab Mittag demonstriert
Morgen Samstag um 9:05 Uhr und Montag um 16 Uhr Porträt vom Hauptangeklagten in der Tierschutzcausa in Ö1
27. Februar ab 13 Uhr Schottentor in Wien, Demo gegen §278ff Repression