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Tierrechtsradio
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Sendung vom 08.10.2010 11:00:

Der Singvogelfang im oö Salzkammergut

Am 3. 10. 2010 dokumentierten TierschützerInnen den illegalen Singvogelfang. In einer Aussendung werfen ihnen die Vogelfänger vor, eine kriminelle Organisation zu sein.

Tierrechtsnachrichten von 1. – 7. Oktober 2010

Kleider Bauer Demos
Am 1. und 2. Oktober wurde sowohl in Wien Mariahilferstraße als auch in Innsbruck Museumstraße gegen den Pelzhandel von Kleider Bauer demonstriert.
Zusätzlich gab es am 2. Oktober eine solche Demonstration vor Kleider Bauer in Linz Landstraße.

Tierrechtsdemos
Am 1. Oktober gab es Kundgebungen gegen die betäubungslose Ferkelkastration am Grazer Hauptplatz und am Wiener Stefansplatz.
Am 2. Oktober wurden am Stefansplatz in Wien Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am 4. Oktober demonstrierten AktivistInnen in Salzburg-Bergheim vor dem Schlachthof.
Am 5. Oktober protestierten AktivistInnen bei der U-Bahn Europaplatz in Wien und am 7. Oktober bei der U-Bahn Wien Mitte gegen das betäubungslose Ferkelkastrieren.
Am 6. Oktober gab es bei der Wiener Hauptuni am Schottentor eine Demo gegen die Repression.

Veganes Fest der Wiener Grünen im Museumsquartier
Am Welttierschutztag kamen mehr als 150 Gäste zu einem veganen Fest der Grünen ins Wiener Museumsquartier. Die Repression gegen den Tierschutz war neben den tierschutzpolitischen Themen Wiens, wie das Fiakerproblem, der wichtigste Inhalt der Vorträge. Das vegane Buffet wurde vom Gasthaus Schillinger aus Großmugl zubereitet.

Konflikt zwischen Tierschutz und Vogelfang im oö Salzkammergut
Am 3. Oktober trafen mehrere Gruppen von TierschützerInnen im Wald oberhalb von Bad Goisern im oö Salzkammergut auf einige Vogelfänger, die ihre Lockvögel in winzigen Käfigen an die Bäume gehängt und zahlreiche Singvogelfallen ausgelegt hatten. Die TierschützerInnen dokumentierten die Ereignisse und zeigten Übertretungen des Tierschutzgesetzes und der oö Artenschutzverordnung bei der Staatsanwaltschaft Wels an. Die Vogelfänger behaupteten danach in einer Aussendung, dass die TierschützerInnen die Vogelfänger bedroht, an den Fangplätzen Sachbeschädigungen begangen und gefangene Vögel befreit hätten. Das beweise, dass es sich im Tierschutz um eine kriminelle Organisation handle, wurde auf den Tierschutzprozess Bezug genommen. Die TierschützerInnen wiesen umgehend diese Vorwürfe zurück und meinten ihrerseits, dass die Vogelfänger ihnen Gewalt angedroht haben.

Anschlag gegen Privathaus eine Angeklagten im Tierschutzprozess
Eingeschlagene Scheiben und zerbrochene Blumentöpfe wurden wiederholt im Tierschutzprozess als Straftaten von TierschützerInnen und als Beweis für die Existenz einer kriminellen Organisation thematisiert. Dass aber gegen den Tierschutz Sachbeschädigungen dieser Art der alltägliche Normalfall sind, wird verschwiegen. Erst letzte Woche wurde wieder einmal eine Scheibe des VGT zerstört. Gestern Nacht zerschlugen unbekannte TäterInnen die Blumentöpfe beim Privathaus eines der Angeklagten im Tierschutzprozess, des ehemaligen 4-Pfoten-Kampagnenleiters und heutigen 4-Pfoten Konsulenten Jürgen Faulmann in Wr. Neustadt, richteten weitere Sachbeschädigungen an und hängten zur Schmähung Fleischwürste aus Massentierhaltung auf den Zaun. Pikanterweise wird der Sohn eines der angeblich nicht befangenen Sachverständigen im Tierschutzprozess dieses Anschlags verdächtigt.

Funktionär der Jungen ÖVP wegen Kritik an Schweinefabriken mit Klage bedroht
Dem Bezirksumweltreferenten für Weiz der Jungen ÖVP war Ende August 2010 das Los der Schweine in steirischen Tierfabriken ein solches Anliegen, dass er sich nicht nur in einem Leserbrief dagegen äußerte, sondern kurz danach auch eine Diskussionsveranstaltung zu diesem Thema organisierte. Aber nicht nur, dass diese Veranstaltung im Vorfeld von der Schweineindustrie verhindert werden hätte sollen. Anfang Oktober erhielt der Mann auch eine Klagsdrohung durch die Styriabrid GmbH folgenden Inhalts: „Wir machen darauf aufmerksam, dass Ihre Unterstellungen geeignet sind, den Ruf, der von unserer Mandantin vertretenen Schweinebauern, zu schädigen. […] Ihnen sollte […] klar sein, dass gerade Ihre Partei traditionellerweise landwirtschaftliche Interessen vertritt bzw. vertreten hat. Ihre falschen Anschuldigungen wiegen daher umso schwerer.“ In diesem Brief wurde dann gefordert, die Anwaltskosten zu begleichen und einen beiliegenden Widerruf zu unterschreiben, in dem stand: „Er entschuldigt sich ausdrücklich für sein Verhalten und verpflichtet sich, dafür Sorge zu tragen, dass in einer der nächsten Ausgaben der genannten Wochenzeitschrift eine Entgegnung des Inhaltes veröffentlicht wird“. Der Betroffene meinte dazu, er fühle sich in seiner Meinungsfreiheit schwer eingeschränkt und werde dieser Forderung nicht nachgeben.

Tierschutzangeklagter wird zum Vegetarier des Jahres 2010 gewählt
Einer der 13 Angeklagten im Tierschutzprozess erhielt jetzt eine unerwartete Auszeichnung einer internationalen Jury in Tschechien. Er wurde aufgrund seiner unermüdlichen Engagements für Klima- und Tierschutz zum Vegetarier des Jahres gewählt. Man habe auch auf die rechtsstaatlich bedenkliche Situation im Tierschutzprozess in Österreich hinweisen wollen, gab ein Sprecher der Jury bekannt.

Ungarn hängt „Ortsende Rechtsstaat“-Tafeln an die Grenze nach Österreich
Nachdem die österreichischen Grenzübergangstafeln in der Slowakei, in Tschechien und in Slowenien letzte Woche von MenschenrechtsaktivistInnen überklebt worden waren, hat sich am 7. Oktober auch Ungarn dieser Aktion angeschlossen. Am Grenzübergang Nickelsdorf-Hegyeshalom, Bundesstraße B10, wurden Schilder "Ortsende Rechtsstaat" im Design der österreichischen Ortsende-Tafeln über die Grenzübergangstafeln gehängt. Diese Aktion richte sich gegen die Verfolgung von TierschützerInnen in Österreich nach dem Mafiaparagraphen 278a, erklärten die AktivistInnen.
Fotos der Schilder: www.oesterreichsschande.de/news.php?actiondetails=2765

18.000 Nerze befreit
Am 4. Oktober wurden alle 18.000 Nerze einer Pelzfarm in Skillingaryd in Schweden befreit. Der Schaden wird mit 8 Millionen Kronen angegeben.

Dublin verbietet Pelzhandel auf öffentlichem Grund
Am 5. Oktober entschied das Rathaus von Dublin, Irland, mit nur einer Gegenstimme ein generelles Handelsverbot von Pelzen auf öffentlichem Grund. Betroffen sind Märkte und Messen, aber nicht private Geschäfte. TierschützerInnen bezeichnen diesen Schritt als einen großen Erfolg und ein Vorbild für den Rest der Welt.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Morgen Samstag ab 17:15 Uhr bis Mitternacht Infokundgebung zu Tierrechten am Stefansplatz in Wien
Am 12. Oktober um 10 Uhr Pressekonferenz im Parlament zu Selbstanzeigen im Tierschutzprozess
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten