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Sendung vom 27.07.2010 11:00:

Lehren aus der Krise

Alles in dieser Gesellschaft hängt ab von der Geldvermehrung im Finanzsektor

Die Finanzkrise ist noch immer nicht bewältigt, sie windet sich seit geraumer Zeit durch die weltweite Geschäftemacherei in allen Branchen und hat mittlerweile auch die Frage nach drohenden Staatsbankrotten aufgeworfen. In der öffentlichen Behandlung der Gründe gilt nach wie vor die Devise, dass es sich hier um einen Sonderfall, einen sogar ganz unnötigen Unglücksfall im Kapitalismus handele. Vielleicht liegt der Grund für die Finanzkrise und ihre schädlichen Folgen doch eher im Normalfall der kapitalistischen Geldvermehrung als in der kriminellen Energie von einigen „Gierigen“.
Jedem ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Geld „arbeitet“. Nicht nur bei den großen Geldbesitzern, die ihr Geld immer wieder neu und anders investieren, wächst das Geldvermögen; noch der letzte Inhaber eines kleinen Sparkontos freut sich über 2 % Zinsen und findet es normal, dass sein Geld einfach so, aus sich heraus, mehr wird. Ein tolles Ding also, dieses Geld: Man darf es nur nicht unter seinem Kopfkissen liegen lassen oder es einfach für Essen und Möbel ausgeben, sondern muss es in den Finanzmarkt bringen. Zum Reichwerden braucht man dann nur eines, nämlich Geld, davon allerdings so viel wie möglich!