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Sendung vom 26.04.2011 11:00:

Atomenergie und Atompolitik

Die laufende Berichterstattung über die Havarie in Fukushima lässt wenig Raum für eine Ungewissheit darüber, um was für eine Technologie es sich bei Kernkraftwerken handelt.

Zwar richten viele Berichterstatter den Blick auf den Unfall, durch den allein diese Zerstörungskräfte in die Umwelt gelangten, aber es ist ja klar, dass jetzt nur auf einen Schlag sehr viel von dem draußen ist, was in den Reaktoranlagen zum Normalbetrieb gehört. Zudem macht die Berichterstattung über die Sorge der Kernkraftwerksbetreuer in aller Welt, wie viele Schichten des Containments der japanischen Reaktoren schon zerstört sind und welche noch standhalten, darauf aufmerksam, dass es einer solchen x-fachen Verbunkerung bedarf, um überhaupt der zielstrebig ausgelösten Kettenreaktion nützliche Wärme zur Stromerzeugung zu entziehen und zugleich die gewaltigen Zerstörungspotenziale des großtechnisch eingeleiteten radioaktiver Zerfallsprozesses unter Kontrolle zu halten. Gerade die ernst und seriös vorgetragenen Versicherungen europäischer, vor allem deutscher Atomlobbyisten, ihre Meiler hätten noch einige Verbunkerungen und in diesen einige Notkühlsysteme mehr als die japanischen, liefern unbezweifelbares Material für die Schlussfolgerung, dass Kernkraftwerkstechnologie im Wesentlichen Containment ist, weil sie zwar ganz absichtlich die Kernspaltung in Gang setzt, den damit nach seiner natürlichen Eigengesetzlichkeit ablaufenden Prozess des radioaktiven Zerfalls aber nicht mehr rigoros stoppen kann.