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Tierrechtsradio
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Sendung vom 05.08.2011 11:00:

Kampagne gegen Kleider Bauer in Tirol

Der Tiroler Aktivist, der im Tierschutzprozess freigesprochen wurde, engagiert sich 2 x pro Woche auf Demonstrationen gegen Kleider Bauer. Im Gespräch.

Tierrechtsnachrichten von 29. Juli – 4. August 2011

Kleider Bauer Demos
In den letzten 7 Tagen gab es nur 3 Demonstrationen gegen Pelz bei Kleider Bauer, nämlich am 29. und 30. Juli in Innsbruck sowie am 30. Juli in Linz.

Tierrechtsdemos
Am 30. Juli wurden am Wiener Stefansplatz Tierrechtsfilme auf Großleinwand gezeigt.
Am selben Tag gab es anlässlich des Veganen Sommerfestes in Salzburg dort auch eine Kundgebung einer Salzburger Tierrechtsgruppe gegen das religiöse Schächten.
Am 2. August gab es eine Kundgebung zu Kastenständen von Mutterschweinen am Stefansplatz in Wien.
Am 3. August wurde beim Fiakerstand an Stefansplatz in Wien gegen die Ausbeutung von Pferden protestiert.

Veganmania in Salzburg
Am Samstag den 30. Juli fand die heuer bereits 8. Veganmania, diesmal in Salzburg am Salzaufer statt. Drei Stände mit Nahrungsmitteln und 9 Informationstische von Tierrechtsorganisationen hatten ein breites Angebot für Körper und Geist. Leider machte der Salzburger Schnürlregen den Feierlichkeiten anfangs einen Strich durch die Rechnung, es schüttete bis zur Mittagsstunde teilweise kräftig. Doch anschließend konnte bis 21 Uhr gefeiert werden.

Korruptionsstaatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Tierschutz-SOKO ein
Am 1. August rief die Pressemeldung der Korruptionsstaatsanwaltschaft, das Verfahren aufgrund der Anzeigen der Grünen und von TierschützerInnen wegen Amtsmissbrauchs eingestellt zu haben, einen Skandal aus. Es sei möglich gewesen, die verdeckte Ermittlerin nach dem Sicherheitspolizeigesetz ohne Genehmigung einzusetzen, ihre Berichte nicht der Staatsanwaltschaft zu übergeben sei richtig gewesen, da sie weder be- noch entlastend waren, und den Beschuldigen die Akteneinsicht zu verweigern sei auch kein Amtsmissbrauch gewesen. Hinreichende Anhaltspunkte für einen wissentlichen von Schädigungsvorsatz getragenen Befugnismissbrauch seien nicht vorgelegen. JustizexpertInnen der Grünen sowie Univ.-Prof. Velten kritisierten diese Entscheidung heftig. Sie würde dem zukünftigen Amtsmissbrauch zum Schaden von Angeklagten Tür und Tor öffnen. Ein Fortsetzungsantrag bzgl. der Ermittlungen wurde angekündigt.

3000 Nerze in Dänemark befreit
Am 1. August befreiten Unbekannte 3000 Nerze aus ihren Käfigen einer Pelzfarm in Dänemark. Lokale Tierrechtsgruppen kritisierten diese Aktion öffentlich, weil die Bemühungen um eine Einschränkung von Pelzfarmen in Dänemark, dem weltgrößten Pelzproduzenten, durch mehrere veröffentlichte Rechercheberichte in letzter Zeit so gut gestanden seien. Manche verdächtigten die Pelzindustrie selbst als Urheberin der Aktion, um von der Kritik an den Zuständen in den Pelzfarmen abzulenken.

Dompfarrer des Wiener Stefansdoms bekennt sich zur Jagd
In einer Aussendung Ende Juli gab der Dompfarrer zu St. Stefan in Wien, Toni Faber, öffentlich bekannt, die Jagdprüfung bestanden zu haben und jetzt ein Jäger zu sein. PolitikerInnen, so der Pfarrer, wären heute zu feige um auch ihre Jagdleidenschaft öffentlich zuzugeben. Ein blutrünstiges Computerspiel wäre allemal schlimmer, als das reale Abschießen eines Wildtiers. Der Jäger würde zu seinen primitiven Instinkten, die der Mensch vor Jahrmillionen gehabt habe, zurückkehren. Man solle im Wild den Schöpfergott erkennen – und es dann abknallen, schloss Dompfarrer Faber seine Ausführungen. Von TierschützerInnen zu einer öffentlichen Diskussion herausgefordert, schlug Faber aber ab und meinte, die Jägerschaft allein sei für Änderungen bei der Jagd verantwortlich, das ginge niemanden außerhalb etwas an.

Sieger des österreichischen Schülerredewettbewerbs sprach über Tierschutzprozess
Im Finale am 29. Juli gewann der 18 jährige Maximilian Mauracher aus der Handelsakademie in Wörgl in Tirol den österreichischen Schülerredewettbewerb, nachdem er sich zuerst auf Bezirks- und Landesebene durchgesetzt hatte. Bei seinem Vortrag „David gegen Goliath nach §278a“ widmete er sich dem Tierschutzprozess und seinen Auswirkungen auf die Demokratie.

Europol gegen sogenannten Tierschutzterrorismus
Ende Juli trafen sich 58 PolizeiexpertInnen und 35 VertreterInnen von Privatfirmen bei einer von Europol organisierten Konferenz in Den Haag, um über Tierschutzaktivismus zu diskutieren, den sie als Tierschutzterrorismus bezeichneten. ExtremistInnen verschiedener Schattierungen würden sich international vernetzen und gegenseitig unterstützen, was eine Bedrohung darstellen würde. Europol-Chef Rob Wainwright nannte die Konferenz einen Meilenstein im Kampf gegen Tierschutz.

Vorankündigungen

Am 2. Oktober gibt es einen Tierschutzlauf in Wien, Anmeldungen unter www.tierschutzlauf.at
Heuer gibt es wieder Animal Liberation Workshops, 8.-9. Oktober in Innsbruck, 15.-16. Oktober in Wien, 23. Oktober in Klagenfurt, 5.-6. November in Graz, 12.-13. November in Linz und am 19. November in Dornbirn, siehe www.animal-liberation.at
Tierrechtskongress in Wien von 8.-11. Dezember 2011, Informationen unter www.tierrechtskongress.at
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at