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Tierrechtsradio
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Sendung vom 09.09.2011 11:00:

Anzeige gegen BVT-Verfassungsschutzbericht

Anzeigen wegen übler Nachrede, Verleumdung und Amtsmissbrauch. Das BVT wiederholt die Vorwürfe im Tierschutzprozess, der aber mit Freispruch geendet hatte.

Tierrechtsnachrichten von 2. – 8. September 2011

Kleider Bauer Demos
In den letzten 7 Tagen gab es 3 Demonstrationen gegen Pelz bei Kleider Bauer, nämlich zwei Mal in Innsbruck sowie ein Mal in Linz. Ab dieser Woche wird es wieder regelmäßig Proteste vor Kleider Bauer in der Wiener Mariahilferstraße geben.

Tierrechtsdemos und -vorträge
Am 3. und 4. September informierten TierrechtlerInnen am Volksstimmefest im Prater in Wien über die Ausbeutung von Tieren.
Am 3., 4. und 5. September gab es im Rahmen der Ars Electronica in der Pettenfirsthütte im Hausruck in OÖ Vorträge über Tierrechte.
Am 6. September wurde am Stefansplatz in Wien über 12 Stunden hindurch gegen die Kastenstandhaltung von Mutterschweinen protestiert.
Am 7. September demonstrierten TierrechtlerInnen am Wiener Stefansplatz gegen Fiaker.

Veganes Sommerfest in Innsbruck
Am 3. September wurde das heuer bereits 9. Vegane Sommerfest, diesmal in Innsbruck, abgehalten. 10 Infotische von Tierrechtsorganisationen sowie 5 Stände mit Nahrungsmitteln und 3 mit sonstigen veganen Produkten boten sich den Gästen an. Zusätzlich gab es Liveacts mit Pantomime und Musik von lokalen KünstlerInnen. Das sonnige Wetter ließ das heurige Straßenfest in Tirol zu einem vollen Erfolg werden.

Pressekonferenz zu Fortführungsanträgen zu Anzeigen gegen die SOKO-Tierschutz
Nach dem Freispruch im Tierschutzprozess gab es umfassende Anzeigen gegen die damaligen SOKO-BeamtInnen wegen Freiheitsentziehung, falscher Beweisaussage, Urkundenunterdrückung und Missbrauch der Amtsgewalt. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft (KStA) stellte umgehend die Verfahren ein. Am 7. September kritisierten Rechtsexperten diese Entscheidung auf einer Pressekonferenz im Wiener Cafe Landtmann. Zusätzlich wurden 4 Fortführungsanträge und eine Anzeige gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung BVT präsentiert. Das BVT hatte im neuesten Verfassungsschutzbericht die Angeklagten im Tierschutzprozess sowie den VGT als kriminell und eine Gefahr für die Verfassung bezeichnet.

Ehemalige LaborschimpansInnen bekommen Freigehege
In den 1970er Jahren wurden sie illegal von der Firma Immuno für Tierversuche aus Afrika nach Österreich entführt, die meisten im Babyalter. Erst 2001 wurden die Versuche bzgl. Gelbsucht und AIDS eingestellt und die damals 46 SchimpansInnen rehabilitiert. Im Safaripark Gänserndorf sollten ihnen neue Gehege gebaut und sie aus den Isolationszellen in Gruppen resozialisiert werden. Doch dem Safaripark ging das Geld aus. Bis jetzt blieb das Schicksal der SchimpansInnen in den halbfertigen Gehegen in Schwebe, bis doch noch eine Lösung mit dem Gut Aiderbichl in Salzburg gefunden werden konnte. Seit Anfang September ist das erste Außengehege mit 200 m² fertig und wurde von der ersten Gruppe bezogen. Nach 40 Jahren in Haft konnten die SchimpansInnen erstmals wieder ins Freie gehen.

Australisches Gericht erlaubt TierrechtlerInnen Nutzung ihres Films
In New South Wales in Australien klagte ein Schweinefabrikant drei TierrechtlerInnen, die in seiner Fabrik die Zustände, in denen die Schweine gehalten werden, gefilmt hatten. Das Gericht verurteilte die drei zwar wegen Besitzstörung, veranlasste aber, dass sie ihren Film behalten und benutzen können. Der Schweinebetriebsleiter hatte argumentiert, der Film zeige seine Schweine und gehöre daher ihm. Der Richter begründete seinen Urteilsspruch damit, dass die TierrechtlerInnen den Film nicht zu ihrem Vorteil kommerziell nutzen wollten und damit persönlich von ihrer Besitzstörung profitiert hätten.

USA: Zustände in Frettchen-Zuchtfarm für Tierversuche veröffentlicht
Anfang September gingen TierrechtlerInnen in den USA mit Filmmaterial aus einer Frettchen-Zuchtfarm in Bradford-County, Pennsylvania, an die Öffentlichkeit. Diese Tiere werden dort in winzigen Drahtgitterkäfigen gehalten, um dann an Tierversuchslabors verkauft zu werden. Viele der Tausenden dort gehaltenen Tiere sterben an den Haltungsbedingungen, bevor sie erwachsen werden, siehe: http://www.peta.org/features/investigation-exposes-cruelty-at-ferret-mill.aspx

Grausame Zustände in spanischen Zoos
Am 7. September präsentierten spanische TierrechtlerInnen die Resultate einer 9 Monate langen Recherche der Zustände in Zoos in ihrem Land. In den 8 dokumentierten Zoos wurden zahlreiche Fälle von stereotypem Verhalten und von Tieren mit schweren psychologischen Schäden gefunden. Die AktivistInnen, die diese Recherche durchführten, waren Anfang Juli das Ziel einer großangelegten Polizeiaktion in Spanien, ähnlich der Tierschutzcausa in Österreich. Im nächsten Jahr soll ein eigener Tierschutzprozess gegen die Beschuldigten wegen des Vorwurfs Bildung einer kriminellen Organisation eröffnet werden. Siehe: http://vimeo.com/28696276

Vorankündigungen

Am 2. Oktober gibt es einen Tierschutzlauf in Wien, Anmeldungen unter www.tierschutzlauf.at
Die nächsten veganen Sommerfeste: 10. September Bregenz, 16. September Wr. Neustadt und 17. September Klagenfurt, siehe www.veganmania.at
Heuer gibt es wieder Animal Liberation Workshops, 8.-9. Oktober in Innsbruck, 15.-16. Oktober in Wien, 23. Oktober in Klagenfurt, 5.-6. November in Graz, 12.-13. November in Linz und am 19. November in Dornbirn, siehe www.animal-liberation.at
Tierrechtskongress in Wien von 8.-11. Dezember 2011, Informationen unter www.tierrechtskongress.at
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at