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“Heast, host wirklich glaubt i hea nix?” Wie viel aktives Weghören braucht der Gemeindebau

Episode · 22.09.2026 14:00 - 14:57

Live-Radiogespräch aus dem Karl-Seitz-Hof

Dünne Wände, dicke Luft. Im Karl-Seitz-Hof, einem der größten Gemeindebauten Wiens, lebt man dicht auf dicht. Der Streit von nebenan, Radio, Niesen, Wasch- und Bohrmaschinen, Babygeschrei, Kinderlachen – der Alltag der Anderen dringt ungefragt in die eigenen vier Wände. Im Stiegenhaus grüßt man sich, geht weiter. Stiller Pakt: nichts mitbekommen haben. Funktioniert nur so das Zusammenleben?

Weghören ist hier keine Schwäche, sondern eine stille Fähigkeit – vielleicht sogar eine Kunst, die über Generationen im Gemeindebau geübt wurde. Aber wie viel davon braucht es wirklich? Wo hört Rücksicht auf, wo fängt Wegschauen an? Und was verlieren wir, wenn wir zu gut darin werden, nichts zu hören?

In dieser Live-Sendung treffen Menschen, die im Karl-Seitz-Hof wohnen und/oder arbeiten, einander in einem der Höfe und philosophieren miteinander über Nähe, Distanz und das leise Übereinkommen, das ein Haus mit hunderten Türen erträglich macht.

Redaktion und Sendungsgestaltung: Clemens Joham und Claudia Tondl

Weitere Mitarbeit: Laura Wagner, Sandra Voser, Katharina Egg, Heidi Trimmel

Signation: Berhard Gal

Ausstrahlung: Dienstag, 22. September 2026, 14:00 auf

Radio Orange 94.0 (Wien) und im Live-Stream

Sendung unbeschränkt nachhören: dérive Radioarchiv

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