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Tierrechtsradio
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Sendung vom 21.07.2006 11:00:

TR-Aktion: Menschenfleisch in Fleischtassen angeboten

In 6 österreichischen Städten wurden bei einer Aktion Menschen in Fleischtassen zum Verkauf angeboten. "Fleisch ist Fleisch" stand auf Plakaten. Der Organisator im Gespräch.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 14. – 20. JULI 2006

Tierrechtsdemos und -aktionen.
Am 14., 15. und 20. Juli wurde vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen Pelz demonstriert.
Am 14. und 15. Juli gab es insgesamt 3 Demos gegen den deutschen Tierzirkus Crocofant in Freilassing bei Salzburg.

Menschenfleisch in Fleischtassen angeboten.
Am 19. Juli wurden in Wien und Wr. Neustadt, und am 20. Juli in Graz und Klagenfurt bei TR-Aktionen Menschen in Fleischtassen auf der Strasse zum Verkauf angeboten. DemonstrantInnen hielten Schilder mit den Slogans “Fleisch ist Fleisch” oder “Nur Kannibalen essen Tiere”. Mit diesen Aktionen versuchen die AktivistInnen darauf aufmerksam zu machen, dass Menschen genauso wie die sogenannten Nutztiere aus demselben Fleisch bestehen und daher Fleischkonsum von Nutztier- oder Menschenfleisch im wesentlichen dasselbe sei.

HLS-Aktionstage in Österreich.
Von 12. – 14. Juli fanden Aktionstage gegen HLS, Europa’s größtes kommerzielles Tierversuchslabor, statt. Insgesamt gab es 3 Demos, 4 run-ins und 10 home demos jeweils bei GroßkundInnen von HLS, die auch selber Tierversuche machen. International wird auf diese Weise versucht, HLS zu isolieren und seine KundInnen zu überzeugen, ihre Geschäftsbeziehungen mit HLS aufzugeben.

Pharmafirma schickt Schlägertrupp zu Tierschutzbüro.
Offenbar durch die HLS-Aktionstage motiviert reagierte eine der betroffenen Pharmafirmen mit Gewalt. Am 19. Juli um etwa 11 Uhr vormittags läuteten 2 Männer an der Tür des VGT-Büros in Wien. Die Büroleiterin öffnete, worauf die beiden ihren Fuß in die Tür stellten und die Frau physisch bedrohten. Die Pharmaindustrie würde sich derartige Aktivitäten nicht gefallen lassen und die Angestellten des Vereins sollten sich vorsehen, weil ihnen etwas passieren könnte. Dann verschwanden die beiden Männer unerkannt und ließen die Büroleiterin unter Schock zurück.

Staatsschutzbericht 2005 erschienen.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung hat am 15. Juli seinen Bericht für das Jahr 2005 veröffentlicht. Darin heisst es wörtlich: „Militante Tierrechtsgruppen machten auch 2005 durch umfangreiche Aktivitäten, die sich sowohl innerhalb als auch außerhalb des geltenden Rechtsrahmens bewegten, auf sich aufmerksam. Schwerpunkte der offiziellen Kampagnen und auch der illegalen Aktivitäten waren die Jagd, die Pelztierhaltung bzw. die Verarbeitung von Pelzen sowie Käfigzucht, Masttierhaltung, Tiertransporte und erstmals in medien- und öffentlichkeitswirksamer Form der Vogelfang. [...]Die in Österreich aktiven militanten Tierrechtsgruppen können bei ihren Aktionen auf gut ausgebaute regionale und nationale Netzwerke zurückgreifen. [...] Die dritte Ebene im Netzwerk der militanten Tierrechtsgruppen bilden die internationalen Kontakte, die durch rege Besuchstätigkeit und die Nutzung des Internet gepflegt werden. [...] Bei der Anzahl strafbarer Handlungen wurde im Jahr 2005 in quantitativer Hinsicht das Niveau des Vorjahres erreicht. Österreichweit wurden insgesamt 22 Straftaten angezeigt (2004: 24), die neben einem Hausfriedensbruch ausschließlich Beschmierungen und Vandalismusakte, wie der Zerstörung von Auslagenscheiben oder die Blockierung von Geschäftseingängen, umfassten. Die Gesamtschadenssumme belief sich auf rund € 14.000 (2004: € 31.000). [...] Es ist zu erwarten, dass die bisher im Bereich der militanten Tierrechtsszene engagiertesten Gruppen ihre Aktivitäten weiter steigern werden.“

Fiakerpferde überarbeitet.
Nach Recherchen von TR-AktivistInnen in Wien übertreten die Fiakerunternehmen die zulässigen maximalen Arbeitszeiten ihrer Pferde von 14 Stunden pro Tag regelmässig. Von TR-Seite wird in einer Aussendung vom 18. Juli moniert, dass trotz vieler Anzeigen die Behörden weiterhin diese Übertretungen tolerieren und es offenbar keine Strafen gibt.

Jäger bedroht Frau mit Gewehr.
Ein Aufsichtsjäger aus St. Stefan in Kärnten hat am 16. Juli in St. Andrä eine Anrainerin mit dem Schrotgewehr bedroht, weil diese sich durch über einen Schuss auf Krähen beschwert hatte. Mit den Worten „Willst ah an Schuss hab'n?“ richtete der Mann das Gewehr auf die Frau. Der 51 Jahre alte Ehemann kam seiner Gattin zu Hilfe. Er würgte den Jäger mit dem Riemen des Fernglases, das dieser umgehängt hatte. Daraufhin versetzte der Jäger dem Mann einen Faustschlag ins Gesicht.

Staatlicher Terror gegen TR-AktivistInnen.
Am 17. Juli wurden 3 TR-AktivistInnen in London vor Gerichzt gebracht, weil sie bei 13 KundInnen von HLS überraschende homedemos gemacht haben sollen. Sie wurden nach dem „Gesetz über gefährliches, organisiertes Verbrechen“ aus dem Jahr 2005 angeklagt, weil sie TierexperimentatorInnen unter psychischen Druck gesetzt haben sollen.
Am 20. Juli wurde in San Francisco, USA, ein Journalist von einer Grand Jury zu 1 Jahr Beugehaft verurteilt, weil er sich weigerte Film- und Fotomaterial dem Gericht zu übergeben, das Szenen der Anti-G8 Demos vom Juli 2005 zeigt.

10.000 zu langsame Rennhunde getötet.
In England konnten am 17. Juli die Machenschaften eines Hundehenkers aufgedeckt werden. Der Mann hatte in London gegen Geld in den letzten 15 Jahren über 10.000 Windhunde, die bei den Hunderennen zu langsam waren, getötet und in seinem Garten vergraben.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 10-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien
21. Juli ab 18:30 Uhr Vortrag über die Rolle der Sprache bei Bewusstsein, Rotenmühlg. 4, 1120 Wien
14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien, www.animalconference.eu