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Tierrechtsradio
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Sendung vom 01.02.2008 11:00:

Live Bericht von der 14. Jägertagung

400 JägerInnen diskutieren zum Thema: Jagd und Jäger im Visier. Anwesende TierrechtlerInnen berichten und kommentieren.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 25. – 30. JÄNNER 2008

Kleider Bauer Demos.
Seit Oktober 2006 läuft eine österreichweite Kampagne gegen den Pelzhandel der Firma Kleider Bauer. Anfang 2008 wurden einige Gerüchte über Kleider Bauer laut, dass die Firma vor dem Bankrott stünde und sogar nach Deutschland verkauft worden wäre. Dennoch gehen die Demos gegen Pelz vor Kleider Bauer ungebrochen weiter. Am 25. und 26. Jänner wurde jeweils vor den Filialen in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse protestiert. Am 26. Jänner gab es zusätzlich vor den Filialen in Wr. Neustadt Wienerstrasse, Linz Landstrasse und Graz Murgasse, sowie vor Hämmerle in Wien Mariahilferstrasse Demos.

Tierrechtsdemos.
Am 25. Jänner wurde am Hauptplatz in Graz und am 26. Jänner am Stefansplatz in Wien für Tierrechte demonstriert und ab der Dunkelheit Filme auf Großleinwand gezeigt.

Großdemo vor der Hofburg in Wien gegen den Jägerball.
5200 Personen besuchten den heurigen Jägerball in der Hofburg in Wien, eine lange Tradition, jeden letzten Montag im Jänner. Fast ebenso lang ist bereits die Tradition der Demonstrationen dagegen: heuer fand die Protestkundgebung bereits das 26. Jahr in ununterbrochener Folge statt! 100 TierrechtlerInnen bereiteten den BallbesucherInnen – viele davon im Tierpelz – einen lautstarken Empfang. 4 Stunden lang schienen die Proteste mit 3 Megaphonen, Soundsystem und 100 Kehlen nicht an Energie zu verlieren. TeilnehmerInnen kommentierten, dass diese Demo beweise, dass die Jagd langsam zu einem zentralen Anliegen der Tierrechtsbewegung werde.

6 Hochstände zerstört.
Am 25. Jänner wurden 6 Hochstände bei Jennersdorf im Burgenland mit einer Motorsäge völlig zerschnitten. Die Polizei vermutet TierrechtsaktivistInnen hinter der Aktion.

Große Jagdsabotage in Spanien.
Am 26. Jänner trafen sich 900 JägerInnen in Gallizien in Spanien, um einen nationalen Fuchsjagdtag abzuhalten. Etwa 40 AktivistInnen verhinderten die Jagd erfolgreich eine zeitlang. Die JägerInnen reagierten mit Gewalt, ein Tierrechtler wurde ins Gesicht geschlagen, ein anderer mit geladenem Jagdgewehr bedroht. Einige JägerInnen feuerten auch Schüsse nahe an AktivistInnen vorbei. Einer der Aktivisten weigerte sich der Polizei sein Megaphon zu geben, worauf diese ihn zu Boden warf und ihn festnahm. Jagdsabotage als Aktionsform findet weltweit eine immer größere Verbreitung.

Umfrage: Mehrheit in Österreich gegen die Jagd.
TierrechtlerInnen beauftragten das Gallup-Institut mit einer Umfrage zum Thema Jagd, deren Ergebnis am 28. Jänner der Öffentlichkeit präsentiert wurde. 70% der ÖsterreicherInnen fordern ein Verbot für den Abschuss von Hunden und Katzen, 64% lehnen die Hobbyjagd ab und sind für ein Verbot, und 63% sprechen sich dafür aus, dass GrundeigentümerInnen selbst entscheiden dürfen, ob auf ihrem Grund gejagt werden darf oder nicht. Die AuftraggeberInnen der Umfrage sehen darin eindeutige Zahlen, die belegen, dass die Jagd in der jetzigen Form nicht mehr länger toleriert werde. Die JägerInnen würden sich selbst gerne als Tier- und NaturschützerInnen bezeichnen, aber in Wahrheit würden sie Tier und Umwelt schaden und ungestraft Haustiere und selbst die letzten österreichischen Braunbären töten.

Nerztransporter gestoppt.
Am 27. Jänner stoppten TierrechtlerInnen einen Nerztransporter aus Polen mit deutschem Fahrer, der knapp 2000 Nerze in kleinsten Gitterkäfigen aus Holland nach Griechenland bringen wollte. Der herbeigerufene Tiertransportinspektor von Kärnten sprach eine Geldstrafe von mehreren 1000 Euro aus und schläferte einen schwer kranken Nerz vorort ein. Derartige Transporte seien ein typischer Aspekt der Tierindustrie, in diesem Fall der Pelzindustrie, kommentierten TierrechtlerInnen. Wer Pelze trage sei auch an diesen Monströsitäten mitschuldig.

Schadenersatzklage gegen Pelzkampagne zurückgewiesen.
Am 25. Jänner wies ein Gericht in Oregon, USA, die Schadenersatzklage eines Pelzgeschäftes gegen TierrechtlerInnen zurück und verurteilte die KlägerInnen zur Rückerstattung der 97.000 US-Dollar Anwaltskosten der Tierrechtsseite. Das Pelzgeschäft war nach einer Kampagne mit Demos vor dem Geschäft bankrott gegangen. Das Gericht sah die Aktivität der TierrechtlerInnen durch das Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit in der US-amerikanischen Verfassung gedeckt.

Chips mit menschlichen Zellen könnten Tierversuche ersetzen.
Am 28. Jänner präsentierte ein Forscherteam der Universität von Kalifornien in New York neue Mikrochips, die hunderte von verschiedenen menschlichen Zellen und Enzymen enthalten. Nach Angabe der WissenschaftlerInnen könnten diese Chips in Zukunft vor allem Tierversuche für toxikologische Tests ersetzen bzw. sogar stark verbessern.

Neues Tierschutzgesetz in Bulgarien.
Am 24. Jänner erließ das bulgarische Parlament ein neues Tierschutzgesetz, nach dem Wildtiere, die Säugetiere sind, in Zirkussen nicht mehr verwendet werden dürfen. Zusätzlich wurde die Tötung von Streunertieren, die Organisation von Tierkämpfen, das Aussetzen von Haustieren und Sex von Menschen mit nichtmenschlichen Tieren verboten.

Bewaffneter Schutz für japanische Walfangflotte gegen TierrechtlerInnen.
Am 30. Jänner gab die japanische Regierung bekannt, ab sofort ihre Walfangflotte durch bewaffnete BeamtInnen der Küstenwache begleiten zu lassen, um bei etwaigen Aktionen von TierrechtlerInnen diese sofort festnehmen zu können. Seit Wochen werden die Walfangboote in der Antarktis von AktivistInnen verfolgt und am Walfang gehindert.

JägerInnen haben 30 österreichische Braunbären illegal geschossen.
In einem Monitoring-Bericht Österreichs an die Europäische Kommission vom 21. 12. 2007, dessen bisher unveröffentlichter Inhalt am 27. Jänner bekannt wurde, berichten die AutorInnen, dass mindestens 31 Bären in den nördlichen Kalkalpen in den letzten Jahren durch illegale Abschüsse getötet worden seien. In Österreich könnten, gäbe es keinen Jagdterror, rund 500 Bären auf 25.000 Quadratkilometern leben.

Kampagne gegen Tierversuchslabor in Chile erfolgreich.
Nach einer 3-jährigen Kampagne gegen das Primatenversuchslabor Bioterio der katholischen Universität in Chile, in dessen Verlauf zwischen 1 – 3 Demos pro Woche vor dem Labor stattgefunden haben, gab die Universität am 29. Jänner bekannt, ihr Versuchslabor zuzusperren. Die noch lebenden Versuchsprimaten werden an den Gnadenhof Monkey World in England übergeben.

Vorankündigungen

Kleider Bauer Demos
Freitag ab 13 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, 14 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag, ab 9 Uhr in Wr. Neustadt Wienerstrasse vor Kleider Bauer, ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse, ab 12.30 Uhr in Graz Murgasse und ab 14 Uhr in Innsbruck Museumsstraße.
Tierrechtsdemos
Freitag ab 17 Uhr am Grazer Hauptplatz
Samstag ab 11.30 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage und ab 16 Uhr am Stefansplatz in Wien
Jägerballdemo
Parkhotel Schönbrunn Freitag 1. Februar ab 19:30 Uhr
Österreichischer Tierrechtskongress Wien 2008
27. – 30. November 2008 im Don-Bosco Haus in Wien, siehe www.tierrechtskongress.at
Internationales Tierrechts Gathering in Österreich
21. – 24. August 2008 bei Neunkirchen in NÖ, südlich von Wien, siehe www.ar2008.info