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Tierrechtsradio
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Sendung vom 25.02.2011 11:00:

Widerlegung des linguistischen Gutachtens im Tierschutzprozess

In den letzten Tagen erklärten 3 Zeugen, dass sie Texte geschrieben haben, die der linguistische Sachverständige dem Hauptangeklagten mit Sicherheit zugeordnet hatte.

Tierrechtsnachrichten von 18. – 24. Februar 2011

Kleider Bauer Demos
Am 18. und 19. Februar gab es Demonstrationen vor Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck Museumstraße gegen Pelz.
Am 19. Februar wurde auch in der Landstraße in Linz vor Kleider Bauer demonstriert.

Tierrechtsdemos
Am 19. Februar zeigten AktivistInnen am Wiener Stefansplatz Tierrechtsfilme auf Großleinwand.
Am 21. Februar wurde vor der Pulloveria in der Wiener Mariahilferstraße gegen Pelz protestiert.
Am 18., 21. und 23. Februar wurde vor dem Landwirtschaftsministerium gegen Kastenstände demonstriert. Am 22. Februar gab es eine Informationskundgebung zu Kastenständen am Stefansplatz in Wien.

Flashmob gegen Pelz
Am 19. Februar gab es einen Flashmob gegen Pelz am Wiener Stefansplatz. Ein Schlachter verfolgte ein Kaninchen, überfiel es, riss ihm die Haut vom Leib und stürzte dann wie tot zu Boden. Gleichzeitig fielen alle TeilnehmerInnen, die sich wie zufällig am Stefansplatz aufhielten, ebenfalls um und blieben liegen. Anschließend erklärte eine Aktivistin mit Megaphon, dass sich diese Aktion gegen den Pelzhandel richtete.

Linguistisches Gutachten im Tierschutzprozess widerlegt
In einer Pressekonferenz am 22. Februar im Cafe Museum in Wien gaben drei Zeugen bekannt, dass Texte, der der linguistische Sachverständige im Tierschutzprozess dem Hauptangeklagten zuordnete, von ihnen stammen. Am nächsten Tag sagten die drei Zeugen vor Gericht aus. Doch der Sachverständige ließ sich dadurch nicht irritieren und fiel durch unfassbare Aussagen auf. So meinte er, der Hauptangeklagte habe vielleicht diese Personen mit seinem Schreibstil beeinflusst. Ein Flugblatt, das mehr als 99% eines Textes wortwörtlich enthielt, das der Sachverständige ebenfalls „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ dem Hauptangeklagten zuordnete, würde eben dem Text nicht zu 100% entsprechen und sei daher irrelevant. Der von ihm als „ultimate power“ bezeichnete Beweis für die Autorenschaft des Angeklagten ist, dass in einem Satz ein männliches Hauptwort in einem Nebensatz mit „es“, also sächlich, angesprochen wird. Das beweise, dass der Autor englisch denke und das könne nur der Angeklagte gewesen sein, weil er vor 12 Jahren in England gelebt hat. Die Einvernahme wird nächsten Montag fortgesetzt.

Tierquälerischer Rindermarkt in Polen nach Protesten aus Österreich geschlossen
Nachdem österreichische TierrechtlerInnen die tierquälerische Situation auf einem Rindermarkt in Polen aufgedeckt hatten, hagelte es Proteste aus Österreich insbesondere an die polnische Botschaft. 3 Wochen später, am 22. Februar, gaben polnische VertreterInnen bekannt, dass der Markt aus Tierschutzgründen geschlossen werde.

Riesige Schweinefabrik verhindert
In Gralla in der Südsteiermark hätte eine riesige Schweinefabrik mit 2100 Muttertieren gebaut werden sollen. Eine breite Koalition von Bürgerinitiativen, Tierschutzgruppen und besorgten AnrainerInnen mobilisierte. Auch die BürgermeisterInnen der umliegenden Gemeinden waren geschlossen gegen das Projekt. Mehrere öffentliche Sitzungen zur Präsentation des Bauvorhabens wurden durch aufgebrachte DemonstrantInnen verhindert. Ende Februar wurde tatsächlich bekannt gegeben, dass es diese Schweinefabrik doch nicht geben wird.

Baustopp für Großtierfabriken in Holland
Am 22. Februar entschied das zweite holländische Parlament einen vorläufigen Baustopp für sogenannte „Megaställe“, solange die gesellschaftliche Debatte darüber nicht abgeschlossen sei. Der Parlamentsbeschluss weist dabei auf die starke Beunruhigung der Bevölkerung über die wachsende Zahl von Großtierfabriken hin.

Nach Protesten: Japan setzt Walfang für heuer aus
In der heurigen Walfangsaison der JapanerInnen in der Antarktis hefteten sich TierrechtlerInnen an die Sohlen der Walfangflotte und verhinderten aktiv die Tötung zahlreicher Tiere. Nur etwa 30 Wale, so schätzen die AktivistInnen, hätten ihr Leben verloren, statt den üblicherweise 850 pro Jahr. Die zuständige japanische Ministerium beendete aufgrund der heftigen Proteste die heurige Walfangsaison verfrüht.

Vorankündigungen

Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
Die neuesten Sendungen aller Tierrechtsradios in Österreich finden sich auf der Webseite www.tierrechtsradios.at
Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten