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Sendung vom 27.04.2012 11:00:

24. April Welttag für Versuchstiere

Großdemo in Wien mit über 500 TeilnehmerInnen. Der Organisator im Gespräch.

Seit mehr als 3 Jahrzehnten wird der Tag der Versuchstiere weltweit begangen. An diesem von den Vereinten Nationen anerkannten Gedenktag soll an das Leid jener 150-300 Millionen Tiere erinnert werden, die in Experimenten weltweit gequält und getötet werden. Die erst im 19. Jahrhundert aufkommende Praxis der Tierversuche in der Wissenschaft wurde in Österreich bereits 1885 durch den sogenannten Vivisektionserlass geregelt, der im Wesentlichen alle Versuche zuließ, die von anerkannten wissenschaftlichen Institutionen „zur Linderung menschlichen Leidens“ oder „zu ernsten Forschungs- und Unterrichtszwecken“ durchgeführt werden. Nachdem durch die Verfassung der zweiten Republik der Tierschutz in die Kompetenz der Länder fiel, diese aber Tierversuche nicht regelten, kam es nach 3 gesetzesfreien Jahrzehnten 1974 zum ersten Tierversuchsgesetz in Österreich, das aber völlig zahnlos blieb. Im März 1986 kam es zur europäischen Übereinkunft zum Schutz von Versuchstieren, die aber von Österreich weder unterzeichnet noch ratifiziert wurde. Stattdessen wurde 1989, also vor 23 Jahren, in Österreich eine Reform des Tierversuchsgesetzes beschlossen, die bis heute Gültigkeit hat.

150-300 Millionen Tiere werden jährlich weltweit in Tierversuchen getötet, davon 200.000 in Österreich, also alle 3 Minuten eines. Am 21. April 2012 gab es eine Großdemo mit der Forderung, Tierversuche völlig abzuschaffen. Heutzutage sei dieser Umgang mit Tieren nicht mehr ethisch zu vertreten.