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Tierrechtsradio
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Sendung vom 25.02.2005 11:00:

Vegetarisch-Vegane Gastronomie

BetreiberInnen von vegetarisch-veganen Gasthöfen sprechen im Studio über ihre Motivation, ihren Erfolg und ihre Zukunftsperspektiven.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 18. BIS 24. FEBRUAR 2005

Aktionstag gegen Pelzverkauf bei P&C. Am Samstag den 19. Februar ketteten sich zwei TierrechtlerInnen in der P&C Filiale in Wien Vösendorf/SCS an und skandierten lautstark Parolen gegen den Pelzhandel. Zwei weitere AktivistInnen verteilten Flugblätter und klärten die zahlreichen KundInnen und Schaulustigen über die Hintergründe der Aktion auf. „Die Proteste gegen P&C werden weitergehen, bis der Konzern keinerlei Pelz mehr im Sortiment führt und zum Kauf anbietet“, so die AktivistInnen. Die Aktion wurde durch die Polizei beendet. Insgesamt kam es in Deutschland und Österreich an diesem Tag vor mindestens 19 Filialen von Peek und Cloppenburg zu Demonstrationen. In Duisburg in Deutschland wurde eine Aufsehen erregende Kunstblutaktion durchgeführt.

Pelzdemos. Am 18. Februar wurde vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien und am Hauptplatz in Graz, am 19. Februar sowohl vor dem P&C als auch am Stefansplatz im Stadtzentrum in Wien gegen Pelz demonstriert.

Internationale Anti-Pelzaktion in Mailand - TierrechtsaktivistInnen 12 Stunden in Haft. Nachdem sich die TierrechtlerInnen am 21. Februar in der Prada-Zentrale anlässlich der Mailänder Modewoche blutverschmiert mit Tafeln auf denen „Death for sale“ und „la morte e in vendita“ zu lesen war, in die Auslage gestellt hatten, um gegen die unkritische Bewerbung von Pelzmode durch die VeranstalterInnen zu protestieren, wurden diese von der italienischen Polizei festgenommen. Ein Österreicher, eine Amerikanerin und eine Spanierin wurden 12 Stunden lang mit bis zu 30 anderen Personen in eine beengte Zelle gesperrt. Wasser und Essen, sowie der Kontakt zu einem Anwalt und der Gang zur Toilette wurden ihnen verweigert. Sämtliche Amtshandlungen wurden ausschließlich in italienischer Sprache vollzogen, und es wurden Unterschriften unter italienische Papiere verlangt, die allerdings von den drei AktivistInnen, die der italienischen Sprache nicht mächtig sind, erfolgreich verweigert wurden.

Brandanschlag gegen Pelzgeschäft. Am 18. Februar wurde vor einem Pelzgeschäft in Barcelona, Spanien, ein Brandsatz gelegt, der zeitversetzt zündete. In einem Schreiben an die Medien bekannte sich die ALF zu diesem Anschlag.

Anti-Jagd Demos. Am Samstag den 19. Februar wurde eine Demonstration vor dem Eingang zur Jagdmesse „Tiroler Jagdtage“ in der Messehalle in Innsbruck als auch im Stadtzentrum veranstaltet. Am 24. Februar fand in Wien eine Kundgebung gegen die Jagdmesse Jaspowa im Messezentrum statt.

AIDA verwendet keine Käfigeier mehr. Nach einer Tierrechts-Kampagne gegen den Käfigeihandel gab die Wiener Traditionskonditorei Aida nun bekannt, ab Montag den 21. Februar garantiert nur mehr Eier aus Alternativhaltung in ihren Mehlspeisen verwenden zu wollen.

Elefant tötet Wärter. Am Sonntag den 20. Februar wurde im Tiergarten Schönbrunn in Wien ein Wärter von dem jungen Elefanten Abu erdrückt und getötet. Das ist seit der Tötung einer Tierpflegerin durch drei Jaguare im Jahr 2002 der zweite tödliche Unfall im Tiergarten Schönbrunn inner halb von 3 Jahren. Abu war 2001 künstlich im Zoo gezüchtet worden, um als niedliches Elefantenkind ZuschauerInnen anzulocken. Im Jahr 2002 wurde beobachtet, wie Abu von WärterInnen geschlagen wurde. Die Zooleitung erklärte öffentlich, dass das notwendig wäre, vor allem männliche Elefantenkinder so zu behandeln. Verschiedene Tierrechtsgruppen haben seit langem vor dem jetzt eingetretenen Vorfall gewarnt.

Demo gegen Handel mit Lebendhummer. Am 19. Februar wurde vor dem Metro-Markt in Salzburg gegen den Handel mit lebenden Hummdern demonstriert. In diesem Supermarkt werden lebende Hummer mit zusammengebundenen Scheren in Aquarien übereinander gestapelt zum Verkauf angeboten.

Blutspendenbank für Hunde. Auf eine private Initiative hin wurde am 24. Februar eine Blutspendebank für Hunde eingerichtet. Es ist die erste Einrichtung dieser Art im deutschsprachigen Raum.

Freundschaft bei Huftieren wissenschaftlich bestätigt. Die Biologin Dr. Anja Wasilewski erhielt für ihre an der Philipps-Universität in Marburg, Deutschland, angefertigte Dissertation „Freundschaft bei Huftieren? – Soziopositive Beziehungen zwischen nicht-verwandten artgleichen Herdenmitgliedern“ einen Preis in Höhe von € 4.000. Wasilewski zeigte in ihren Forschungen, dass Bindungen, die man beim Menschen und bei anderen Primaten als „Freundschaft“ bezeichnet, auch bei Nicht-Primaten (Huftieren) bestehen. In einer quantitativen Analyse gelang ihr erstmals – unter Einsatz neu entwickelter statistischer Verfahren – der generelle Nachweis von „persönlichen Freundschaften“ bei Rindern, Schafen, Eseln und Pferden. Das Ergebnis macht nicht nur eine Ausweitung des Freundschaftskonzepts über die Primaten hinaus notwendig. Es hat auch Konsequenzen für die Tierhaltungspraxis.

Heftige Auseinandersetzung um Hetzjagdverbot in Großbritannien. Trotz massiver Proteste der zumeist adeligen JägerInnen ist das neue Hetzjagdverbot am 18. Februar in Kraft getreten. Am letzten Tag als die Hetzjagd mit Hunden noch legal war, kam es zu gewalttätigen Angriffen auf JagdgegnerInnen. 2 Jagdsaboteure hatten schwere Schädelverletzungen, nachdem sie mit Stecken attackiert worden waren. Als das erste Mal nach der Gesetzeseinführung Fuchsjagden stattfanden, versammelten sich tausende JagdgegnerInnen in England und Wales. Viele JägerInnen sagten, dass sie das neue Gesetz testen würden und sich sicher wären, dass es für die Polizei schwer sein wird, zwischen einer legalen und einer illegalen Jagd zu unterscheiden, da die Grenzen sehr verschwommen sind. 4 Männer wurden mit einer Hasenleiche und ihren Hunden aufgegriffen und nach dem neuen Gesetz verhaftet, weil sie den Hasen durch ihre Hunde zu Tode hetzen gelassen hatten. Sie müssen mit einer Anzeige rechnen.

Demomarsch für Tierrechte in Chile. Am 18. Februar gab es einen Demomarsch in Chile für Tierrechte und Tierbefreiung. Mindestens 250 Menschen nahmen daran teil.

Großbritannien: TierrechtlerInnen droht künftig 5 Jahre Haft. Die britische Regierung plant eine Erweiterung des Gesetzes gegen organisiertes Verbrechen, die sich ausdrücklich auf Aktionen gegen Tierversuchslabore bezieht. So soll künftig das Verteilen von Flugblättern, das Verschicken von Briefen mit beleidigendem Inhalt oder die Verleumdung von Menschen, die irgendetwas mit Tierversuchen zu tun haben, schärfer geahndet werden. Schon jetzt gibt es Gesetze gegen die Planung illegaler Aktionen, gegen Aufrufe zur Gewalt und gegen die Veröffentlichung von Namen, Adressen und Autokennzeichen der Angestellten von Tierversuchsanstalten. Darüber hinaus können Gerichte die Umgebung der Labore sowie der Häuser sämtlicher MitarbeiterInnen zu Sperrzonen erklären. Und die weitreichenden Gesetze gegen mutmaßliche TerroristInnen gelten auch für TierrechtlerInnen. Dazu gehört das Recht des Innenministers, Hausarrest ohne Anklage oder richterlichen Beschluss zu verhängen. Das scharfe Vorgehen gegen die Tierrechtsbewegung ist die Reaktion der britischen Regierung auf die Drohung der Pharmaindustrie das Land aus Sicherheitsgründen zu verlassen.

Deutschland: Wolf erschossen. Am Montag den 21. Februar erschossen Polizisten in Eschweiler in Deutschland einen Wolf, der bereits Anfang Februar aus einem belgischen Zuchtgehege entlaufen war.

Disput über vegane Ernährung bei Kindern. Zum Untersuchungsergebnis der Studie von Lindsay Allen vom US Agricultural Research Service, einer Landwirtschaftsorganisation, dass es unethisch wäre, Kinder vegan zu ernähren, kritisierte die Vegane Gesellschaft, dass die Zugabe von 2 Esslöffeln Fleisch zur Ernährung unterernährter und kaloriendefizitärer armer afrikanischer Kinder und der bessere Gesundheitszustand danach kein Beweis für die Gesundheit von Fleisch sein könne. Dass eine Unterversorgung mit Nährstoffen und Kalorien ungesund ist, sei allgemein bekannt. Eine Zugabe von 2 Esslöffeln pflanzlicher Ernährung hätte nach Ansicht der Veganen Gesellschaft genauso eine gleich positive Veränderung ergeben. Darüber hinaus wäre das Ergebnis gar nicht auf unsere Gesellschaft umlegbar, da sich durchschnittliche EuropäerInnen viel zu kalorien-, protein- und fettreich ernähren würden. Statt einer Unterversorgung wie bei armen afrikanischen Kindern handle es sich bei uns um Überernährung der Bevölkerung.

Versuchter Brandanschlag gegen Tierversuche. Am 20. Februar unternahm die ALF einen Brandanschlag gegen die Firma Isis Innovation der Universität Oxford als Protest gegen deren Projekt in der South Park Road in Oxford ein Tierversuchslabor zu errichten. Die Brandsätze zündeten allerdings aufgrund eines Fehlers nicht.


Vorankündigungen:

17. – 18. März: Konferenz zur Leidensfähigkeit von Tieren, Queen Elisabeth II Conference Centre, London.
15. – 18. Juli: internationales Grassroots TR-Treffen in England, http://freedom.rbgi.net