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Tierrechtsradio
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Sendung vom 08.04.2005 11:00:

Der Singvogelfang im Salzkammergut

Im oö. Salzkammergut dürfen Singvögel noch immer traditionell gefangen und ausgestellt werden, obwohl das einschlägigen EU-Vogelschutzrichtlinien und mittlerweile auch dem neuen Bundestierschutzgesetz widerspricht. So argumentiert jedenfalls ein Aktivist in dieser Sendung. Er erzählt von den illegalen Geschäften mit gefangenen Singvögeln, und wie der ganzen tierquälerischen Tradition ein Ende bereitet werden soll.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 1. – 7. APRIL 2005

Tierrechtsdemos. Am 1. und 2. April gab es jeweils Demos vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen den Pelzhandel.
Am 1. April wurde am Grazer Hauptplatz gegen den Eier- und Fleischkonsum demonstriert.
Am 2. April wurden 4 Demos vor 3 Benetton Filialen in Graz gegen den Wollhandel abgehalten.
Am 2. April demonstrierten AktivistInnen gegen den Hummerhandel vor dem Metro in Salzburg.
Am 5. April gab es eine Kundgebung für Tierrechte vor der Wiener Stadtahlle anlässlich der Seniorenmesse.
Am 6. April wurde vor einer Benetton Filiale in Linz gegen Wolle demonstriert.

Weiterer Erfolg der Legebatteriekampagne. Am 5. April gab die Bäckerei Ströck dem Druck der Tierrechtsbewegung nach und garantierte schriftlich, ab 2. Mai keine Käfigeier mehr zu benutzen.

Parlament verurteilt kanadisches Robbengemetzel. Der österreichische Nationalrat hat am 6. April 2005 auf Initiative der Grünen einstimmig einen Entschließungsantrag zur Robbenjagd in Kanada verabschiedet. Darin bringt der Nationalrat seine Besorgnis über das grausame Töten von 325.000 Robben vor der Nordostküste Kanadas zum Ausdruck und ersucht die zuständigen Mitglieder der Bundesregierung der kanadischen Regierung die Besorgnis der österreichischen Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen.

Grüne TS-Sprecherin fordert Ministerin Rauch-Kallat auf, TS-Gesetz nicht zu verschlechtern. Bei der Budgetdiskussion im Parlament am 5. April interpretierte die TS-Sprecherin der Grünen Weinzinger den oö. Landeshauptmann dahingehend, dass er die Ministerin Rauch-Kallat bitte, den Singvogelfang wieder zuzulassen. Dazu meinte die TS-Sprecherin: „Wir werden sehr genau zuschauen, Frau Ministerin, ob Sie diese Verordnung tatsächlich abändern oder ob es bei dem bleibt, was wir im Gesetz ausgemacht haben: dass schweres Leiden, Angst und Einschränkung der Bewegungsfreiheit, die dazu führt, bei Wildtieren jedenfalls Tierquälerei sind.“

Pelztierbefreiungen. In den frühen Morgenstunden des 1. April wurden aus einer Pelzfarm in Bluffs, Illinois, USA, alle Füchse befreit und der gesamte Umgebungszaun umgeschnitten. Da diese Füchse die Zuchtfüchse für die Farm waren, steht die Fortführung der Pelzfarm in Zweifel.
Am 7. April wurden etwa 1000 Zuchtnerze aus einer Farm nahe Eksjö in Schweden befreit. In einem Bekennerschreiben sprechen die AktivistInnen von einer sehr schmutzigen und schäbigen Farm, mit sehr veralteten Käfigen.

20 Kaninchen befreit. Am 1. April wurden 20 Kaninchen aus einer Mastfabrik in Urbino, Italien, befreit. Der Bekennerbrief war mit „Ländliches Friedenskomitee“ unterzeichnet.

Chinchillafarm in Portugal geschlossen. Anfang April deckte eine Tierrechtsgruppe in Portugal durch eine undercover Recherche die katastrophalen Zustände auf einer Chinchillafarm, die im Norden des Landes 500.000 Pelze pro Jahr produziert, auf. Nach breiter medialer Berichterstattung schlossen die Behörden den Betrieb.

Wissenschaftliche Studie besagt: Bienen sind intelligent. Eine Forschergruppe in Würzburg publizierte Ende März eine wissenschaftliche Arbeit über Kognition bei Bienen. Düfte, Farben, Muster – diese drei Dinge prägen sich im Gedächtnis von Honigbienen ein. Die Insekten können nicht nur einzelne optische Muster wiedererkennen, sondern sich auch Kombinationen merken. Und sie sind sogar dazu in der Lage, das Gelernte zu verallgemeinern und in Situationen anzuwenden, denen sie vorher noch nie ausgesetzt waren.

Tierschutz prangert Missbrauch von EU-Steuergeldern für Tiertransporte an. Am 6. April präsentierte die European Coalition for Farm Animals in Brüssel der Öffentlichkeit und den Abgeordneten des Europaparlaments neues Bildmaterial von Rindertransporten in den Mittleren Osten, die von der EU mit € 60 Millionen pro Jahr subventioniert werden. Es wurde gefordert sofort alle Subventionen für Tiertransporte zu streichen.

TierrechtlerInnen zu Gefängnis verurteilt. Am 4. April wurden Sergio Maria Stefania und seine Freundin Agnese in Arezzo, Italien, schuldig befunden am 19. März 2004 eine Fleischerei angezündet zu haben. Agnese bekam 2 Jahre 4 Monate bedingt, Sergio 2 Jahre 8 Monate unbedingt.
Wegen der Befreiung von rund 700 Mäusen aus den Wickham Versuchslabors im Dezember 2003 in England wurden Keith Mann und Melvyn Glintenkamp am 6. April nach 7-tägigem Prozess in Portsmouth schuldig gesprochen. Die Polizei hatte die Mäuse bei Hausdurchsuchungen gefunden und in die Labors zurückgebracht, wo sie z.T. wiederverwendet wurden. Dort waren in den Monaten vor der Befreiung 50.000 Tiere in Versuchen getötet worden, einige davon für LD50 Tests des Mittels Botox, das für Kosmetika verwendet wird. Das Strafausmass wird am 29. April verkündet. Es drohen 2 Jahre Haft für jeden.

Hund mit Hubschrauber aus Bergnot gerettet. Ende März geriet ein Labrador beim Wandern in den Bergen bei Achenkirch in Tirol in 1700m Höhe in lawinengefährdetem Gebiet in Bergnot und musste mit dem Bergrettungshubschrauber gerettet werden. Er ist wohlauf.

Vorankündigungen:

Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag 13-15 Uhr Pelzdemo vor P&C Mariahilferstrasse in Wien; Info: 01 9291498, www.vgt.at
12.-15. Mai: Kongress zu Alternativen zum Tierversuch in Oslo, http://www.interniche.org/conf2005.html
15. – 18. Juli: internationales Grassroots TR-Treffen in England, http://freedom.rbgi.net