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Tierrechtsradio
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Sendung vom 29.04.2005 11:00:

Bericht vom Kongress über Leidensfähigkeit nichtmenschlicher Tiere

Am 17. und 18. März fand in London eine internationale wissenschaftliche Konferenz zur Leidensfähigkeit nichtmenschlicher Tiere statt. Eine Tierrechtlerin erzählt von ihren Eindrücken.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 22. – 28. APRIL 2005

Tierrechtsdemos. Am 22. April wurde vor dem P&C in der Wiener Mariahilferstrasse gegen den Pelzhandel demonstriert.
Ebenso am 22. April gabs Anti-Fleisch Demos am Eisernen Tor in Graz und am Taubenmarkt in Linz.
Am 23. April wurde am Alten Markt in Salzburg gegen das Schächten demonstriert. Danach zogen die DemonstrantInnen vor die Benetton-Filiale in der Getreidegasse, um auf das Leid der Schafe bei der Wollproduktion hinzuweisen.
Ebenso am 23. April wurde vor der Benetton-Filiale in Feldkirch demonstriert.

Demomarsch gegen Tierversuche in Wien. Anlässlich des weltweiten Versuchstiertages zogen am 23. April 120 TierrechtlerInnen in Wien vom Westbahnhof zum Stefansplatz im Stadtzentrum. Dort wurde eine Abschlußkundgebung abgehalten. Der Demonstrationszug war sehr laut und lebendig. Mindestens 50 PolizistInnen bewachten die Pelzgeschäfte auf der Demoroute.

Besetzung des OP – Tierversuche an Graugänsen verhindert. Am 26. April besetzten 15 TierrechtlerInnen ab 8 Uhr früh den provisorischen Operationssaal der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau, weil dort insgesamt 26 Graugänsen ein Telemetriesystem der Größe einer Zigarettenschachtel in den Körper einoperiert und mit dem Herzen verkabelt werden sollte. Das Ziel der Versuche wäre gewesen, den Herzschlag der Gänse beim Paarungsverhalten zu messen. Die Tierversuchskommission hatte die beantragte Bewilligung abgelehnt, das Wissenschaftsministerium aber in Eigenregie am 16. April plötzlich erteilt. Nach 3 ½ stündiger Besetzung zog das Operationsteam um den Tierarzt des Zoo Schönbrunn unverrichteter Dinge ab. Die BesetzerInnen wurden wegen Hausfriedensbruch angezeigt.

Demo gegen Singvogelfang – Tierschutzrat tagt geheim. Da das neue Bundestierschutzgesetz den Singvogelfang verbietet, versucht der oö. Landeshauptmann eine Gesetzesänderung zu erreichen, die für den traditionellen Singvogelfang im oö Salzkammergut eine Ausnahmegenehmigung erlaubt. Der ebenso durch das Gesetz neu installierte Tierschutzrat nahm sich am 27. April dieses Themas an. Allerdings erliess das Ministerium einen Maulkorb: die Mitglieder des Tierschutzrates wurden angewiesen, weder über die Tagesordnung noch über das Abstimmungsergebnis bei Strafe sprechen zu dürfen. TierrechtlerInnen demonstrierten vor dem Sitzungssaal gegen den Singvogelfang. Ein Aktivist im Vogelkostüm wurde von einem Vogelfänger mit einer Falle gefangen und in einen kleinen Käfig gesperrt.

Aktionen gegen HLS. Erst jetzt wurde bekannt, dass am 8. April alle Türen der United Parcel Services in Guntramsdorf bei Wien verklebt und die Wände mit Anti-HLS Sprüchen bemalt worden sind. UPS hat auch HLS, Europa’s größtes Tierversuchslabor, als Kundin.
Am 22. April zündeten AktivistInnen einen Brandsatz vor dem UPS-Büro in Travessa de les Corts in Spanien.

Brandanschlag auf Nerzfarm. Am 21. April wurden 4 Brandsätze auf einer Nezrfarm in Schweden entdeckt, einige davon hatten gezündet, aber durch den starken Wind nicht viel Schaden angerichtet. Bereits vor 3 Jahren waren 240 Nerze von dieser Farm befreit worden, vor 1 ½ Jahren noch einmal soviele. Nach Angaben des Farmers wurden 50 der 240 Tiere vor 3 Jahren wieder eingefangen, aber nur 10 davon haben überlebt.

Nerzbefreiungen. Am 27. April wurden 1400 Nerze von einer Pelzfarm bei Svenljunga in Westschweden befreit.
Erst jetzt wurde bekannt, dass am 26. Februar 800 Zuchtnerze von der Nerzfarm von Johan Karens in Hazerswoude Dorp in Holland und am 5. April 250 Zuchtnerze von der Nerzfarm von Antoniazzi in San Cataldo die Boscoforte in Italien befreit wurden.

Versuchstiere befreit. Am 22. April wurden 21 Mäuse aus einem Versuchslabor der Louisiana State University in den USA befreit. Die AktivistInnen waren durch eine Tür gebrochen und hatten die Tiere aus dem 7. Stock des Biologieinstituts geholt. Zusätzlich wurde beträchtlicher Sachschaden angerichtet, es wurden Aquarien zerschlagen, Fenster zerbrochen, Bleichmittel auf die Aussenwände geleert und die Schlösser verklebt. Laut Bekennerschreiben wurden die befreiten Tiere von einem Tierarzt versorgt und in liebende Pflege übergeben.

Versuchsaffen bei Transport gestorben. Am 26. April wurde bekannt, dass 4 Makaken auf einem Transport durch die Versuchstierhandelsfirma RC Hartelist von Holland zu einem schwedischen Versuchslabor für AIDS Versuche gestorben sind. Die Käfige mit den Affen waren während des 17 stündigen Transports zu nahe an Heizkörper gestellt worden.

Versuchslabor aus Angst vor Protest nicht gebaut. Am 22. April gab die Universität von Maastricht in Holland bekannt, dass sie ihr Primatenzentrum für Tierversuche nicht bauen wird. Als Gründe wurden die Kosten und die Angst vor militanten Protesten von TierrechtlerInnen angegeben.

Vorankündigungen:
Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag 13-15 Uhr Pelzdemo vor P&C Mariahilferstrasse in Wien; Info: 01 9291498, www.vgt.at
12.-15. Mai: Kongress zu Alternativen zum Tierversuch in Oslo, http://www.interniche.org/conf2005.html
15. – 18. Juli: internationales Grassroots TR-Treffen in England, http://freedom.rbgi.net


Playlist / Zusatzinfo:

Sophie Hawkins