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Tierrechtsradio
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Sendung vom 20.05.2005 11:00:

Widerstandsrecht in der Demokratie

Wie rechtfertigen TierrechtlerInnen, dass sie zuweilen das Gesetz zur Verteididung von Tierrechten brechen? Wo ist die Grenze, was ist Gewalt? Live Diskussion im Studio.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 13. – 19. MAI 2005

Tierrechtsdemos. Am 13. und 14. Mai wurde jeweils vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen den Pelzhandel demonstriert.
Am 13. Mai gabs am Hauptplatz in Graz eine Demo gegen die Fleischproduktion und vor dem Hamburger Fischmarkt in Graz eine Demo gegen den Missbrauch von Meerestieren für den Verzehr.
Am 14. Mai wurde in Linz vor einer Benetton-Filiale gegen den Wollhandel und am Taubenmarkt gegen den Singvogelfang demonstriert.

Scheiben von Pelzgeschäft verätzt. Erst jetzt wurde bekannt, dass bereits Ende April 2005 dem Pelzgeschäft „Trachtenmaus“ Carina Portschi Pelz u. Tracht, Breitenfurter Str. 292, 1230 Wien, alle Auslagenscheiben mit Kieselsäure verätzt worden sind. In einem Schreiben bekennt sich die ALF-Liesing zu dieser Aktion.

Aktionstage gegen Tierversuche. Am 18. und 19. Mai wurde am Biologischen Institut der Uni Graz gegen Tierversuche vor allem in der Ausbildung demonstriert. Die AktivistInnen zeigten auch Alternativen, z.B. plastinierte Tiermodelle, und konnten mit den zuständigen ProfessorInnen über Ausstiegsszenarien sprechen. An der Uni Wien wurde durch ähnliche Aktionen erreicht, dass in manchen Übungen das Sezieren von extra dafür getöteten Tieren beendet wurde.

Tierquälerei im Tierversuchslabor von Covance in den USA aufgedeckt. Am 17. Mai veröffentlichten TierrechtlerInnen Foto- und Filmmaterial, das sie bei einer 11 monatigen undercover Recherche im Tierversuchs-Auftragslabor der Firma Covance in Vienna, Virginia, USA, aufgenommen hatten. Auf den Aufnahmen sieht man, wie die Versuchsaffen gewürgt, gequält, geschlagen und gedehmütigt werden. Die TierrechtlerInnen reichten eine 273 Seiten umfassende Beschwerdeschrift beim US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium ein, die fordert, dass das Labor geschlossen wird. Im Jahr 2003 hatte eine ähnliche undercover Recherche im Primatenlabor von Covance in Münster in Deutschland dieselben Formen des Missbrauchs aufgedeckt.

Anti-Tierversuchsaktion gegen Pharmafirma. Am 18. Mai wurde bekannt, dass AktivistInnen der ALF der Frau des Direktors einer unbenannten Pharmafirma in Commack, New York, USA, aus Protest gegen die Tierversuche dieser Firma die Kreditkarte aus dem Auto entwendet und mit dieser Karte 20.000 US-Dollar an 4 soziale Vereine gespendet haben.

53 Makaken aus Versuchslabor geflüchtet. Am 9. Mai hatten zwischen 3 und 7 Uhr abends auf nicht geklärte Weise 53 Makaken aus der Zuchtkolonie des Versuchslabors des Tulane University National Primate Research Centers nahe von Covington in den USA flüchten können. Im Laufe der folgenden Tage wurden 50 der Tiere wieder eingefangen, die restlichen 3 sind noch in Freiheit. In diesem Labor werden 5000 Primaten für Tierversuche gefangen gehalten.

Tierrechte auf Wiener Kongress. Von 13. – 15. Mai wurden Skulpturen vom Radikalkünstler Chris Moser im EKH in Wien ausgestellt, die auch Tierrechtsbezug hatten. Am 14. Mai gab es in der Galerie im Amerlinghaus einen von israelischen TierrechtlerInnen organisierten Arbeitskreis zu „social change and animal rights“.

Neue Hochleistungs-Schweinerasse. Am 14. Mai gab das Wirtschaftsblatt bekannt, dass der größte österreichische Schweinefabrikant, Maximilian Hardegg aus Seefeld-Kadolz, NÖ, eine neue Hochleistungs-Schweinerasse gezüchtet haben soll. Durch Einkreuzen chinesischer Schweine sei es möglich geworden, die Anzahl der Ferkel von 12 auf 20 pro Schwangerschaft zu erhöhen.

Wölfe in Österreich gesichtet. Nach Aussagen des WWF und der Bundesforste vom 15. Mai gäbe es deutliche Hinweise, vor allem aus der Obersteiermark und aus Salzburg, dass Wölfe von Slowenien aus nach Österreich eingewandert seien, nachdem sie bereits vor Jahrhunderten ausgerottet worden sind.

Frankreich ändert Rechtsstatus von Tieren im Zivilrecht. Mit Ende 2005 sollen nichtmenschliche Tiere im französischen Gesetzbuch für Zivilrecht, dem Code Civil, den Status als „lebende und fühlende Lebewesen“ bekommen. Damit sollen nichtmenschliche Tiere einen dritten, neuartigen Rang neben beweglichem und unbeweglichem Eigentum einnehmen. Ein Alternativvorschlag, nichtmenschlichen Tieren einen Mittelstatus zwischen Mensch und Eigentum zu gewähren, wurde abgelehnt.

Vorankündigungen:

Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag 13-15 Uhr Pelzdemo vor P&C Mariahilferstrasse in Wien; Info: 01 9291498, www.vgt.at
7. Juni Charity Essen für Tierschutz im Unterricht im Naturhistorischen Museum; 75 Euro Eintritt für ein Essen mit Prominenten; siehe http://www.united-creatures.at
15. – 18. Juli: internationales Grassroots TR-Treffen in England, http://freedom.rbgi.net

Playlist / Zusatzinfo:

Chumbawamba