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Tierrechtsradio
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Sendung vom 17.06.2005 11:00:

Projektbericht Schnabelkupieren bei Legehennen

Der Projektleiter stellt seine Ergebnisse zur Frage des Schnabelkupierens bei Legehennen vor. Gerade in Freilandhaltung wird das oft als notwendig erachtet.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 10. – 16. JUNI 2005

Tierrechtsdemos. Am 10. und 11. Juni gabs Pelzdemos vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien.
Am 10. Juni gab es auch vor 6 verschiedenen Filialen der Bäckerei Auer in Graz Demos gegen Käfigeier.
Am 13. Juni wurde in Linz vor einer Benetton-Filiale gegen Wolle demonstriert.
Am 16. Juni gabs anlässlich der 8. Wiener Tierschutztage am Ratshausplatz in Wien eine Demo für Tierrechte.

Veganes Sommerfest in Salzburg. Am 11. Juni fand das Vegane Sommerfest am Alten Markt in Salzburg statt. Auf 11 Standeln wurden vegane Produkte angeboten und über Tierleid und TR-Kampagnen informiert.

Vegane Wellness Lounge in Wien. Ab 15. Juni wird es wieder jeden Mittwoch die vegane wellness lounge mit DJ Delani geben, nur ab jetzt am Schiff Johann Strauss am Donaukanal in Wien.

Pressekonferenz gegen geplantes Hai-Aquarium. Am 15. Juni wurde im Tierschutzhaus „Arche Noah“ in Graz eine Pressekonferenz gegen das in Hartberg in der Steiermark geplante „Ozeanarium Austria“ mit einem 25 m x 22 m grossen Hai-Aquarium abgehalten. TierrechtlerInnen präsentierten eine Studie von 31 öffentlichen Aquarien in England, von denen 90% offensichtlich geistig und körperlich kranke Tiere gefangen halten. Der Präsident des Berufstauchlehrerverbandes bezeichnete das geplante Aquarium aufgrund seiner Grösse als bestenfalls eine Bedürfnisanstalt für einen Hai, und ein Meeresbiologe warnte davor, dass das Wasser auch mit neuester Technik nicht sauber zu halten sein wird.

Memorandum zu Vollzugsdefizit im Tierschutz. Am 14. Juni veröffentlichten TierrechtlerInnen ein Memorandum an alle politisch Verantwortlichen, das an Fallbeispielen belegt, dass das neue Bundestierschutzgesetz nicht eingehalten wird. Neben verbotener Daueranbindehaltung von Zuchtsauen und dem Wildtierhaltungsverbot im Zirkus, wurden auch die Hummerhaltung, Besatzdichten bei Mastgeflügel, Fasanerien, ausgestaltete Legebatterien, die Fischhälterung, der Singvogelfang und das Versagen der Ethikkommission für Tierversuche erwähnt. Die TierrechtlerInnen fordern daher subjektive Rechte der Tiere auf Einhaltung der Tierschutzgesetze.

Kein Abschuss von Greifvögeln. Die BOKU hat das vom nö Landesjagdverband in Auftrag gegebene Projekt bei dem 144 Greifvögel abgeschossen werden hätten sollen, damit ihr Mageninhalt untersucht würde, am 12. Juni abgesetzt. Als Begründung wurde genannt, dass in wenigen Tagen 3500 Protestemails eingegangen waren, die auch Störungen von Vorlesungen und das Kappen des Stromes angedroht hatten.

Jäger erschiesst 2 Hunde wegen € 100. Am 12. Juni erschoss ein Jäger in Laterns in Vorarlberg 2 Hunde, die im Garten einer Familie angebunden waren. Die Hunde waren abgegeben worden und hätten für € 100 ins Tierschutzhaus gebracht werden sollen. Der Jäger hat daraufhin die Hunde gegen den Willen der Familie erschossen und die Leichen im Garten gelassen, um der Gemeinde die Kosten zu ersparen.

Rennpferde mit Strom gequält und gedopt. Im Herbst 2004 verendeten 2 Rennpferde qualvoll. Auf Trabrennbahnen in Ober- und Niederösterreich ermittelt jetzt der Staatsanwalt gegen 6 Trainer und Pfleger wegen Verdacht auf Tierquälerei, Betrug sowie Gründung einer kriminellen Vereinigung. Da die hochtrainierten Vierbeiner unter chronischen Gelenksschmerzen leiden, werden ihnen hochdosierte, verbotene Medikamente verabreicht. Den Tieren soll das flüssige Schmerzmittel mit einem Schlauch über die Nüstern in den Magen zugeführt werden. Dabei landete bei den verendeten Tieren der Schlauch in der Lunge und sie erstickten qualvoll. Bei insgesamt 9 Hausdurchsuchungen am 15. Juni stellte die Polizei Dutzende Schachteln mit illegalen Präparaten, Wirkstoffen und Ampullen sicher. Im Zuge ihrer Ermittlungen entdeckten die Fahnder auch kleine Geräte an den Pferden, die über Fernzündung harte Stromstöße abgeben, um das Tier anzutreiben.

Auch Tierversuche an Gibbons werden verboten. Am 10. Dezember hatte das Parlament einstimmig die Regierung aufgefordert, Menschenaffenversuche zu verbieten. In der Regierungsvorlage des Gesetzes wurden aber nur Versuche an den Grossen Menschenaffen Orang Utans, Gorillas, Schimpansen und Bonobos verboten. Ein Protest der vereinten TR-Bewegung zusammen mit ExpertInnen und der Opposition hat dazu geführt, dass am 14. Juni auch Gibbons, die kleinen Menschenaffen, in das Verbotsgesetz aufgenommen wurden.

Tierschutztage mit vegetarischer Gulaschkanone. Bei den 8. Wiener Tierschutztagen von 16. – 19. Juni ist die Gulaschkanone des Bundesheeres erstmals vegetarisch, gab die Tierschuzstadträtin Wehsely bekannt. Nach einem Lobbying durch TRlerInnen konnte das durchgesetzt werden, obwohl die Tierschutztage nach Angabe der Gemeinde Wien nur vom Haustierschutz handeln sollen.

Versuchstierbefreiungen. Am 14. Juni wurden 9 Kaninchen und 10 Meerschweinchen aus einer Farm nördlich
von Uppsala in Schweden befreit. Dieselbe Farm ist schon 2 Mal Ziel von ALF-Aktionen gewesen.
Am 29. Mai befreite die Animal Rights Militia ARM in Andreevka, in der Region Moskau in Russland, 3000 Mäuse aus einer Versuchstierzuchtfarm und liess sie frei. Es wurde Sachschaden angerichtet und Labormaterial sowie Tierfutter verbrannt.

Pelztierbefreiungen. Am 10. Juni befreiten AktivistInnen 150 Füchse aus einer Pelzfarm in Kristiinankaupunki in Finnland. Alle Zuchtkarten wurden entfernt. Ein Bekennerschreiben wurde öffentlich gemacht.
Erst jetzt wurde bekannt, dass am 16. März 2005 AktivistInnen insgesamt 2000 männliche und schwangere weibliche Nerze aus der Agricola Casilina Nerzfarm in San Cesareo bei Rom in Italien befreit hatten.
Am 3. Juni befreite die ALF 180 Frettchen aus der Pelzfarm Pushkinsky in Zverosovkhoz, in der Region Moskau in Russland. Die Tiere wurden in Säcken aus der Farm getragen und später freigelassen. Einige Käfige wurden zerstört und Sprüche an den Wänden hinterlassen.

Brandanschlag auf Pelzfarm. Am 12. Juni gab es einen Brandanschlag auf eine Fuchspelzfarm in Oppdal, Norwegen. Mehrere Gebäude brannten nieder und einige Füchse wurden freigelassen.

EU wird Katzen- und Hundepelzimport verbieten. Nach einer 6-jährigen Kampagne gab der EU-Kommissar für Konsumenschutz, Markus Kyprianou, am 11. Juni öffentlich bekannt, dass die EU den Import von Katzen- und Hundepelzen verbieten werde. Es werde ein Gesetz ausgearbeitet, das mit den Welthandelverträgen vereinbar ist.

Vorankündigungen:

Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag 13-15 Uhr Pelzdemo vor P&C Mariahilferstrasse in Wien; Info: 01 9291498, www.vgt.at
Vegane Sommerfeste:
Wien, Ecke Mariahilferstrasse Museumsquartier, 18. Juni 2005
Graz, beim Umweltfest, Herrengasse, 2. Juli 2005
15. – 18. Juli: internationales Grassroots TR-Treffen in England, http://freedom.rbgi.net