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Tierrechtsradio
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Sendung vom 22.07.2005 11:00:

Das Schicksal der SchimpansInnen in Gänserndorf

Seit der Rehabilitation der SchimpansInnen aus dem Versuchslabor in Orth ist ihr weiteres Schicksal aufgrund von Geldproblemen unklar. Die Leiterin der Rehab erzählt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 15. – 21. JULI 2005

Tierrechtsdemos. Am 15. und 16. Juli wurde vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen Pelz demonstriert.
Am 15. Juli gabs in Linz vor einer Benetton-Filiale eine Demo gegen Wolle.

Demos und Aktionen gegen Singvogelfang und Rauch-Kallat. Vor dem Ministerium Rauch-Kallat in Wien wurde am 15., 16., 18., 19., 20. und 21. Juli demonstriert.
Lautstarke Aktionen mit dem Megaphon bei Auftritten von der Ministerin gab es am 15. und 18. Juli in Wien vor dem Pressezentrum des Gesundheitsministeriums am Stubering, am 16. Juli auf dem Stadtfest in Pinkafeld beim Besuch von Rauch-Kallat und am 19. Juli zu einer Podiumsdiskussion am Franz-Josefs Kai in Wien.
In Linz wurde am 15. Juli vor der ÖVP-Zentrale, und am 15. und 16. Juli am Taubenmarkt demonstriert.
Am 16. Juli wurde in Krems vor dem Einkaufszentrum und in der Altstadt protestiert.

Pressekonferenz zum Singvogelfang. Am 21. Juli wurde im Cafe Landtmann in Wien eine Pressekonferenz von ExpertInnen zum Singvogelfang abgehalten. Der Ornithologe Dr. Frey von der Vet Med in Wien stellte sein Gutachten vor, in dem er wissenschaftlich nachwies, dass die Singvögel beim Fang, bei der Haltung, bei Ausstellungen und beim Wieder-Freilassen hochgradig leiden und schwere Angst erleben. Die Tierschutzrechtsexpertin DDr. Binder, Mitglied im Tierschutzrat, machte deutlich, dass der Singvogelfang Tierschutzangelegenheit ist und vom Tierschutzgesetz im Moment verboten wird. Die Verordnungsnovelle der Ministerin Rauch-Kallat widerspreche also dem Tierschutzgesetz und sei demgemäß verfassungswidrig. VertreterInnen der Tierrechtsbewegung präsentierten Fakten zum Singvogelfang und eine Petition gegen die Novelle, die von 45 Tierschutz- und Tierrechtsvereinen unterschrieben worden ist.

Fleisch im Labor hergestellt. Am 15. Juli veröffentlichten WissenschaftlerInnen der holländischen Wageningen Universität, dass sie in der Petrischale im Labor geniessbares Fleisch aus Zellkulturen ohne Tierleid oder Tiertod hergestellt haben. Das Neue und für viele Menschen im ersten Moment Befremdende an der Arbeit des internationalen Forschungsteams ist, dass sie konkret mit dem Ziel durchgeführt wurde, Zitat „essbares Fleisch herzustellen, das wie Stücke vom Rind, Huhn, Schwein, Lamm oder Fisch schmeckt“, so Jason Matheny in einer
Presseaussendung der Universität von Maryland in den USA. Ziel sei es, Fleisch in einer Qualität herzustellen, die von Menschen gerne konsumiert würde.

OÖ fördert Umstieg von Legebatterien. Am 21. Juli gab der Agrarlandesrat von OÖ Josef Stockinger bekannt, dass mit einem befristeten Sonderbonus des Landes bis zu 35 % der Investitionskosten beim Umbau von Legebatterien in Alternativhaltung aufgebracht werden. Ab 2009 sind Legebatterien in Österreich verboten.

Wildschwein verletzt Jäger. Ein Jäger wurde in Hagersdorf im Südburgenland von einem Wildschwein in einem Wildgehege, in dem die Tiere für den teuren Abschuss an Jagdgäste gezüchtet werden, angegriffen und verletzt. Der Keiler war bei der Fütterung im Gehege auf den Mann losgegangen.

Wildschweinstechen soll verboten werden. Nur noch in Hinojos in Spanien werden Wildschweine mit Lanzen vom Pferd aus gejagt. Am 18. Juli berichtete die englische Zeitung Daily Telegraph, dass diese Jagdform jetzt auf Druck der Tierrechtsbewegung verboten werden soll.

Streit unter Jägern mit Schusswaffen ausgetragen. Nahe der Stadt Waldai, im Gebiet Nowgorod in Rußland, hatte am 17. Juli eine Gruppe Moskauer Jäger für Arbeit bei Miliz und Rettungsdiensten gesorgt: Die Jagdtouristen waren untereinander in Streit geraten und hatten mit ihren Schrotflinten das Feuer aufeinander eröffnet. Ein Mann kam dabei ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt.

Feuer auf Nerzfarm. Am 13. Juli brannte das 250 m² große Hauptgebäude der Nerzfarm in Bornholm, Dänemark, vollständig aus. Kein Nerz wurde verletzt. Es gab kein Bekennerschreiben der BrandstifterInnen.

32 Beagles aus Versuchslabor befreit. Am 21. Juli befreiten TierrechtlerInnen vor den Augen der Medien 32 Beaglehunde aus dem Versuchslabor der Fakultät für Veterinärmedizin in Zagreb. Ein Tierexperimentator wurde vom Dienst suspendiert, weil er unerlaubt Experimente durchgeführt hatte, bei denen er den 32 Hundewelpen die Knochen brach. So wollte er ein Medikament testen, das die Heilung von Knochen-Frakturen beschleunigen soll.

NÖ zahlt für Tierheime. Insgesamt 448.280 Euro stellt das Land NÖ nach einem Beschluss der Landesregierung 7 nö Tierheimen zur Verfügung. Diese Heime betreuen das gesamte Gebiet des Landes und garantieren somit die flächendeckende Versorgung hilfsbedürftigen Tiere, die jetzt langfristig gesichert ist.

Manfred Deix errichtet Tierschutz-Figur in Salzburg. Ab 29. Juli wird inmitten der Festspielstadt Salzburg ein neues Denkmal stehen. Deix-Figuren mit üppigem Pelzbesatz sollen nerzbehangenes Festspiel-Publikum aufrütteln. Ein Text von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek mahnt Mitgefühl ein: „Mit dir, Mittier, Mitleid, Gut, Güte, Gleichgültigkeit, Nichtverstehen, Zusammen, Hilfe.“ Das Lied eines Wales ertönt. Motto: Das Leben bittet um Gehör. Mitten im Festivalgewühl.

Vorankündigungen:

Tägliche Demos in Wien gegen Rauch-Kallat und den Singvogelfang; Info: 01 9291498, www.vgt.at
Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag 13-15 Uhr Pelzdemo vor P&C Mariahilferstrasse in Wien

Playlist / Zusatzinfo:

Sarah McLachlan: Surfacing