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Tierrechtsradio
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Sendung vom 11.11.2005 11:00:

Grosse Jagdsabotage am 5. November

50 TierrechtlerInnen verhinderten eine Treibjagd mit 100 JägerInnen auf Rehe, Hirsche und Füchse in Gasen, Bezirk Weiz, Steiermark. Kein Tier wurde getötet, keinE AktivistIn angezeigt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 4. – 10. NOVEMBER 2005

Tierrechtsdemos. Am 5. November wurde in der Mariahilferstrasse in Wien vor dem P&C gegen Pelz demonstriert.
Am 10. Oktober wurde erstmals vor dem neuen P&C im Salzburger Europark protestiert. AktivistInnen betraten mit blutigen Pelzmänteln die Filiale und wurden nach einem Tumult aus den Geschäftsräumen verwiesen.

50 TRlerInnen verhindern Grosstreibjagd. Am 5. November fanden sich 50 AktivistInnen aus ganz Österreich bei Gasen im Bezirk Weiz, Steiermark, ein um eine grosse Treibjagd mit 100 JägerInnen und 20 TreiberInnen auf Rehe, Hirsche und Füchse zu stören. Nach dem Eintreffen konfrontierten die TRlerInnen die JägerInnen im Wald und verhinderten Schüsse. Auch die von den JägerInnen gerufene Polizei konnte die Jagdstörung nicht beenden. Nach einem zweiten Versuch wurde die gesamte Jagd durch die Bezirkshauptmannschaft abgebrochen, ohne dass ein einziges Tier getötet worden war.

Undercover Film beweist: Elefantenkind im Zoo Schönbrunn misshandelt. In den letzten Wochen hatten TRlerInnen heimlich den abendlichen Umgang des Zoo Schönbrunn mit dem 2 jährigen Elefantenkind Mungo gefilmt, wenn keine BesucherInnen mehr im Zoo waren. Das Jungtier wurde mit Elefantenhaken auf den Kopf geschlagen, mit Seilen niedergerungen und allein auf Betonboden eingesperrt. Die aufgezeichneten Schreie und das Schluchzen des Elefantenkindes wurden aufgenommen. Am 9. November wurde dieser Film auf einer Pressekonferenz präsentiert.

EU-Kommission will österreichisches Wildtierzirkusverbot aufheben. Im Jahr 2005 wurden 4 deutsche Zirkusse an der Grenze nach Österreich abgewiesen, weil sie Wildtiere mit sich führten, die in Österreich im Zirkus seit 1. Jänner verboten sind. Die Zirkusse beschwerten sich bei der EU-Kommission, weil sie sich in ihrer Dienstleistungsfreiheit verletzt fühlten. Artikel 49 der EU-Verträge verbietet einem Land im Ausland legale Dienstleistungen eines ausländischen Unternehmens im eigenen Land zu untersagen oder zu verhindern, auch wenn inländischen Unternehmen dieselbe Dienstleistung untersagt ist. Nach Ansicht der EU-Kommission müsste Österreich deshalb das Wildtierverbot im Zirkus aufheben. Bis Mitte Dezember ist die österreichische Regierung aufgerufen zu diesen Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Deutschland will Legebatterieverbot zurücknehmen. Während am 8. November die grössten Supermarktketten Österreichs, Hofer, Rewe und Spar, bekannt gaben, bis 2006 aus dem Käfigeihandel komplett ausgestiegen zu sein, wurde am 4. November bekannt, dass bei den Koalitionsverhandlungen der neuen Regierung in Deutschland ein Zurücknehmen des Legebatterieverbots vereinbart wurde. Während also in Deutschland das Legebatterieverbot fällt, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach in Österreich zeitgerecht mit Anfang 2009 in Kraft treten.

Naturfreunde gegen Singvogelfang. Nachdem auf der Naturfreundehütte am Feuerkogel bei Ebensee aufgestellte Fallen und gefangene Singvögel angezeigt worden waren, gab die Geschäftsleitung der Naturfreunde bekannt, diesen Zustand sofort bei Bekanntwerden abgestellt zu haben. Die Naturfreunde distanzierten sich in aller Deutlichkeit vom Singvogelfang.

EU-Industriekommissar will Tierversuche reduzieren. In der EU werden pro Jahr 11 Millionen Tierversuche durchgeführt. Der Industriekommissar der EU, Günter Verheugen, verlieh bei einer Konferenz über Tierversuche mit Industrieverbänden seiner Meinung Ausdruck, dass Tierversuche zwar nicht mittelfristig aber langfristig völlig abgeschafft werden könnten. Vor 30 Jahren hätte es in Europa noch 3 Mal mehr Tierversuche gegeben. Er werde sich auch dafür einsetzen, dass die neue EU-Chemikalien-Verordnung keine Erhöhung der Tierversuchsanzahl mit sich brächte.

Kalb vergewaltigt. Am 6. November wurde ein 4 Tage altes Kalb im Außerfern in Tirol von einem 26 jährigen Mann vergewaltigt und lebensgefährlich an After und Vagina verletzt. Nach einer Hausdurchsuchung wurde der Verdächtige verhaftet.

P&C Scheiben veräzt. Am 30. Oktober zerstörten Unbekannte alle Scheiben von P&C in der Mariahilferstrasse in Wien. Ein Bekennerschreiben ging an die Presse.

Jäger ins Gesicht geschossen. Am 7. November schoss ein Jäger einem anderen anstatt eines Hasen bei einer Treibjagd bei Melk, NÖ, aus 40 m Entfernung eine Schrotladung ins Gesicht. Dem verletzten Jäger mussten aus Unterkiefer, rechtem Oberarm, rechter Hand und rechtem Unterschenkel Schrotkugeln entfernt werden. Der Hase konnte unverletzt entkommen.

Jäger fährt Mountainbiker ins Hinterrad. Weil seit 1. November das Mountainbiken im Wienerwald verboten ist, fuhr ein lokaler Jäger dem Profi-Mountainbiker Gerhard Trampusch auf einer Forststrasse bei Kaltenleutgeben mit 30 km/h ins Hinterrad und brachte ihn zu Sturz. Der Jäger wurde angezeigt.

Brandanschlag gegen UPS. Weil UPS für Europa’s grösstes Tierversuchslabor Dienstleistungen bietet, gab es am 3. November einen Brandanschlag mit Molotov Cocktails gegen einen UPS-Bus in Valencia, Spanien. Der Bus brannte aus.

Vorankündigungen:

Jeden Freitag ab 16 Uhr Demo am Grazer Hauptplatz
Jeden Samstag 13-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien
19. November Pelzgrossdemo in Wien, Beginn 13 Uhr Westbahnhof/Innere Mariahilferstrasse

Animal Liberation Workshops for beginners:
Wien, im Projektraum des WUK, 26. + 27. November
Siehe: http://www.animal-liberation.at