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Tierrechtsradio
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Sendung vom 20.01.2006 11:00:

Symposium "Mitbürger Tier. Für einen erweiterten Parlamentarismus"

2 Teilnehmer mit konträren Ansichten zu dem Symposium berichten und diskutieren. Diskrepanz zwischen Wissenschaftlichkeit und künstlerischem Zugang.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 13. – 19. JÄNNER 2006

Pelzdemos. Am 13., 14. und 19. Jänner wurde vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen Pelz demonstriert.
Am 14. Jänner gabs auch in Wels eine Pelzdemo.

Kanadische Kleiderkette Bedo wird pelzfrei. Nach einer 2 wöchigen Kampagne der TR-Gruppe Global Action Network in Kanada gab die Kleiderkette Bedo am 13. Jänner 2006 bekannt, keine Pelze mehr verkaufen zu wollen. Bedo hatte bis dahin Kaninchenpelz aus China in den Regalen.

Schächtdemo vor türkischer Botschaft. Am 13. Jänner wurde in Salzburg vor der türkischen Botschaft eine Demonstration gegen das Schächten abgehalten. Die AktivistInnen in blutigen Gewändern und Schafmasken entrollten dabei ein Transparent mit der Aufschrift: 'Auch religiöses Schächten ist Tierquälerei'. Während der Botschafter mit den DemonstrantInnen sprach, sich solidarisierte und versicherte, dass in den türkischen Grossstädten fast kein Schächten ohne Betäubung mehr stattfinden würde, kam die Polizei um die Demonstration aufzulösen.

Über 600 Demos und Aktionen zu Tierrechten im Jahr 2005 in Österreich. TR-Gruppen veröffentlichten am 19. Jänner eine Statistik, wonach es im Jahr 2005 mehr TR-Demos und –Aktionen gegeben hat als jemals zuvor. 2005 wurden insgesamt 536 Demos abgehalten, im Vergleich zu 324 im Jahr 2004. Es gab 75 Aktionen wie run-ins, Blockaden, Jagdsabotagen oder ALF-Aktionen, im Vergleich zu 42 im Jahr 2004. Und es wurden 47 Veranstaltungen wie Vegane Sommerfeste oder Animal Liberation Workshops abgehalten, im Vergleich zu 21 im Jahr 2004. Damit gab es im Jahr 2005 im Vergleich zu 2004 um 65% mehr Demos, um 79% mehr Aktionen und um 124% mehr Veranstaltungen.

Vogelgrippe-Übertragung durch Hühnerhandel. Während sich durch das Auftreten der Vogelgrippe in der Türkei Massenhysterie breitmacht und Millionen gesunder Hühner prophylaktisch getötet werden, gaben WissenschaftlerInnen der WHO am 18. Jänner bekannt, dass bisher noch kein Zugvogel mit dem Virus entdeckt worden ist. Vielmehr wurde die Vogelgrippe bisher ausschliesslich durch infiziertes Hausgeflügel auf den üblichen Transportrouten vergebreitet. Der Virus kann sich praktisch nur in den geschwächten Körpern der durch die schlechte Haltung gestressten Nutztiere festsetzen. Die Vogelgrippe ist also neben der Schweinepest und dem Rinderwahnsinn die nächste Krankheit, die ausschliesslich dank der Massentierhaltung entstanden ist und sich ausbreiten kann.

Kuh flieht aus Schlachthof – erschossen. Am 14. Jänner floh in Kirchdorf in Tirol bei Wilden Kaiser eine Kuh aus dem Schlachthof St. Johann auf eine Langlaufloipe. In Verzweiflung wehrte sie sich gegen die Gefangennahme, die den sicheren Tod bedeuten würde, und griff zunächst 2 Langläufer und dann 2 Polizisten an, die verletzt wurden. Daraufhin wurde sie von einem Jäger erschossen.

Walfänger schiesst knapp an AktivistInnen vorbei. In den antarktischen Gewässern südlich von Australien sind japanische Walfänger auf Jagd. TRlerInnen versuchen das zu verhindern, indem sie sich mit ihren Booten zwischen Wal und Walfänger begeben. Am 14. Jänner schoss ein japanischer Walfänger trotz Präsenz eines TR-Schlauchbottes zwischen Walfänger und Wal mit einer explosiven Harpune nur Meter neben den AktivistInnen vorbei in den Wal. Ein Aktivist wurde ins eiskalte Wasser geschleudert. Es dauerte Minuten bevor der Mann gerettet werden konnte. Der Wal starb.

Bus für Stierkämpfer angezündet. Am 15. Jänner setzte die ALF einen Bus, der zum Transport von Stierkampfschülern dient, bei Arles in Frankreich in Brand. Eine Bekennerschreiben ging an die Presse.

Symposium „Mitbürger Tier“ in Karlsruhe. Am 14. und 15. Jänner fand in Karlsruhe, Deutschland, ein internationales Symposium zum Thema „Mitbürger Tier. Für einen erweiterten Parlamentarismus“ statt. Neben einer Dichterlesung von Durs Grünbein und einem künstlerisch-philosophischen Vortrag der französischen Philosophin Elisabeth de Fontenay, wurden alle Themen wie der juridische Status von Tieren, die Fleischproduktion, die Tötungsproblematik und die Rückkehr des Tieres in die Philosophie in Form von Diskussionen behandelt. Die Tierbefreiung sei ein Klassenkampf mit Gabel und Sichel zwischen der Klasse der Personen und der nach der gängigen Rechtslage so gesehenen Klasse der Sachen.

EU-BürgerInnen wollen besseren Tierschutz. Die Europäische Kommission veranstaltete von 7. November bis 20. Dezember 2005 eine sogenannte Internetanhörung, um Informationen über die Einstellungen der Öffentlichkeit zu Tierschutz und vor allem zum Schutz von landwirtschaftlichen Nutztieren einzuholen. Die Ergebnisse dieser Anhörung wurden nun veröffentlicht und sind eindeutig: Die große Mehrheit fordert von der EU strengere Maßnahmen zum Schutz von Tieren.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 13-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien und 16-20 Uhr am Stefansplatz
4. Februar Pelzgroßdemo in Zagreb
17-19. Februar Tagung zur kritischen Theorie zur Befreiung der Tiere, Uni Hamburg, Deutschland