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Tierrechtsradio
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Sendung vom 03.03.2006 11:00:

Tagung zur Kritischen Theorie zur Befreiung der Tiere

An der Uni Hamburg fand von 17. - 19. Februar eine Tagung zur Weiterentwicklung der Ideen der Frankfurter Schule (Marcuse, Adorno) hin zur Befreiung der Tiere statt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 24. FEBRUAR – 2. MÄRZ 2006

Pelzdemos. Am 24. und 25. Februar sowie am 2. März wurde vor der P&C Filiale in der Mariahilferstrasse in Wien gegen Pelz demonstriert.
Am 25. Februar gabs eine Pelzdemo am Stefansplatz in Wien.
Am 1. und 2. März wurde am Hauptplatz in Graz gegen Pelz demonstriert.
Am 2. März wurde von 9-18 Uhr vor der Wiener Stadthalle anlässlich der Berufsinformationsmesse demonstriert, weil P&C bei dieser Messe neue Angestellte sucht. Die DemonstrantInnen verteilten rote Karten an BesucherInnen der Messe mit der Aufforderung, diese Karten beim P&C-Stand in der Messe abzugeben.

Fleischdemo. Am 25. Februar wurde am Taubenmarkt in Linz vor der McDonalds Filiale gegen Fleisch demonstriert.

Metzgersprung gestört. Traditionell fand am 26. Februar der Metzgersprung im Hof der Erzabtei St. Peter in Salzburg statt. Nach einem Besuch einer katholischen Messe ziehen die ausgelernten Metzgerlehrlinge in den Hof und springen in einen Wasserbottich. Mitten während der Feierlichkeit stürmten 6 AktivistInnen auf das Podium und sprangen selbst mit Tiermasken und Plakaten in den Bottich um ihn zu besetzen. Weitere AktivistInnen erkletterten ein extra für das Schwingen der Metzgerfahne aufgebautes Holzgerüst und entrollten ein Anti-Fleisch Transparent. Die anwesende Metzgergilde reagierte mit Gewalt, schlug auf AktivistInnen ein, zerriss ihre Transparente und Tiermasken, und griff sogar die AktivistInnen hoch oben am Holzgerüst an. Nach wenigen Minuten wurde so die Aktion beendet.

Demos gegen Hohe Jagd in Salzburg. Von 24. – 26. Februar fand die Jagdmesse „Hohe Jagd“ im Messegelände in Salzburg statt. Zig tausende BesucherInnen konnten sich über Jagdsafaris und die Abschussmöglichkeiten exotischer Tiere informieren, sowie ausgestopfte Tiere und Abschussszenen von Tieren auf Videos bewundern. Am 25. und 26. Februar wurde deshalb vor dem Eingang zur Messe gegen die Jagd demonstriert. Einige angetrunkene JägerInnen reagierten mit Gewalt und attackierten einen Aktivisten, der mit dem Megaphon sprach.

Freispruch für TR-AktivistInnen. Am 24. Februar fand der letzte Prozesstag gegen 13 AktivistInnen im Landesgericht Wels wegen Hausfriedensbruch statt. Die 13 hatten im April 2005 die Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau in OÖ besetzt, um einen Tierversuch an Graugänsen, der von der Tierversuchskommission untersagt aber vom Ministerium dennoch genehmigt worden war, zu verhindern. Den Graugänsen hätten zigarettenschachtelgrosse Sender einoperiert werden sollen, um beim Paarungsverhalten ihren Herzschlag zu messen. Der Richter sprach die Angeklagten frei und bestätigte damit, dass sie gewaltfrei vorgegangen waren.

Tierversuchsdiskussion mit Jane Goodall. Am 1. März lauschten 422 SchülerInnen einer hauptsächlich von TierexperimentatorInnen besetzten Podiumsdiskussion zu Tierversuchen im Siemens-Forum in Wien. Man präsentierte den SchülerInnen ein einseitiges Bild, dass Tierversuche notwendig und bereits auf ein Minimum reduziert wären und durch ein sehr gutes Tierversuchsgesetz kontrolliert würden. Als einziges kritisches Diskussionsmitglied am Podium argumentierte Jane Goodall gegen Tierversuche und erklärte, dass Menschen auch Tiere wären.

Demos und Aktionen zur Vogelgrippe. Während in Frankreich und Italien der Handel mit Hühnerprodukten wie Fleisch und Eier um 40% zurückgegangen ist, gibt es dafür in Österreich ebenso erste Anzeichen. Zum Treffen der EU-GesundheitsministerInnen mit Thema Vogelgrippe in Wien wurde mit Plakaten der Aufschrift „Esst vegetarisch“ demonstriert. Bei Hühnerprodukten in Supermärkten in Tirol finden sich sei 26. Februar Beipackzettel, vom Bundesverband der Geflügelindustrie unterzeichnet, die vor einer Infektion beim Konsum von Hühnerprodukten warnen und den KonsumentInnen danken, trotz erhöhtem Risiko immer noch Tierprodukte aus heimischer Landwirtschaft zu essen.

SHAC 7 schuldig gesprochen. Am 2. März sprach eine Jury 6 angeklagte TierrechtlerInnen und die Gruppe SHAC schuldig, entgegen einem extra dafür eingeführten Gesetz, dem animal enterprise terrorism act, einer Firma, die Tiere nutzt, nämlich HLS, Europa’s grösstem kommerziellem Tierversuchslabor, geschadet zu haben. Die 6 hatten gemeinsam eine Webseite betrieben, die von allen Aktionen gegen HLS berichtete. 5 Personen wurden unmittelbar nach dem Prozess in Haft genommen. Es drohen maximal 23 Jahre Gefängnis für die Verurteilten, es wird mit bis zu 10 Jahren gerechnet. Das Strafausmass wird am 6. Juni verkündet.

Stier vor Schlächter geflohen – erschossen. Am 21. Februar gelang es einem Stier in Frauenhofen bei Horn knapp vor der Schlachtung zu entfliehen. Ein Jäger nutzte die Gelegenheit und erschoss den Stier.

Zirkus-Detektiv infiltriert TR-Organisation. Der Ringling Brothers Tierzirkus in den USA hatte Detektive bezahlt, um die TR-Organisation PETA und weitere 25 TR-Gruppen zu überwachen, Dokumente wie Führerscheine und Versicherungskarten zu entwenden und interne Gespräche aufzunehmen. Insgesamt waren mindestens 16 Detektive im Einsatz. Aufgrund der erhaltenen Informationen organisierte der Zirkus bezahlte Gegendemos oder zeigte spezifische Individuen an. Am 1. März begann der Prozess von PETA gegen den Zirkus wegen Kreditschädigung.

Australien stoppt Rinderexport nach Ägypten. Australien hat nach einem Fernsehbericht über Misshandlungen von Rindern in einem Schlachthof in Kairo am 26. Februar die Ausfuhr lebender Rinder nach Ägypten ausgesetzt. Eine australische TR-Aktivistin hatte die Aufnahmen mit Rindern aus Australien undercover gemacht.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 13-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien und 16-20 Uhr am Stefansplatz
15. März 12 Uhr Demo gegen das Robbenschlachten vor der kanadischen Botschaft in Wien