Player
Zur Zeit spielt o94 musik. Bei klick auf den Button öffnet sich der Player in einem neuen Fenster
Tierrechtsradio
Zur Übersichtsseite von Tierrechtsradio.
Sendung vom 12.05.2006 11:00:

Erfolg gegen EU-Bedrohung für Wildtierzirkusverbot

Das Verbot vom Wildtieren im Zirkus seit 2005 wurde von der EU-Kommission mit einem EuGH-Verfahren bedroht. Nach intensiver Kampagne scheint die Bedrohung abgewehrt.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 5. – 11. MAI 2006

Tierrechtsdemos und -aktionen.
Am 6. und 11. Mai wurde vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien gegen Pelz demonstriert.
Am 6. Mai gab es spät abends am Stefansplatz in Wien eine Tierrechtsdemo mit Videobeamer auf Grossleinwand.
Bei der Konferenz der Zivilgesellschaft am 6. und 7. Mai an der Uni Wien gab es erstmals auch einen Infotisch von Tierrechtsgruppen.
Am 8. Mai wurde in der Mariahilferstrasse in Wien und am 10. Mai in der Fussgängerzone in Eisenstadt jeweils eine Informationskundgebung über Heimtierhaltung durchgeführt.
Am 10. und 11. Mai gabs Tierrechtsinfostände am Kreativbasar in St. Pölten.

Kunstausstellung mit Tierrechtsbezug.
Am 5. Mai wurde die 1-wöchige Kunstinstallation „der scharfe Blick durchs Zielfernrohr“des Radikalkünstlers Chris Moser im Wiener Amerlinghaus eröffnet. Anhand von vier bekannten Beispielen wird dabei die menschen- und tierverachtende Praxis der kapitalistischen Verwertungslogik angesprochen. Neben veganem Buffet wurde auch der Film „Darwin’s Nightmare“ vorgeführt.

Jäger wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung angezeigt.
Bei einer Jagdstörung durch TierrechtsaktivistInnen im Herbst 2005 erklärte ein Jäger öffentlich, er wünsche sich den Hitler zurück, damit dieser Ordnung schaffe und offenbar weitere Störungen von Jagden mit tödlicher Gewalt unterbinde. Einem Aktivisten war es gelungen diese Aussage filmisch zu dokumentieren. Am 8. Mai wurde dieser Beweis der Staatsanwaltschaft mit einer Anzeige wegen Wiederbetätigung übergeben. Ein Tierrechtler kommentierte die Anzeige mit den Worten, dass die Begeisterung für Waffen, die Lust am Töten, die alten (germanischen) Jagd-Rituale und die Männerbündelei usw. eben einen gewissen Menschentypus anspreche und daher braunes Gedankengut in der Jägerschaft nicht überrasche.

Jäger erschoss sich selbst.
Am 9. Mai fanden JägerInnen einen 58-jährigen Kollegen im Revier Altlengbach, NÖ, tot mit Kopfschuss bei einem Hochstand. Laut Ermittlungen der Polizei dürfte sich der Mann beim Erklimmen einer Böschung versehentlich selbst erschossen haben.

TR-Klebeaktion in Graz.
In der Nacht auf den 11. Mai wurden in der Grazer Innenstadt an zahllosen Mistkübeln, die im Moment von der Stadtverwaltung mit Einkaufssackerln ümhüllt sind, mit TR-Sprüchen beklebt. „Kaufen Sie kein Fleisch“, „Tiere haben Gefühle“ oder „50 Millionen Tiere sterben jährlich für Pelz“ ist dort u.a. zu lesen.

TRlerInnen kündigen Veröffentlichung von GlaxoSmithKline AktionärInnen an.
Da GlaxoSmithKline GSK eine wichtige Kundin von HLS, Europa’s größtem kommerziellen Tierversuchslabor, ist, kündigten AktivistInnen im Rahmen ihrer Kampagne gegen HLS eine Veröffentlichung aller Namen von AktionärInnen von GSK, sollten diese ihre Aktien nicht binnen 14 Tagen verkaufen. GSK erhielt daraufhin umgehend eine gerichtliche Verfügung, die die Veröffentlichung dieser Namen verbietet. Diese Kampagnentaktik hat bereits vor einigen Jahren den Wert der Aktien von HLS in den Keller sinken lassen. HLS hat sich von diesem Aktiensturz bis heute nicht erholt.

Anhaltender Polizeiterror gegen TierrechtsaktivistInnen.
Nach zahlreichen Hausdurchsuchungen und 15 Verhaftungen, von denen 7 weiterhin in U-Haft sitzen, im Tierrechtsmilieu in Pisa, Rom und Florenz, Italien, am 4. Mai, kam es am 10. Mai in England zu einer grossen Polizeiaktion. 120 PolizistInnen durchsuchten gleichzeitig Wohnungen von AktivistInnen in Gloucestershire, Herefordshire, Worcestershire, den West Midlands und Shorpshire und nahmen vor allem zahllose Computer und Kampagnenmaterialien mit. 11 Personen wurden vorübergehend festgenommen. Nach Ansicht Betroffener handelt es sich bei diesen Aktivistäten der Behörden ausschliesslich um gezielte Terroraktionen, damit AktivistInnen eingeschüchtert und an ihrer politischen TR-Arbeit gehindert werden.

Versuchstierbefreiung.
Am 4. Mai gelang es der ALF 7 Ratten aus einem Tierversuchslabor der Universität Moskau in Russland zu befreien. 2 der Ratten seien nach einem Versuch sterbend in einen Mistkübel geworfen worden, teilen die BefreierInnen in einem Bekennerbrief mit.

Erster Kälberexport seit 10 Jahren aus England.
Nach einer intensiven Kampagne 1995 in England konnte der Kälberexport auf einen einzigen Hafen – Dover – eingeschränkt werden. Die BSE Krise schloss 1996 auch diese Lücke. Am 5. Mai wurden erstmals sit 10 Jahren wieder Kälber in Dover auf Schiffe für den Export verladen. Am 6. Mai gab es anlässlich dieser Entwicklung eine Grossdemo vor Ort.

Tierbefreiung kein Einbruchsdiebstahl.
Nach einer nächtlichen Filmaktion und der Befreiung von 11 Hennen aus einer Legebatterie in 2004, stand ein Aktivist am 4. Mai in New York, USA, vor Gericht. Die Geschworenen sprachen in von der Anklage des Einbruchsdiebstahls frei, aber der kriminellen Besitzstörung mit einer Maximalstrafe von 6 Monaten Gefängnis für schuldig. Das Strafausmass wird am 16. Mai verkündet.

Vorankündigungen:

Jeden Samstag 10-18 Uhr Pelzdemo vor dem P&C in der Mariahilferstrasse in Wien
19. Mai 18:30 Uhr, Vortrag zum Thema „Zur Kluft zwischen Mensch und Tier“ in der Rotenmühlg. 4, 1120 Wien
2.-4. Juni Kongress zu Alternativen zu Tierversuchen an der Uni Linz, siehe www.tierschutz.at
Vegane Sommerfeste: 10. Juni Wien, 24. Juni Innsbruck, 1. Juli Graz und 8. Juli Salzburg, siehe www.vegan.at
15.-18. Juni Austrian Social Forum in Graz, www.socialforum.at
23.-26. Juni TR-grass roots gathering in England, www.ar2006.info
14. und 15. Oktober 2006: Süd-Ost Europa TR-Konferenz in Wien